Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Telefonmarketing für DSL

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Viele Anbieter streiten sich um die DSL-Kunden. So versuchen auch seit einiger Zeit Handy-Anbieter in diesen Markt reinzukommen. So auch mein Handy-Anbieter. Also wurde ich heute Mittag auf meinem Handy angerufen. Ich hätte angeblich bereits schon das Angebot per SMS erhalten und wie meine Meinung dazu wäre. Ich habe vor kurzem nur eine Nervmail:

“Sie nutzen seit einiger Zeit Ihre persönliche Mailbox nicht mehr. Dabei gehört Sie doch automatisch kostenlos zu Ihrem Handy und bietet Ihnen viele Vorteil. Doch nur dann, wenn Sie eingeschaltet ist!”…

Warum der Anbieter das letzte “Sie” großgeschrieben hat – obwohl dies für die Mailbox steht – ist mir nicht ganz klar. Aber das ich keinen Hinweis auf die Kosten in der Mail, noch in der verlinkten Seite finde, empfinde ich persönlich als Unverschämtheit. Zwar heißt es, dass weder ein Anschlusspreis noch eine monatliche Grundgebühr anfällt. Und auch, dass ich über jede eingegangene Nachricht kostenlos per SMS benachrichtig werde – und das sogar im Ausland. Aber was kostet es mich, die eingegangenen Nachrichten abzurufen? Erst nach längerer Suche finde ich dann den Hinweis, dass mich das Abfragen der Mailbox außerhalb der Homezone 19 Cent/Minute kostet. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass dies kostenlos sei.

Das mit dieser Nervmail hatte ich zwar kurz erwähnt, bin aber selber erstmal nicht näher darauf eingegangen. Also zurück zum Angebot. DSL4000 für 30 Euro im Monat? DSL4000? Sehe ich so aus, als hätte ich genug Zeit, um mich über Feldwege ins Internet einzusteigen? Hey, ich habe ne mehrspurige Autobahn mit 16.000 kbit/s. Ach, die haben die auch. 35 Euro pro Monat. Muß ich jetzt noch einen Telekomanschluss haben oder nicht? Das hat sich mir beantwortet – aber erstmal mußte sie über andere Anbieter schimpfen, die gerne sowas verheimlichen usw. usw. usw. Insgesamt hat sie eigenltich sehr viel geredet. Und dann meinte sie auch, dass wir einen tollen Router von denen bekommen würden. Ich fragte nach, ob es sich dabei um die Fritz!Box handeln würde. Nö, deren Router sei besser.

Bitte? Besser als die Fritz!Box? Okay, die Fritz!Box 7170 gibt es jetzt schon seit einiger Zeit. Aber damals war sie ihrer Zeit weit vorraus – und heute teilweise immer ncoh. Als sie dann irgendwas von schlechter Sprachqualität, wenn man gleichzeitig surfen würde, erwähnte, war ich doch etwas irritiert. Angeblich hätten sich Kunden über schlechte Sprachqualität bei der Fritz!Box geäußert. Also ich habe da noch keine Probleme festgestellt. Aber ich kann mich dunkel erinnern, dass es mal vor sehr langer Zeit eine Firmware von AVM gab, die so ein Sprachqualitätsproblem bei der Fritz!Box beheben würde. Sie hat das mal so stehen gelassen und mir dann die anderen Vorteile deren Router erklärt. Man könne WLAN nutzen, vier Computer anschließen. Zwei analoge Telefone. Ein digitales Telefon. Zwei PCs. Vier Telefone… Irgendwie ist diese Aufzählung irritierend. Ich schaue mir das lieber nochmal auf der Website an: 2 analoge Geräte (z.B. Telefon/Fax), 1 ISDN-Endgerät, 4 PCs/Notebooks (LAN) sowie eine WLAN-Schnittstelle. Hat also schonmal ähnliche Anschlüsse wie meine Fritz!Box. Ich habe mal gefragt, ob ich eine USB-Festplatte dort anschließen kann, um diese als Netzlaufwerk zu nutzen – sie hat aber dann mit den Vorteilen des Tarifes weitergemacht. Also mir gefällt der Router von denen nicht. Ich glaube, dass der weder als Anrufbeantworter genutzt werden kann, noch USB-Geräte unterstützt. Wie schonmal erwähnt. Die Fritz!Box ist den anderen einfach vorraus.

Bei den Tarifen halt das übliche. Kostenlos ins deutsche Festnetz und das eigene Mobilfunknetz. So ne Family-Option mit mehreren SIM-Karten wäre da noch dabei.

Grundsätzlich ist das Angebot zwar interessant. 24 Monate Vertragsbindung und 30 bzw. 35 Euro pro Monat + paar Cent fürs Telefonieren in andere Handynetze. Aber ist wohl auch nur in größeren Städten verfügbar. Ein Verfügbarkeitstest mit meiner alten Dorfener Adresse ist negativ ausgefallen. Verglichen mit unserem jetzigen Anbieter sind das zwar 15 Euro im Monat weniger (bei DSL16000) – aber bei solchen Kampfpreisen bei den neuen DSL-Anbietern kann man ganz schön auf die Nase fliegen. Die Gefahr, dass irgendwas nicht klappt und man dann Ewig in der Warteschlange kostenpflichtiger Hotlines rumhängt ist einfach zu groß. Wir bleiben jetzt erstmal bei einem großen, erfahrenen Anbieter, dessen Kinderkrankheiten bereits geheilt sind. Ich will Internet. Und da bin ich nicht so experimentierfreudig. Es soll funktionieren. Wer billig will, kriegt billig.

Ich habe sie dann nochmal gefragt, wie ich diese unerwünschten Werbemails (Mailbox) stoppen kann. Sie meinte nur, dass sie dafür nicht zuständig ist und sich daher dort nicht auskennt. Bevor meine Kollegen vor Lachen am Boden liegen, habe ich das Gespräch beendet gehabt.

Bin ja schon auf den nächsten Anruf gespannt. Ich habe mir schon mal einige Gedanken für Themen gemacht:

  • Verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung:
    Welche Daten  werden dort über mich gespeichert. Und ob die auch sauber getrennt von den Abrechnungsdaten und gegen unrechtmäßige Zugriffe geschützt seien. Und ob sie auch auf die  Verfassungsbeschwerde hoffen bzw. die Ausnahmeregelung nutzen.
    Auch würde mich doch sehr interessieren, wie hoch die Kosten für diese zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen seien
  • Wie kann man sich gegen unerwünsche Werbeanrufe schützen. Gibt es auch Fangschaltungs- und Belästigerabwimmel-Funktionen
  • Wie zuverlässig ist deren Internetanbindung. Wie hoch ist die garantierte Verfügbarkeit und welche Summen stehen mir als Entschädigung bei einem Ausfall zu.
  • Gibt es auch kostenlose Servicenummern, wo Menschen rangehen oder muß ich dem Automat etwas vorsingen?

Aber sind die Anrufer wirklich das pure Böse und man muß es bekämpfen? Oder sind das nur andere Opfer unseres Systems, die auch ein wenig Geld verdienen müssen?

Streit ums iPhone

Montag, den 3. Dezember 2007

Der Streit ums IPhone ist eigentlich sehr interessant. Vodafone befürchtet, dass auch andere Handy-Hersteller am Umsatz durch die Mobilfunknutzung beteiligt werden will. Und so unwahrscheinlich ist das doch gar nicht. Es wird vermutlich über kurz oder lang sowieso so kommen. In anderen Bereichen gibt es sowas schon längst. Als pauschale. So bekommt die Musikindustrie mit jedem verkauften CD-Rohlinge einen entsprechenden Anteil. Die Firmen produzieren die Rohlinge und verkaufen diese, aber die Musikindustrie bekommt das Geld. Schließlich könnte darauf ja Musik gebrannt werden. Und auch bei Druckern und Kopierern wurde (oder sollte?) eine entsprechende Abgabe eingeführt werden – weil man ja urheberrechtlich geschützte Texte und Bilder kopieren oder ausdrucken könnte. CD- und DVD-Brenner ja sowieso. Also warum sollten jetzt die Handy-Hersteller nicht auch am Umsatz beteiligt werden?

Parallelen sehe ich da auch beim Autoren-Streik in den USA. Auch hier will man sich an den Umsätzen beteiligen.

Aber zurück zu den Handys. Gelten da nur Umsätze, die mit der jeweiligen Hardware erzeugt werden? Wenn ja, dann müßte der Handy-Anbieter zusätzlich zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung auch immer das Handy-Modell mitspeichern, damit der Anbieter auch den richtigen Umsatz an den Hersteller zahlen kann. Oder bekommt Apple zwei Jahre lang den Umsatz, auch wenn das IPhone nach drei Tagen kaputt geht und ich mir dann ein richtiges Handy kaufe (weil ich ja sicher nicht aus dem Vertrag raus kann). Wo sollte aber das Geld der unverwüstlichen Siemens-Handys hingehen? Fragen über Fragen.

Handy und Internet

Dienstag, den 2. Oktober 2007

Gestern Abend war ich bei einer qualitative Marktforschung. Dabei saß ich mit unterschiedlichen Männern in einem Raum am Tisch und wir haben über Dienste fürs Handy diskutiert. Auf dem Tisch standen einige leckere (14) Schnitten und Süßwaren, sowie Getränke. Über dem Tisch hangen zwei Mikrophone die vermutlich mit der Kamera in der Ecke verbunden waren. Hinter einem großen Spiegel saßen vermutlich die Auftraggeber und beobachteten das Geschehen. Die Moderatorin hatte es nicht leicht, unsere Diskussion zu steuern ;-) Wir sind immer wieder etwas abgeschweift (englisch: rambling) und haben auch gerne über bestimmte Themen länger diskutiert. Insgesamt hat das ganze jetzt etwa zwei Stunden gedauert. Es war sehr faszinierend. Ich muß öfters sowas machen.

“Location Based Services” – zu Deutsch: Standardortbezogene Mehrwertdienste war  eines der zentralen Themen. Ich verstehe darunter vorallem die Lokale Suche bzw. OVIs (Ort-von-Interesse bzw. englisch: Point-of-Interest). Beispielsweise könnte ich mein Handy fragen, wo sich das nächste Kino befindet. Das Handy muß dementsprechend aber wissen, wo ich mich befinde. Das ist natürlich mit jedem Handy technisch kein Problem mehr. Anhand der Basisstation, wo sich mein Handy einloggt, kann die Position einigermaßen genau bestimmt werden. Dies funktioniert in den größeren Städten sehr gut – auf dem Land ist es jedoch relativ ungenau. Einige Telefonanbieter haben dies bereits als Dienst angeboten. Mit einem integrierten GPS-Empfänger (Global Positioning System) bzw. vielleicht bald in Europa ein Galileo-Empfänger kann die Position jedoch schon sehr genau ermittelt werden. Dieses System wir bereits für die ganzen Navigationssysteme verwendet.

Das Ganze ist insofern praktisch, dass z.B. Eltern sehen könne, wo sich ihr Kind gerade befindet. Allerdings kann auch der Provider sehen, wo sich ein Kunde befindet – oder auch der Staat sehen, wo sich ein Bürger befindet. Ob nun die vom Staat geforderte verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung sich auch auf die Position des Handy-Nutzers bezieht, ist mir nicht ganz klar. Es heißt, das Verbindungsdaten gespeichert werden sollen. Wenn sich ein Handy mit einer Station “verbindet”, dann fallen auch Daten an. Im schlimmsten Fall kann der Staat also den Weg meines Handys genau verfolgen. Und das ganze sechs bis 24 Monate.

Wenn man mal diese Befürchtung weiterspinnen: Ein Einbruch. Über die Vorratsdatenspeicherung weiß die Polizei, wer sich zum Zeitpunkt des Einbruchs in der Nähe befunden haben müßte. Diese Personen gelten automatisch als potentielle Einbrecher. Oder man bekommt eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung, weil in der Nähe ein Unfall passiert ist – von dem man aber selber vielleicht gar nichts mitbekommen hat. Ein “Gefährder” war vor 3 Monaten in einer Bar in München. Es waren auch mehrere andere Personen zufällig anwesend (ermittelt über Handyposition) – diese werden nun auch überwacht?

Diese Gedanken habe ich nicht mitgeteilt gehabt. Es gab den Einwand, dass sich der Nutzer überwacht fühlen könnte und deswegen wohl bestimmte Dienste nicht nutzen würde. Meine Anmerkung, dass der Nutzer sowieso überwacht wird und  ihm durch diesen Dienst dies nur bewußt werden könnte, wurde jedoch ignoriert. Technisch sind die Anbieter in der Lage. Nur die Speicherung der Daten ist im Moment noch ein Problem für die Anbieter – aber das müssen sie aufgrund der geforderten Vorratsdatenspeicherung sowie lösen. Ob jetzt nehmen SMS-Verbindungen und Telefonieverbindungen auch noch die Adressen der aufgerufenen Websites oder die Position mitgespeichert wird, ist dann nur noch Nebensache.

Grundsätzlich muß ich aber sagen, dass ich mit meinem Handy zufrieden bin. Es ist zwar schon über zwei Jahre alt, kann aber alles, was ich brauche: Navigation, Terminverwaltung, Kontakte. Ach ja, und gelegentlich auch telefonieren.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: