Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Kirche und Internet

Montag, den 29. März 2010

Es ist eigentlich immer wieder faszinierend zu sehen, wie Gesetze geschaffen werden, mit denen man beispielsweise gegen Mißbrauch von Kindern vorgehen möchte. Eines davon war die Vorratsdatenspeicherung. Schockierend ist aber dann die Tatsache, dass genau eine Berufsgruppe, die in letzter Zeit immer mal wieder wegen genau dem vorhin genannten Thema, von diesen Gesetzen ausgenommen werden. Der Arbeitgeber dieser Berufsgruppe ist dabei auch nicht gerade für seine Transparenz auf Aufklärungsbereitschaft bekannt. Angeblich wird sogar der Unterhalt von bis zu drei unehelichen Kindern bezahlt. Ausgerechnet dieser Arbeitgeber bietet dann auch noch eine Hotline für Opfer an…

Okay, in der Kirche gibt es auch sehr viele Mitmenschen, die an das Gute im Menschen glauben, ihre Aufsichtspflicht nicht mißbrauchen und auch Gutes tun. Nur die wenigen schwarzen Schafe werden in den Medien hochgeschaukelt. Ist halt interessanter. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Internet. Auch dort gibt es sehr viele Mitmenschen, die Gutes tun. Und ein paar schwarze Schafe, an denen sich die Medien aufgeilen. Und natürlich von überwachungssüchtige Politiker für verfassungswidrige Gesetze mißbraucht werden.

Ob diese Politiker auch ihre Gesetze gegen die Kirche machen würden? Welche Gesetze wurden den erarbeitet, um den Mißbrauch von Kindern durch Kirchenmitglieder zu unterbinden? Gab es irgendwelche Wünsche an der Kirchen-Tür ein großes Stoppschild aufzuhängen? Überwachungskameras in der Kirche? Nacktscanner in der Kirche? Nö, an die Kirche trauen sich die Politiker nicht ran.

Was mich auch etwas irritiert ist die Tatsache, das der Staat für die Kirchen die Gebühren über eine Kirchensteuer einsammelt, während der öffentlich-rechtliche Rundfunk hier ein komplex Geldeintreibermodell mit der GEZ entwickelt hat. Sinnvoller wäre es doch, wenn auch die Kirche eine KEZ (Kirchengeld Eintreib Zentrale) hätte und die Gebühren gerätebezogen einziehen würde. Jedes Kreuz gilt dabei als Gebetsempfangsgerät. Für Kreuze kleiner als 5cm wird nur die verminderte Gebühr verlangt.

Fazit: Die Kirche darf kein rechtsfreier Raum sein! Auch in der Kirche müssen – wie in der realen Welt und im Internet – Gesetze gelten und eingehalten werden.

Meine Meinung basiert auf der Erfahrung, die ich als evangelisches Kind in Bayern machen durfte. Inzwischen bin ich aus der Kirche ausgetreten, da man für seine Glauben nicht an eine selbsternannte stellvertreter Gottes zahlen muß, um Glauben zu können. Ich habe in der Vergangenheit aber auch sehr viele Kirchenmitglieder kennengelernt, die Gutes tun. Insgesamt war da auch nur ein Pfarrer dabei, der ein gestörtes sexuelles Verhalten hatte. Seine Annäherungsversuche mir gegenüber waren erfolglos. Inzwischen ist er wohl nach langjähriger Behandlung geheilt.

Provider-Software

Mittwoch, den 7. Januar 2009

Man braucht keine spezielle Software, um ins Internet zu gehen. Vorallem keine von seinem Provider. Jeder Rechner hat bereits die benötigte Software vorinstalliert. Die Einwahl sollte meiner Meinung nach sowieso eine kleine Box (vorzugsweise von der Firma AVM) erledigen und die Rechner sich ganz normal über LAN oder WLAN verbinden lassen. Dazu wird keine spezielle Provider-Software benötigt. Und wenn doch: Provider wechseln!!

Okay, es gibt natürlich auch bestimmte vorinstallierte Software, die man nicht umbedingt verwenden sollte. Für ein sicheres, stabiles und vorallem schnelles Surfen im Internet verwende ich Firefox. Als Alternative habe ich noch Opera installiert. Google Chrome und Safari sind eine schöne Spielerei aber ich würde sie nicht produktiv einsetzen. Und den auf den meisten Rechnern vorinstallierte Browser benötigt man, um Firefox herunterzuladen und Updates für sein Betriebssystem zu installieren.

Zwar ist der Router schon eine gute Firewall und mit den richtigen Einstellungen werden Angriffe von außen abgewehrt – aber eine Desktop-Firewall ist mindestens genauso sinnvoll, wie ein Virenscanner. Beides sollte auf einen Rechner vorhanden sein. Muß aber nicht umbedingt der gleiche Hersteller sein ;-)

Aber Software seines Providers sollte man nicht installieren – das führt nur zu Problemen und macht vieles komplizierter. Ich frage mich nur, warum die Hersteller trotzdem ihre Kunden mit benutzerunfreundlicher Software, zusätzlichen Hürden und teilweise vorgekautem Internet verärgern wollen? Ich kenne keinen sinnvollen Grund. Vorallem nervt es mich, dass die Software die Standardkonfiguration der Netzwerkeinstellungen verändert? Wollen die damit vortäuschen, dass es ohne deren Software komplizierter wäre?

Besuch von der Telekom

Freitag, den 17. Oktober 2008

Gerade eben hatte ich Besuch von einer jungen blonden Frau mit einer schwarzen T-Com-Jacke. Die Telekom hätte ein neues Angebot, wodurch wir für weniger Geld mehr Leistung bekommen würden. Sie bräuchte dazu unsere letzte Telefonrechnung und wollte auch wissen, wer der Anschlussinhaber sei.

Ich habe ihr natürlich nicht vertraut und auch wenig brauchbare Antworten gegeben. War es wirklich jemand von der Telekom? Dann sollten sie zumindest diese Daten bereits haben.

Mir war auch klar, dass sie auch nach dem Fernsehanschluss fragen wird, was sie auch tat. Allerdings nicht, weil ich sie für einen GEZ-Spitzel halte, sondern weil die ganzen Kommunikationsanbieter inzwischen auch Fernsehen mit anbieten wollen. Ich sagte ihr, dass wir kein Fernsehen haben. Da war sie etwas überrascht. Auf die Frage nach “Sport schauen”, meinte ich, dass ich das doch lieber selber mache – auch wenn man das nicht gleich sieht *g*. Außerdem, wenn ich mich verdummen wollen würde, könnte ich mir auch bestimmte Zeitungen kaufen…

Auch ihr Argument mit VDSL (Internet über Glasfaser) mit bis zu 25 MBit/s konnte mich nicht überzeugen. Dann müßte ich vermutlich meine Fritz!Box durch ein T-Com-Gerät ersetzen… Ich weiß nicht, ob T-Com da hochwertige Geräte von AVM verwendet (In machen T-Com-Boxen stecken Fritz!Boxen) oder dann doch wieder irgendwelchen billigen Eigenschrott. Außerdem bringt mir das nicht viel, wenn ich vor der Haustür eine 25spurige Autobahn habe, aber die Server die ich ansurfe nur über einen Feldweg erreichbar sind.

Schließlich wollte ich dann aber doch wissen, was es der Telekom bringen würde, uns mehr Leistung für gleiche oder geringere Kosten anzubieten? Sie sprach von Kundenzufriedenheit. Hatte aber auch erwähnt, dass die alten Kupferleitungen bis 2009 ersetzt werden sollen… ich denke, dass es hier vorallem auch um die Vertragslaufzeit geht.

Überraschung! Schon wieder hat es geklingelt. Diesmal ist es schon wieder ein Telekom-Mitarbeiter. Der labert genauso schnell – hat mir aber auch gleich einen Ausweis gezeigt. Scheint doch echt zu sein.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihn zu fragen, warum er nicht weiß, wer der Anschlussinhaber sei. Als Außendienstmitarbeiter dürfte er wegen Datenschutz keine Liste der Kunden mitführen, war seine Antwort.

Er hat es dann noch mit einem Entertainment-Paket versucht, wo auch ein Receiver dabei wäre und ich könnte damit zeitversetzt fernsehen… Auch wenn es mich nicht interessieren würde, wäre es doch kostenlos dabei. Naja, der Typ redet genauso schnell wie ich tippe. Allerdings meinte ich am Anfang des Gesprächs, dass bereits seine Kollegin da war – und erst nach fünf Minuten (= halben Roman erzählt) hat er begriffen, dass seine Kollegin schon da war.

Will die Telekom ihre Kunden jetzt vergraulen? Das sind ja fast die gleichen unseriösen Machenschaften wie ich sie bereits bei einem anderen rotem Anbieter kennengelernt hatte. Meine Ohren brauchen jetzt eine Erholung.

Florian mit Ohrenschutz

Florian mit Ohrenschutz

Machtkampf beim Webbrowser

Dienstag, den 2. September 2008

Nun hat Google auch endlich einen Webbrowser rausgebracht. War eigentlich nur eine Frage der Zeit. Es wird natürlich jetzt im Browser-Markt sehr spannend. Nun gibt es drei große Konzerne, die sich gegenseitig bekämpfen.

Microsoft hatte mit den IE6 vor langer Zeit den Netscape vom Markt verdrängt, ist aber dann lange in der Entwicklung stehen geblieben. Der IE7 ist weitesgehend gefloppt und wurde vorallem nur durch Zwangsupdates verbreitet. Der kommende IE8 scheint aber gar nicht mal so schlecht zu werden. Allerdings hat Microsoft den Vorteil, dass der Internet Explorer bei Windows vorinstalliert ist und daher erstmal eine sehr hohe (Zwangs-)Verbreitungsgrad hat. Alle anderen Browser muß der Benutzer erstmal herunterladen und installieren.

Apple versucht mit seinen Safari (Vorinstalliert beim Mac) jetzt auch mit der Windows-Version ein wenig vom Webkuchen abzubekommen. Allerdings hat die dreier Version noch einige Mängel, was die Sicherheit angeht. Apple hat mit seinem Update-Programm für iTunes/Quicktime einigen Nutzer auch den Safari unterjubeln können – was meiner Meinung nach nicht so ganz die feine Art ist. Die Version 4 von Safari soll sehr schnell sein.

Und nun ist auch Google mit einem eigenen Browser vertreten. Ob nun auch Google versuchen wird über irgendwelche Hintertürchen den Browser auf den Desktop zu platzieren? Viele Computer-Interessierten werden sich diesen Browser wohl sowieso installieren. Aber die breite Masse der Internet Explorer-Nutzer – die wohl den Internet Explorer nutzt, weil Programme zu installieren etwas komplizierter ist – wird man so wohl nicht bekommen. Google Chrome stellt daher wohl eher eine Gefahr für Mozilla und Opera dar. Andererseits gilt Google als fleißiger Datensammler und viele könnten Angst um ihre Daten bekommen, wenn nun auch noch das Surfverhalten von Google noch genauer protokolliert und ausgewertet werden könnte. Dagegen spricht jedoch, dass es Open Source sein soll. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der eine oder andere Nutzer Googles Browser nach genau solchen Mechanismen durchsuchen und darüber berichten wird ;-)

Neben den drei Konzernen gibt es natürlich noch die Firma Opera, deren Browser oftmals als Vorlage für tolle Features der anderen Browser diente ;-). Ich kann mich noch an die werbefinanzierte Opera-Version erinnern – das waren noch Zeiten. Jeder Webentwickler sollte Opera ebenfalls auf seinem Rechner installiert haben.

Und dann ist da noch Mozilla mit dem meiner Meinung nach besten Webbrowser Firefox. Wer das Internet wirklich genießen will, der muß sich Firefox installieren. Mozilla können sich ganz auf die Weiterentwicklung ihres Webbrowser konzentrieren.

Update: siehe dazu auch den heise-Artikel: Googles Webbrowser Chrome wühlt das Web auf

Telefonmarketing für DSL

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Viele Anbieter streiten sich um die DSL-Kunden. So versuchen auch seit einiger Zeit Handy-Anbieter in diesen Markt reinzukommen. So auch mein Handy-Anbieter. Also wurde ich heute Mittag auf meinem Handy angerufen. Ich hätte angeblich bereits schon das Angebot per SMS erhalten und wie meine Meinung dazu wäre. Ich habe vor kurzem nur eine Nervmail:

“Sie nutzen seit einiger Zeit Ihre persönliche Mailbox nicht mehr. Dabei gehört Sie doch automatisch kostenlos zu Ihrem Handy und bietet Ihnen viele Vorteil. Doch nur dann, wenn Sie eingeschaltet ist!”…

Warum der Anbieter das letzte “Sie” großgeschrieben hat – obwohl dies für die Mailbox steht – ist mir nicht ganz klar. Aber das ich keinen Hinweis auf die Kosten in der Mail, noch in der verlinkten Seite finde, empfinde ich persönlich als Unverschämtheit. Zwar heißt es, dass weder ein Anschlusspreis noch eine monatliche Grundgebühr anfällt. Und auch, dass ich über jede eingegangene Nachricht kostenlos per SMS benachrichtig werde – und das sogar im Ausland. Aber was kostet es mich, die eingegangenen Nachrichten abzurufen? Erst nach längerer Suche finde ich dann den Hinweis, dass mich das Abfragen der Mailbox außerhalb der Homezone 19 Cent/Minute kostet. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass dies kostenlos sei.

Das mit dieser Nervmail hatte ich zwar kurz erwähnt, bin aber selber erstmal nicht näher darauf eingegangen. Also zurück zum Angebot. DSL4000 für 30 Euro im Monat? DSL4000? Sehe ich so aus, als hätte ich genug Zeit, um mich über Feldwege ins Internet einzusteigen? Hey, ich habe ne mehrspurige Autobahn mit 16.000 kbit/s. Ach, die haben die auch. 35 Euro pro Monat. Muß ich jetzt noch einen Telekomanschluss haben oder nicht? Das hat sich mir beantwortet – aber erstmal mußte sie über andere Anbieter schimpfen, die gerne sowas verheimlichen usw. usw. usw. Insgesamt hat sie eigenltich sehr viel geredet. Und dann meinte sie auch, dass wir einen tollen Router von denen bekommen würden. Ich fragte nach, ob es sich dabei um die Fritz!Box handeln würde. Nö, deren Router sei besser.

Bitte? Besser als die Fritz!Box? Okay, die Fritz!Box 7170 gibt es jetzt schon seit einiger Zeit. Aber damals war sie ihrer Zeit weit vorraus – und heute teilweise immer ncoh. Als sie dann irgendwas von schlechter Sprachqualität, wenn man gleichzeitig surfen würde, erwähnte, war ich doch etwas irritiert. Angeblich hätten sich Kunden über schlechte Sprachqualität bei der Fritz!Box geäußert. Also ich habe da noch keine Probleme festgestellt. Aber ich kann mich dunkel erinnern, dass es mal vor sehr langer Zeit eine Firmware von AVM gab, die so ein Sprachqualitätsproblem bei der Fritz!Box beheben würde. Sie hat das mal so stehen gelassen und mir dann die anderen Vorteile deren Router erklärt. Man könne WLAN nutzen, vier Computer anschließen. Zwei analoge Telefone. Ein digitales Telefon. Zwei PCs. Vier Telefone… Irgendwie ist diese Aufzählung irritierend. Ich schaue mir das lieber nochmal auf der Website an: 2 analoge Geräte (z.B. Telefon/Fax), 1 ISDN-Endgerät, 4 PCs/Notebooks (LAN) sowie eine WLAN-Schnittstelle. Hat also schonmal ähnliche Anschlüsse wie meine Fritz!Box. Ich habe mal gefragt, ob ich eine USB-Festplatte dort anschließen kann, um diese als Netzlaufwerk zu nutzen – sie hat aber dann mit den Vorteilen des Tarifes weitergemacht. Also mir gefällt der Router von denen nicht. Ich glaube, dass der weder als Anrufbeantworter genutzt werden kann, noch USB-Geräte unterstützt. Wie schonmal erwähnt. Die Fritz!Box ist den anderen einfach vorraus.

Bei den Tarifen halt das übliche. Kostenlos ins deutsche Festnetz und das eigene Mobilfunknetz. So ne Family-Option mit mehreren SIM-Karten wäre da noch dabei.

Grundsätzlich ist das Angebot zwar interessant. 24 Monate Vertragsbindung und 30 bzw. 35 Euro pro Monat + paar Cent fürs Telefonieren in andere Handynetze. Aber ist wohl auch nur in größeren Städten verfügbar. Ein Verfügbarkeitstest mit meiner alten Dorfener Adresse ist negativ ausgefallen. Verglichen mit unserem jetzigen Anbieter sind das zwar 15 Euro im Monat weniger (bei DSL16000) – aber bei solchen Kampfpreisen bei den neuen DSL-Anbietern kann man ganz schön auf die Nase fliegen. Die Gefahr, dass irgendwas nicht klappt und man dann Ewig in der Warteschlange kostenpflichtiger Hotlines rumhängt ist einfach zu groß. Wir bleiben jetzt erstmal bei einem großen, erfahrenen Anbieter, dessen Kinderkrankheiten bereits geheilt sind. Ich will Internet. Und da bin ich nicht so experimentierfreudig. Es soll funktionieren. Wer billig will, kriegt billig.

Ich habe sie dann nochmal gefragt, wie ich diese unerwünschten Werbemails (Mailbox) stoppen kann. Sie meinte nur, dass sie dafür nicht zuständig ist und sich daher dort nicht auskennt. Bevor meine Kollegen vor Lachen am Boden liegen, habe ich das Gespräch beendet gehabt.

Bin ja schon auf den nächsten Anruf gespannt. Ich habe mir schon mal einige Gedanken für Themen gemacht:

  • Verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung:
    Welche Daten  werden dort über mich gespeichert. Und ob die auch sauber getrennt von den Abrechnungsdaten und gegen unrechtmäßige Zugriffe geschützt seien. Und ob sie auch auf die  Verfassungsbeschwerde hoffen bzw. die Ausnahmeregelung nutzen.
    Auch würde mich doch sehr interessieren, wie hoch die Kosten für diese zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen seien
  • Wie kann man sich gegen unerwünsche Werbeanrufe schützen. Gibt es auch Fangschaltungs- und Belästigerabwimmel-Funktionen
  • Wie zuverlässig ist deren Internetanbindung. Wie hoch ist die garantierte Verfügbarkeit und welche Summen stehen mir als Entschädigung bei einem Ausfall zu.
  • Gibt es auch kostenlose Servicenummern, wo Menschen rangehen oder muß ich dem Automat etwas vorsingen?

Aber sind die Anrufer wirklich das pure Böse und man muß es bekämpfen? Oder sind das nur andere Opfer unseres Systems, die auch ein wenig Geld verdienen müssen?

Aus dem Logfile der Fritz!Box

Dienstag, den 8. Januar 2008

07.01.08 13:30:01 DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung).
07.01.08 13:30:31 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
07.01.08 13:30:42 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
07.01.08 13:30:59 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 17691/1183 kbit/s).

Hach, ist das schön. Installation problemlos. Ausfall minimal. Anbieter: T-Home. Hardware: AVM’s Fritz!Box Fon WLAN (7170) in schwarz (damals von 1&1).

Zum Testen habe ich gestern noch ein paar Downloads gestartet und so ein Datenvolumen von 8028 MB (286MB gesendet / 7742MB empfangen) erreicht. Die Online-Zeit für den gestrigen Tag wird mti 23:57 angegeben. Durch die Umstellung gab es gestern insgesamt 10 Verbindungen. Das sind im aktuellen Monat 21 Verbindungen. Letzten Monat hatten wir insgesamt 34 Verbindungen (entspricht 1,1 Verbindungen pro Tag).

Handy und Internet

Dienstag, den 2. Oktober 2007

Gestern Abend war ich bei einer qualitative Marktforschung. Dabei saß ich mit unterschiedlichen Männern in einem Raum am Tisch und wir haben über Dienste fürs Handy diskutiert. Auf dem Tisch standen einige leckere (14) Schnitten und Süßwaren, sowie Getränke. Über dem Tisch hangen zwei Mikrophone die vermutlich mit der Kamera in der Ecke verbunden waren. Hinter einem großen Spiegel saßen vermutlich die Auftraggeber und beobachteten das Geschehen. Die Moderatorin hatte es nicht leicht, unsere Diskussion zu steuern ;-) Wir sind immer wieder etwas abgeschweift (englisch: rambling) und haben auch gerne über bestimmte Themen länger diskutiert. Insgesamt hat das ganze jetzt etwa zwei Stunden gedauert. Es war sehr faszinierend. Ich muß öfters sowas machen.

“Location Based Services” – zu Deutsch: Standardortbezogene Mehrwertdienste war  eines der zentralen Themen. Ich verstehe darunter vorallem die Lokale Suche bzw. OVIs (Ort-von-Interesse bzw. englisch: Point-of-Interest). Beispielsweise könnte ich mein Handy fragen, wo sich das nächste Kino befindet. Das Handy muß dementsprechend aber wissen, wo ich mich befinde. Das ist natürlich mit jedem Handy technisch kein Problem mehr. Anhand der Basisstation, wo sich mein Handy einloggt, kann die Position einigermaßen genau bestimmt werden. Dies funktioniert in den größeren Städten sehr gut – auf dem Land ist es jedoch relativ ungenau. Einige Telefonanbieter haben dies bereits als Dienst angeboten. Mit einem integrierten GPS-Empfänger (Global Positioning System) bzw. vielleicht bald in Europa ein Galileo-Empfänger kann die Position jedoch schon sehr genau ermittelt werden. Dieses System wir bereits für die ganzen Navigationssysteme verwendet.

Das Ganze ist insofern praktisch, dass z.B. Eltern sehen könne, wo sich ihr Kind gerade befindet. Allerdings kann auch der Provider sehen, wo sich ein Kunde befindet – oder auch der Staat sehen, wo sich ein Bürger befindet. Ob nun die vom Staat geforderte verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung sich auch auf die Position des Handy-Nutzers bezieht, ist mir nicht ganz klar. Es heißt, das Verbindungsdaten gespeichert werden sollen. Wenn sich ein Handy mit einer Station “verbindet”, dann fallen auch Daten an. Im schlimmsten Fall kann der Staat also den Weg meines Handys genau verfolgen. Und das ganze sechs bis 24 Monate.

Wenn man mal diese Befürchtung weiterspinnen: Ein Einbruch. Über die Vorratsdatenspeicherung weiß die Polizei, wer sich zum Zeitpunkt des Einbruchs in der Nähe befunden haben müßte. Diese Personen gelten automatisch als potentielle Einbrecher. Oder man bekommt eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung, weil in der Nähe ein Unfall passiert ist – von dem man aber selber vielleicht gar nichts mitbekommen hat. Ein “Gefährder” war vor 3 Monaten in einer Bar in München. Es waren auch mehrere andere Personen zufällig anwesend (ermittelt über Handyposition) – diese werden nun auch überwacht?

Diese Gedanken habe ich nicht mitgeteilt gehabt. Es gab den Einwand, dass sich der Nutzer überwacht fühlen könnte und deswegen wohl bestimmte Dienste nicht nutzen würde. Meine Anmerkung, dass der Nutzer sowieso überwacht wird und  ihm durch diesen Dienst dies nur bewußt werden könnte, wurde jedoch ignoriert. Technisch sind die Anbieter in der Lage. Nur die Speicherung der Daten ist im Moment noch ein Problem für die Anbieter – aber das müssen sie aufgrund der geforderten Vorratsdatenspeicherung sowie lösen. Ob jetzt nehmen SMS-Verbindungen und Telefonieverbindungen auch noch die Adressen der aufgerufenen Websites oder die Position mitgespeichert wird, ist dann nur noch Nebensache.

Grundsätzlich muß ich aber sagen, dass ich mit meinem Handy zufrieden bin. Es ist zwar schon über zwei Jahre alt, kann aber alles, was ich brauche: Navigation, Terminverwaltung, Kontakte. Ach ja, und gelegentlich auch telefonieren.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: