Rezension zum Entwickler-Jump-n-Run

Ich habe ein Jump-n-Run getestet, bei dem man als Entwickler Quest bestehen muss. Es handelt sich um ein klassischen Sidescroller, bei dem man mehrmals über die gleiche Landschaft laufen muss. Beim ersten Mal entsteht Programmcode, beim zweiten Mal tauchen da Bugs auf, die man bekämpfen muss. Dabei hat man aber nur ein gewisses Zeitfenster. Wenn man das Level nicht in einem „funktionierenden“ Zustand hat, wenn die Zeit um ist, hat man verloren.

Wenn man das Level in einem funktionierenden Zustand verlassen hat, bekommt man Geld. Wenn es sehr gut ist, bekommt man leichter weitere Quest.

Fähigkeiten verbessern

Der Anfang ist etwas mühsam. Man hat selber nur wenige Fähigkeiten und man kann auch sein Stand nicht zwischenspeichern. Dafür gibt es verschiedene Nebenquests. Dort erhält man zwar kein Geld, aber neue Fähigkeiten. So kann man z.B. in einem Nebenquest „Versionsverwaltung GIT“ das Zwischenspeichern erlernen.

Programmiersprachen

Man kann auch in Nebenquest weitere Programmiersprachen erlernen. Dabei wird die eigene Figur auch schneller, umso öfters man die gleiche Fähigkeit – auch bei den normalen Quests verwendet. Allerdings wird die Figur wieder langsamer, wenn man sie länger nicht verwendet hat.

Sidekicks

Auch kann man sich sogenannte Sidekicks holen, die einem dann beim Durchschreiten des Levels helfen. Beispielsweise gibt es den Sidekick „Less“ das einem CSS-Entwickler das Level einfacher macht. Weitere solche Sidekicks sind Lint (auf mehrere Programmiersprachen-Klassen anwendbar), Unittests, Grunt. Bei späteren Quests hat man ohne solche Sidekicks keine Chance mehr.

Es gibt auch Sidekicks, die sehr ähnlich sind. Beispielsweise SASS und LESS. Je nachdem, welche Fähigkeiten man vorher schon erlernt hatte, kann man entweder den einen oder den anderen oder auch beide erlernen. Verwenden kann man aber dann bei einem Quest nur einen von beiden. Trotzdem ist es manchmal sinnvoll, beide Sidekicks zu haben, da in manchen Quests bestimmte Sidekicks und Fähigkeiten vorausgesetzt werden.

Coop-Modus

Ab einem bestimmten Level kann man auch mit anderen zusammen diese Quests bestehen. Dazu werden erweiterte Fähigkeiten (z.B. GIT im Team) benöigt. Folgende Varianten des Coop-Modus stehen zur Auswahl:

  • Jeder Spieler nutzt eine andere Programmiersprache, um zusammen den Quest zu schaffen
  • Die Spieler haben die gleichen Programmiersprache
  • Man übernimmt Unter-Quests für einen anderen Spieler
  • Man vergibt Unter-Quests an andere Spieler

Je nach Variante wird das Geld dann entsprechend unter den Spielern aufgeteilt.

Fazit

Die Spielidee fand ich während des Testens interessant. Glaube aber nicht, dass sich das Spiel auf dem Markt durchsetzen wird. Sicherlich für den einen oder anderen Entwickler mal lustig zwischendurch. Eventuell könnte es angehende Entwickler motivieren auch außerhalb des Spiels ihre Fähigkeiten zu erweitern und ihre Entwicklungsumgebung um hilfreiche Tools wie LESS zu erweitern. Allerdings benötigt man kein Spiel, um die Vorteile dieser Tools aufzuzeigen.

Als ich mir Screenshots vom Spiel für meinen Blog-Post machen wollte, bin ich dann aufgewacht. Daher kann ich euch diesmal hier keine Bilder anbieten. Da frage ich mich, warum ich sowas träume? Ich hatte gestern jemand bei einem Jump-n-Run auf der Wii zugeschaut gehabt. Und ich baue gerade meine Entwicklungsumgebung um, damit ich z.B. meine WordPress-Themes und Plugins leichter und besser entwickeln kann. Das hat sich wohl in meinem von der Erkältung zugedröhnten Hirn zu einem merkwürdigen Traum vermischt :-)

Sonntag, den 8. April 2018 um 12:16

 

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