Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Anonyme Handys

Samstag, den 26. Januar 2008

Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an meine Telecall-Geschichte erinnern. Um es kurz zu machen: Jemand hatte über einen Internet-Cafe einen kostenpflichtigen Account auf einer nicht-jugendfreien Seite eröffnet und dazu meine Adresse verwendet. Eine Validierung der Anmeldung erfolgte über eine Handynummer. Später stellte sich heraus, dass dies ein Prepaid-Handy war, das man damals noch ohne Angabe von Personalien kaufen konnte.

Als nun unsere Minister die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung eingeführt haben (und damit jeden Handy-Besitzer auf Schritt und Tritt überwachen können), haben sich viele normale Bürger zu stark überwacht gefühlt und es gab speziell was Handies angeht entsprechende Gegenreaktionen. So gab es beispielsweise vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung eine Handykarten-Tauschbörse. Und jetzt gibt es einen Anbieter Anonyphone.de.

Damit ist die Polizei natürlich jetzt nicht so glücklick und kritisiert den Verkauf von unregistrierten Handy-Karten. Nachvollziehbar. Vorallem wenn ich an meine eigenen Erfahrungen denke (den Typen haben sie meines Wissens nach nie geschnappt). Ich empfand es damals als in Ordnung, dass man sich nicht mehr anonym eine Handykarte kaufen konnte. Nur wer etwas zu verbergen hätte, würde anonym bleiben wollen. Heute sehe ich das anders. Das was den Staat nichts angeht, hat ihn auch nicht zu interessieren. Ich will meine Privatsphäre behalten. Ich will kein vom Staat präventiv überwachter Bürger sein. Ich will wieder einen Staat, der im Interesse der Bürger handelt. Aller Bürger. Daher kann ich diese Aktion vom Anbieter Anonyphone nur begrüßen. Erst wenn wir wieder einen Rechtsstaaat haben, der die Rechte der Bürger achtet, dann wird dieses Angebot nicht mehr benötigt.

Erfahrungsbericht über Mahnungen der Telecall Services GmbH

Donnerstag, den 6. April 2006

Kurze Zusammenfassung:

Ich erhielt am 11.11.2005 die erste Mahnung über 14,32 Euro von Telecall Services GmbH. Angeblich hätte ich einen Erotik-Entertainmentdienst im Internet genutzt. Ich hielt dies erstmal für einen Abzock-Versuch.
Nach der zweiten Mahnung versuchte ich die Firma unter der angegebenen Telefonnummer zu erreichen – ohne Erfolg. Nach der dritten Mahnung teilte ich der Firma per E-Mail mit, dass ich diesen Dienst nicht genutzt habe. Somit müßte meines Erachtens jetzt erstmal die Telecall Services GmbH den Beweis erbringen, dass ich diesen Dienst wirklich genutzt hätte.
Ich erhielt auch einen Tag später eine Antwort. Ich war positiv überrascht. Jedoch wurde mir mitgeteilt, ich wäre für den Missbrauch meiner Daten verantwortlich und müsse Strafanzeige stellen. Die Forderung an mich würde weiterhin bestehen bleiben. Kurz darauf erhielt ich eine erneute Mahnung durch deren Anwalt. Dieser habe ich auch widersprochen – mit Hinweis auf meinen ersten Widerspruch.
Am Freitag, 03.02.2006 war ich bei der Polizei, da ich Anzeige gegen Unbekannt wegen Mißbrauch meiner Daten und Anzeige gegen Telecall Services GmbH wegen ungerechtfertigt gestellten Mahnungen und Unterdruckstetzung stellen wollte. Dort wurde mir mitgeteilt, dass eine Anzeige wenig bringen würde. Auch wurde mir gesagt, dass mein Widerspruch bereits ausgereicht hat.
Trotz des erneuten Widerspruchs/Hinweis auf meine Unschuld hält die Kanzlei an ihrer Forderung fest und zeigt keinerlei Versuch, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich habe bereits zweimal Widerspruch eingelegt und werde erst wieder reagieren, wenn ich einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalte. Ich will nicht weiterhin mein Geld und meine Energie als Unbeteiligter investieren.
Heute (10.03.2006) war wieder ein Schreiben der Kanzlei in meinem Briefkasten. Aber immer noch kein gerichtlicher Mahnbescheid.
Unfassbar!! Es wurde Anzeige wegen Leistungskreditbetrug gegen mich erstattet. Die “Beweise” jedoch entlasten mich.
Die Anzeige stammt nicht von der Telecall, sondern von einem anderen “Opfer”.
Im März erhielt ich wegen meiner Website einen Anruf eines Telecall-Mitarbeiters. Jetzt weiß ich, dass die Telecall eine seriöse Firma ist. Und ich hoffe, dass die ganze Geschichte nun endlich vorbei ist!

Ende (?)

Telefonat mit Telecall

Mittwoch, den 5. April 2006

Vor etwa zwei Wochen hatte mich ein Mitarbeiter der Telecall Services GmbH wegen meiner Website angerufen gehabt. Er hat mir per Telefon gesagt, dass mein Erfahrungsbericht in Ordnung ist und sie diesen als meine Meinung akzeptieren. Nur eine kleine Änderung wäre zu machen. Ich habe diese Änderung gemacht.
Ich hatte noch um eine schriftliche Bestätigung gebeten, dass die Inhalte von Telecall so akzeptiert werden. Diese Bestätigung habe ich noch nicht erhalten. Aber telefonisch wurde mir dies zugesagt.
Durch den Anruf hat die Telecall gezeigt, dass sie eine seriöse Firma ist!
Ich habe mich natürlich gleich schlau gemacht, ob der Nutzer eigentlich auf nicht-jugendfreie Inhalte zugreifen hätte können. Ohne gültige Alterverifizierung war er nur für einen FSK16-Bereich freigeschaltet, nicht aber für ab 18.
Das Mahnverfahren gegen mich kann die Firma jedoch nicht mehr selber stoppen, da es bereits von einem Inkasso-Büro bearbeitet wird. Und ich soll mich bitte an das Inkasso-Büro (eine Anwaltskanzlei) wenden mit Kopie an Telecall.
Dies habe ich auch getan. Per E-Mail. Seitdem habe ich weder von Telecall, noch vom Inkasso-Büro etwas gehört. Auch der angedrohte gerichtliche Mahnbescheid ist noch nicht aufgetaucht. Ich habe zwar um eine Bestätigung gebeten – aber keine Erhalten.
Ich hoffe, dass diese Geschichte nun endlich zu Ende ist!
Ich frage mich jetzt, was man hätte anders machen können, um sowas zu vermeiden.
Der Anbieter und das Inkasso-Büro hätten die Forderung (gründlicher) überprüfen können (aber vermutlich hoher finanzieller Aufwand). Zumindest nach dem ersten Einspruch – oder aber Einsprüche auch mal durchlesen…
Ich hätte vielleicht schon bei der ersten Mahnung die über mich gespeicherten Daten anfordern und der Forderung widersprechen (per E-Mail) können. Eventuell wäre es dann schneller zu einer Einigung gekommen und das Inkasso-Büro wäre nicht eingeschaltet worden.
Andererseits hätte ich auch einfach den Mahnbescheid abwarten und erst bei diesem einen Widerspruch einlegen können.
Wenn ich rechtzeitig mehr Informationen erhalten bzw. im Internet gefunden hätte, wäre das ganze vermutlich nicht so eskaliert.
Oftmals durfte mir keine Auskunft gegeben werden, weil dies eine “illegale Rechtsberatung” wäre. Ich habe auch nicht vor, jemanden zu beraten (ich bin kein Anwalt). Daher bringt es wenig, wenn ihr bei mir anfragt, was man tun soll, wenn man eine ungerechtfertigte Mahnung erhält. Da müßt ihr schon einen Anwalt fragen!

Genaueres zur Anzeige gegen mich

Montag, den 20. März 2006

Ich habe inzwischen nachgeforscht. Die Telecall war es nicht. Ich war auch überrascht. Die Inhaber der Kontoverbindung (die bei der Anmeldung angegeben wurde) haben Anzeige erstattet, da ihr Konto unrechtmäßig mit 4,99 Euro belastet wurde. Die Polizei hatten die über mich gespeicherten Daten erhalten und entsprechende Ermittlungen angestellt und sind dann auf mich gestoßen.
Die meiner Meinung nach unzureichende Überprüfung der Daten durch die Telecall hat dem Täter die Möglichkeit geboten, diesen Dienst auf Kosten anderer und unter falschem Namen zu nutzen. Das einzige was er dazu benötigte war eine nichtregistrierte Telefonnummer – die dank VoIP auch heute relativ leicht anonym zu beschaffen ist, glaube ich.
Interessant bleibt die Frage, ob die Telecall dem Täter Zugang zu den Inhalten für Erwachsenen gewährt hat. Laut deren AGBs dürfte dies nicht der Fall sein! Ich habe nachgefragt und bin auf die Antwort gespannt.
Jedenfalls wurde die “Abfrage der geeigneten Daten” nicht durchgeführt. Weder mein Geburtsdatum noch Kreditkarteninformationen wurden bei mir angefragt. Auch wurde ich nicht gebeten, Unterlagen per Post oder Fax einzusenden.
Aber wenn die “Teilnahme” noch gar nicht möglich war (ist laut AGB erst nach erfolgreich absolvierter Prüfung möglich), ist dann eine Forderung gültig bzw. dürfen die etwas vom Konto abbuchen?
Wenn die Telecall ein wenig professioneller arbeiten würden (z.B. ein sicheres Verfahren zur Überprüfung der Identität ihrer Nutzer), könnte sowas im Vorfeld vielleicht verhindert werden. Ich befürchte jedoch, dass sich viele der “Opfer” einschüchtern lassen oder wegen solchen Beträgen einfach zahlen werden – also warum sollte die Telecall dann ihr Registrierungsverfahren verbessern?
Also liebe Telecall, zeigt Euch bitte etwas kooperativer. Überprüft doch mal, ob es weitere Registrierungen von dieser IP oder mit dieser Telefonnummer ausgeführt wurden. Laßt Euch die “anonymen” Rufnummern der jeweiligen Anbieter geben und setzt diese auf eine Blacklist. Beginnt erst mit der Zahlungsforderung/Abbuchung, wenn die Identität des Benutzers eindeutig nachgewiesen ist. Damit würdet ihr euren Mitmenschen – und auch eurer eigenen Kasse einen großen Gefallen tun.

Zum Thema Telecall: Anzeige wegen Leistungskreditbetrug

Sonntag, den 19. März 2006

.. und zwar gegen mich!?!
Meine Kollegen waren leicht beunruhigt, als die Polizei angerufen hatte. Inzwischen war ich nun auch bei der Polizei und habe meine Stellungsnahme abgegeben.
Ich wurde wegen Leistungskreditbetrug angezeigt.
Daraufhin habe ich mir natürlich die über mich gespeicherten Daten schicken lassen – und jetzt kommts!

  • Ausweiskontrolle noch NICHT durchgeführt
  • Anmeldung am 06.11.2006 um 22:20 von einer IP-Adresse aus Remscheid
    (die Anzeige wurde zufälligerweise auch in Remscheid erstattet!!!)
    Ich war zu diesem Zeitpunkt in München.
  • Eine mir unbekannte Handy-Nummer
    Soweit ich inzwischen rausgefunden habe, wird die Identität über eine Telefonnummer überprüft…
  • Username und Passwort entsprechen nicht meinen Standards
  • Geburtstag: 00.00.0000
  • Bankverbindung in Münster
  • Eine unbekannte E-Mail-Adresse eines Freemail-Anbieters wurde verwendet

Und anhand dieser Daten wollen die Geld von mir? *lol*
Moment? ich hatte mir ja die AGBs durchgelesen, nachdem ich endlich wußte, welchen Dienst ich angeblich genutzt hatte (durch die Anwaltskanzlei).
Im §2 heißt es:

… wird die Volljährigkeit des Nutzers überprüft. Hierzu fragen wir geeignete Daten ab (z.B. Kreditkarteninformation nebst Geburtsdatum) oder lassen uns Unterlagen per Post oder Fax zusenden. Die Teilnahme ist erst erfolgreich absolvierter Prüfung möglich.

Die VOLLJÄHRIGKEIT des Nutzers wurde in meinem Fall NICHT überprüft. Ich habe keine Daten darüber, ob der Dienst für den Nutzer freigeschaltet wurde – demzufolge hätte ich aber auch keine Mahnung erhalten dürfen.

Die vom Nutzer bei der Anmeldung gemachten Angaben werden zu Abrechnungszwecken gespeichert. Dies gilt auch für weitere Daten, mit denen der Nutzer identifiziert werden kann, z.B. Internet-Einwahlnummern.

Ich bin definitiv nicht der Nutzer! Die gespeicherten Daten belegen meiner Meinung nach meine Unschuld. Außerdem gilt in Deutschland das Gesetz “Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist” – aber scheinbar nicht für Opfer der TeleCall-Mahnungen?
Ich befürchte, dass ich KEIN Einzelfall bin – und das die anderen Opfer sich von der Telecall mit den Mahnungen und Anwälten etc. einschüchtern haben lassen. Wenn jemand den Dienst nutzt, muss er ihn natürlich auch bezahlen! Wenn man ihn NICHT nutzt, muss man ihn auch nicht bezahlen!
Falls ich nochmals eine Mahnung einer solchen (für mich sehr unseriös wirkenden) Firma erhalte, werde ich die über mich gespeicherten Daten sofort anfordern. Und falls diese Firma mit solchen “Beweisen” trotz Widerspruch weiter gegen mich vorgeht (z.B. sogar versucht mich anzuzeigen), werde ich Strafanzeige wegen falschen Verdächtigungen mit bedingten Vorsatz gegen die Firma erstatten.

Jugendschutz
Aufgrund der unzureichend durchgeführten Überprüfung der Volljährigkeit habe ich natürlich das Jugendschutz.Net informiert.

Woher kommt meine Adresse?
Aufgrund der IP-Adresse und des Datums habe ich meine eigenen Logfiles durchsucht. Der Täter war 4 Minuten vor der Anmeldung auf meiner Kontakt-Seite! Dort ist mein Name und meine Adresse (siehe dazu auch: Impressums-Pflicht) veröffentlicht.

Im Klartext heißt dies, dass eigentlich jeder von einem Internet-Cafe aus sich bei kostenpflichtigen Diensten der Telecall mit einer falschen Adresse anmelden kann. Adressen kann man sehr leicht aus dem Internet holen. Zur Verifizierung ist eine Telefonnummer erforderlich, die sich – glaube ich – auch leicht beschaffen läßt (gestohlenes Handy, anonyme Voice-over-IP-Dienste usw.).
Ich frage mich, wie viel Geld die Telecall durch solchen Missbrauch bereits verdient hat?

Vertreter der Medien
Liebe Vertreter der Medien,
ich empfinde dieses Vorgehen als unangemessen. Ein solches Vorgehen sollte meiner Meinung nach verboten werden!
Mit ihrer Hilfe – so denke ich – kann man diesem Treiben ein Ende setzen und der Telecall Services GmbH die Möglichkeit geben, ein seriöses und sicheres Identifikations- und Abrechnungsverfahren zu entwickeln.
Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie mit mir diesbezüglich Kontakt aufnehmen.

Meine bisherigen Kosten

  • Post und Telefon: 10,00 Euro
  • 30 Stunden Arbeitsaufwand (50,00 Euro pro Stunde) 1500,00 Euro
    Diese setzen sich zusammen aus Recherchen im Internet, Dokumentation, Beratungsgespräche etc.
  • Fahrtkosten (Stellungsnahme zur Anzeige): 15,20 Euro

Insgesamt sind das also schon 1525,20 Euro.
Dazu kommt noch, dass durch diese Aktion mein Ruf geschädigt wurde. Dorfen ist halt eine kleine Stadt – auch der Anruf der Polizei in der Firma war für meine Kollegen irritierend.
Von seitens Telecall war bisher (trotz mehrfachen Widerspruchs) KEINE Bereitschaft zu erkennen, die gespeicherten Daten zu prüfen und eine Lösung anzustreben. Ein Nachgeben meinerseits würde ich als Legitimation für den Mißbrauch solcher Dienste sehen. Und das will ich definitiv nicht!

Ich habe der Telecall bereits den Vorschlag gemacht, dass sie die gespeicherten Daten bereits mit der ersten Mahnung mitschicken. In der Antwort hieß es, dass sie meine Vorschläge “an die entsprechenden Stellen weiterleiten werden”…

Telecall lebt ja doch noch…

Freitag, den 10. März 2006

… und auch die ungerechtfertigte Forderung an mich. Aber scheinbar hat deren Anwaltskanzlei Angst, mir einen gerichtlichen Mahnbescheid zu schicken – weil man dann nach meinem Widerspruch beweisen müßte, dass ich diesen Dienst genutzt hätte. Und da ich diesen (und auch anderen Erotik-Angebote) nicht genutzt habe, ist dies natürlich nicht möglich.
Ob das Telecall und die Kanzlei weiß? Naja, aufgrund des neuen Schreibens – der ja noch immer kein gerichtlicher Mahnbescheid ist – glaube ich langsam schon. Ich empfinde dieses Verhalten als moralisch sehr verwerflich!
Jedenfalls habe ich die Kanzlei und Telecall erneut darüber informiert, dass ich diesen Dienst nicht genutzt habe. Ob die es jetzt langsam mal checken? Aber das ist deren Geld. Ich warte jetzt wieder den gerichtlichen Mahnbescheid ab.

Nochmal Post vom Anwalt

Mittwoch, den 8. Februar 2006

Da kommt man nach einem anstrengenden Zwei-Tage-Seminar mal wieder nach Hause. Und was haben wir da wieder in der Post? Noch ein Schreiben von der Kanzlei. Eine Antwort auf meinen Widerspruch? Nein, nur eine “Reaktion”.
In diesem Schreiben wurde nicht auf meinem Widerspruch eingegangen. Scheinbar handelt es sich um ein automatisiertes Standardschreiben. Selbst die Zickzack-Unterschrift ist gedruckt und pixlig. Es ist nicht einmal ein zuständiger Anwalt genannt.
Interessant sind auch die Unterstellungen, dass ich “online einen Vertag abgeschlossen” hätte. In der Regel hätte ich auch “eine Bestätigung per E-Mail erhalten”. Weiterhin wird von einer “vereinbarten Vergütung” gesprochen. Also ich habe nichts vereinbart – aber das wissen die Damen und Herren der Kanzlei und der Telecall Services GmbH bereits. Außer sie hätten meinen Widerspruch – deren Erhalt bestätigt wurde – nicht gelesen.

Ich empfinde die Behauptung, mit meiner meiner Meinung nach unseriösen Firma eine Geschäftsbeziehung eingegangen zu sein fast schon als rufschädigend.
Jetzt warte ich mal die “gerichtliche Hilfe” ab. Falls ein Mahnbescheid kommt, werde ich auch diesen Widersprechen. Da ich diesen Dienst weder abonniert noch genutzt habe, kann mir dies auch nicht nachgewiesen werden. Somit belastet mich dieses Thema nicht weiter. Wenn die ihr Geld verschwenden wollen, ihre Sache!

Bei der Polizei

Samstag, den 4. Februar 2006

Die letzten Tage habe ich die Ereignisse mit der Telecall Services GmbH nicht ins Weblog geschrieben. Inzwischen hat mir deren Anwaltskanzlei eine Mahnung geschickt. Da bin ich lieber etwas vorsichtiger.
Da mir die Sache langsam zu bunt wird, sind wir am Freitag zur Polizei gegangen. Eigentlich wollte ich Anzeige gegen die Telecall Services GmbH stellen, da ich das Verhalten dieser Firma mir gegenüber – als Unbeteiligten – als moralisch fragwürdig empfinde. Ich habe das Gefühl, dass man mich mit den Mahnungen, Ablehnung meines Widerspruchs, Drohung mit Mahnverfahren und schließlich der Mahnung vom Anwalt einschüchtern will. Außerdem leidet natürlich mein Ruf darunter. Mir wurde unterstellt, dass ich im Internet deutschsprachige kostenpflichtige Erotikangebote (Pornofilmchen? Wichsvorlagen?) wahrnehmen würde. Ich bin seit 1998 im Internet aktiv. In meiner Vergangenheit habe ich so manche kostenlose internationale Angebote kennengelernt. Aber das gehört der Vergangenheit an!! ;-)
Außerdem wollte ich – um mich rechtlich abzusichern und wie es in der Telecall-E-Mail hieß – Anzeige gegen Unbekannt wegen Mißbrauch meiner Daten erstatten. Das ist aber wohl eigentlich Aufgabe des “Geschädigten”. Und das bin nicht ich, sondern die Telecall Services GmbH. Ich war auch verwundert, dass zu hören. Das Verhalten der Firma mir gegenüber erweckt nicht den Eindruck, dass sie eigentlich die Opfer sind.
Ich finde es eigentlich nicht in Ordnung, dass die “Geschädigten” mit Hilfe von Rechtsanwälten ihren “Schaden” auf die unbeteiligten Personen abwälzen. Stattdessen wäre es vielleicht gut, das Identifikationsverfahren deutlich zu verbessern, um solche Probleme schon im vornherein zu verhindern.
Dies ist meine persönliche Erfahrung mit dieser Firma. Ich bin natürlich kein Rechtsanwalt. Daher kann und darf ich Euch keine Empfehlung geben, wenn Euch ähnliches passiert.

Antwort von Telecall Services GmbH

Dienstag, den 10. Januar 2006

Ich bin positiv überrascht, eine Antwort von info@eurobill.de erhalten zu haben. Aufgrund der Mahnungen und den Recherchen im Internet, dachte ich eigentlich, dass es eine sehr unseriöse Firma sei.
Eventuell hat ja auch jemand, der mich ärgern will, meine Daten angegeben gehabt. Während meiner Zeit in der Berufsschule hatten einige meiner Klassenkameraden auf meinen Namen einen Analdildo bestellt. Ich habe den Anbieter darauf hingewiesen, dass ich dieses Objekt nicht bestellt hatte. Die IP-Adresse des Bestellers war die Berufsschule – nur an diesem Tag war ich krank. Den Rest hat der Anbieter mit der Schule ausgemacht. Die Täter wurden nicht ermittelt. Aber sind sicherlich inzwischen Arbeitslos (das waren lauter Vollidioten) – also bestraft genug.
Aber zurück zu diesen Telecall-Mahnungen. In Dorfen wüßte ich einige Personen die über genug kriminelle Energie verfügen, jedoch sind das absolute Super-DAUs (“Dümmste Anzunehmende User”). Also wenn die ein Türklingel bedienen können, ist das schon ein Fortschritt.
Was die TeleCall Services GmbH geantwortet hat? Sie haben bestätigt, dass sie meine Mail erhalten haben und dass das Mahnverfahren gegen mich erst eingestellt werden kann, wenn der offene Betrag auf deren Konto sei. Bei Mißbrauch (wie oben genannt) müßte ich Strafanzeige bei der Kriminalpolizei stellen. Die Forderung ginge weiterhin zu meinen Lasten.
Ich habe wieder geantwortet. Also einmal würde ich nur eine Strafanzeige gegen TeleCall Services GmbH stellen, da sie mir unaufgefordert eine Mahnung geschickt hat (ohne dass ich ein Angebot genutzt habe und auch keine Rechnung erhalten habe). Scheinbar ist die Firma nicht in der Lage ihre Kunden richtig zu überprüfen – diese Aufgabe soll ich jetzt übernehmen? Nee.
Die Mail haben wir jedoch dann sehr zurückhaltend formuliert.
“Mir erscheint der Aufwand, als Unbeteiligter Anzeige gegen Unbekannt zu stellen, zu groß. Ich habe keine Möglichkeit festzustellen, wer meine Daten mißbraucht haben könnte. Bei Internet-Recherchen habe ich gesehen, dass Sie bei ihren Angeboten die IP-Adresse der Nutzer speichern. Bitte überprüfen sie die Kundendaten anhand der gespeicherten IP-Adresse.”
Auch habe ich nochmal erwähnt, dass ich nicht zur Zahlung verpflichtet und auch nicht bereit bin.

Telecall Services GmbH Mahnung

Montag, den 9. Januar 2006

Bei der Überprüfung meiner Statistik habe ich sehr viele Zugriffe über den Suchbegriff Telecall Services GmbH festgestellt. Diese scheinbar unseriöse Firma ist telefonisch nicht erreichbar. Die Nummer scheint gefakt zu sein – wie die Mahnungen.
Mehr dazu in den Foren: Computerbetrug.de und Dialerschutz.de: Telecall Services GmbH und Telecall Services GmbH.
Aufgrund der Beiträge im Forum habe ich mich entschlossen eine E-Mail an info@eurobill.de geschickt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bezugnehmend auf ihre zweite Mahnung vom 05.12.2005 (Ihr Zeichen: [Mein Zeichen]) teile ich ihnen mit, dass ich keines ihrer Angebote genutzt habe, dass ich mit ihnen keinen Vertrag abgeschlossen habe und daher auch weder zur Zahlung verpflichtet noch bereit bin.
Ich vermute, dass sich jemand mit meiner Adresse angemeldet hat.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Heidinger

Ich bin mal gespannt was passiert. Ich werde berichten.


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