Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Besuch von der Telekom

Freitag, den 17. Oktober 2008

Gerade eben hatte ich Besuch von einer jungen blonden Frau mit einer schwarzen T-Com-Jacke. Die Telekom hätte ein neues Angebot, wodurch wir für weniger Geld mehr Leistung bekommen würden. Sie bräuchte dazu unsere letzte Telefonrechnung und wollte auch wissen, wer der Anschlussinhaber sei.

Ich habe ihr natürlich nicht vertraut und auch wenig brauchbare Antworten gegeben. War es wirklich jemand von der Telekom? Dann sollten sie zumindest diese Daten bereits haben.

Mir war auch klar, dass sie auch nach dem Fernsehanschluss fragen wird, was sie auch tat. Allerdings nicht, weil ich sie für einen GEZ-Spitzel halte, sondern weil die ganzen Kommunikationsanbieter inzwischen auch Fernsehen mit anbieten wollen. Ich sagte ihr, dass wir kein Fernsehen haben. Da war sie etwas überrascht. Auf die Frage nach “Sport schauen”, meinte ich, dass ich das doch lieber selber mache – auch wenn man das nicht gleich sieht *g*. Außerdem, wenn ich mich verdummen wollen würde, könnte ich mir auch bestimmte Zeitungen kaufen…

Auch ihr Argument mit VDSL (Internet über Glasfaser) mit bis zu 25 MBit/s konnte mich nicht überzeugen. Dann müßte ich vermutlich meine Fritz!Box durch ein T-Com-Gerät ersetzen… Ich weiß nicht, ob T-Com da hochwertige Geräte von AVM verwendet (In machen T-Com-Boxen stecken Fritz!Boxen) oder dann doch wieder irgendwelchen billigen Eigenschrott. Außerdem bringt mir das nicht viel, wenn ich vor der Haustür eine 25spurige Autobahn habe, aber die Server die ich ansurfe nur über einen Feldweg erreichbar sind.

Schließlich wollte ich dann aber doch wissen, was es der Telekom bringen würde, uns mehr Leistung für gleiche oder geringere Kosten anzubieten? Sie sprach von Kundenzufriedenheit. Hatte aber auch erwähnt, dass die alten Kupferleitungen bis 2009 ersetzt werden sollen… ich denke, dass es hier vorallem auch um die Vertragslaufzeit geht.

Überraschung! Schon wieder hat es geklingelt. Diesmal ist es schon wieder ein Telekom-Mitarbeiter. Der labert genauso schnell – hat mir aber auch gleich einen Ausweis gezeigt. Scheint doch echt zu sein.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um ihn zu fragen, warum er nicht weiß, wer der Anschlussinhaber sei. Als Außendienstmitarbeiter dürfte er wegen Datenschutz keine Liste der Kunden mitführen, war seine Antwort.

Er hat es dann noch mit einem Entertainment-Paket versucht, wo auch ein Receiver dabei wäre und ich könnte damit zeitversetzt fernsehen… Auch wenn es mich nicht interessieren würde, wäre es doch kostenlos dabei. Naja, der Typ redet genauso schnell wie ich tippe. Allerdings meinte ich am Anfang des Gesprächs, dass bereits seine Kollegin da war – und erst nach fünf Minuten (= halben Roman erzählt) hat er begriffen, dass seine Kollegin schon da war.

Will die Telekom ihre Kunden jetzt vergraulen? Das sind ja fast die gleichen unseriösen Machenschaften wie ich sie bereits bei einem anderen rotem Anbieter kennengelernt hatte. Meine Ohren brauchen jetzt eine Erholung.

Florian mit Ohrenschutz

Florian mit Ohrenschutz

Achtung vor Vodafone

Mittwoch, den 27. August 2008

Achtung vor Vodafone. An Bahnhöfen, Einkaufszentrum und eigentlich überall auf der Strasse stehen Vodafone-Angestellte oder Händler, die angeblich ein CallYa-Handy “verschenken”. Geschenkt bekommt man sowieso nichts. Bei dem Wisch, den man unterschreibt soll, handelt es sich um einen Antrag auf DSL, der absolut nichts mit dem Handy zu tun. Eine Kopie (meist schlecht lesbar) erhält man auch nur auf Anfrage.

Ob diese Verträge überhaupt gültig sind, weiß ich nicht, halte ich aber eigentlich für unwahrscheinlich. Wenn mir jemand sowas unterjubeln würde, würde ich mich erstmal beim Vorstand beschweren und dann beim Internetratgeber Recht unter Haustürgeschäfte nach rechtlichen Möglichkeiten schauen, wie man sich gegen diese unmoralischen Machenschaften zur Wehr setzen kann.

Geht es Vodafone eigentlich schon so schlecht, dass die solche verwerflichen Aktionen durchführen müssen?

Ergänzung: Ich frage mich gerade, ob die Daten auf dem DSL-Antrag (worüber die Opfer nicht wirklich informiert werden) als Erhebung der Daten im Sinne des §111 des TKG genügt? Sollte dafür nicht ein gesondertes Formular verwendet werden?

Statistik-Vergleich: Serverseitig, etracker, Google Analytics

Dienstag, den 1. Juli 2008

Ich habe drei Systeme, um die Besucherzahlen auf meiner Website zu messen. Zwei davon basieren auf “Tagging” bzw. “Pixel-Methode”. Manche sagen dazu auch “Webbug”. Die dritte Methode ist einfach die Logfile-Auswertung – wobei das nicht wirklich das Besucherverhalten auf der Website, sondern nur die Aktivitäten auf dem Server wiedergeben.

Fangen wir also mal mit den Besuchern (engl. “Visitors” bzw. auch “Unique Visitors”) für den Monat Juni 2008 an.

  • etracker: 3.701 ( keine eindeutigen Besucher, sondern nur “Besuche” )
  • Google Analytics: 2.619
  • Webalizer: 12.069 (“Rechner”)

Während etracker und Google Analytics ähnliche Zahlen haben, zeigen die Logfiles doch wesentlich mehr Besucher. Allerdings werden dabei die Besucher anhand ihrer IP-Adresse in Kombination mit ihrem Browser als “Rechner” gezählt. Die meisten Besucher haben jedoch jeden Tag eine anderen IP-Adressen (Stichwort: “Zwangstrennung”). Somit können die Besucherzahlen mit Logfiles nicht sauber identifiziert werden. Zudem kommen da noch die ganzen Crawler der Suchmaschinen, Feedreader etc. dazu. Auch entführte Bilder werden über die Tagging-basierte Messmethode nicht erfaßt – wobei dies ja auch keine Besucher meiner Website sind, sondern einer Seite, die nur meine Bilder verwendet…

Als nächstes schaue ich mir mal die Besuche an. Ein Besucher kann die Website mehrmals besuchen. Das sind dann “Besuche” (engl.: “Visits”):

  • etracker: 3.701
  • Google Analytics: 3.479
  • Webalizer: 15.408

Etracker hat zwar im Report “Besucher nach Monat” in der Spaltenüberschrift den Begriff “Besucher” verwendet, aber es scheint sich um die “Besuche” zu handeln.

Besuche sind berechnete Werte. So werden normalerweise alle Seitenaufrufe einer IP/Browser-Kombination zu einem Besuch zusammengefaßt, solange diese nicht mehr als eine bestimmte Zeit (meist 30 Minuten) unterbrochen werden. Also wenn ein Besucher auf meiner Seite erst nach 30 Minuten auf einen weiteren Link klickt, dann wird dies als ein neuer Besuch gezählt.

Kommen wir daher jetzt zu den klassischen Seitenaufrufen (engl. “Page Views”, “Page Impressions”, “Views” und bei Tagging-Systemen auch oftmals “Hits”). Dabei werden einfach nur die Zugriffe auf Seiten gemessen. Bei Tagging gilt dies natürlich nur für die Seiten, die auch “verpixelt” sind. Die Logfile-Methode hat erstmal alle Zugriffe erfaßt und muß anhand der Dateiendung die Seiten erkennen und Bilder ausfiltern.

  • etracker: 5.684
  • Google Analytics: 5.517
  • Webalizer: 65.683

Auch hier hat die Logfile-Analyse deutlich mehr Zugriffszahlen ermittelt als bei den anderen beiden Messmethoden. Aber der Unterschied ist doch schon extrem. Zwar dürfte es ein paar nicht verpixelte Seiten auf meinem Server geben – und auch die Suchmaschinen werden nicht gezählt. Aber fast Faktor 12 Unterschied? Insgesamt wurden laut Webalizer 247.268 Dateien (also inkl. Bilder, CSS-Dateien, JavaScript-Files etc.) vom Server heruntergeladen. Das ist dann doch etwas verwirrend.

Okay, werfen wir mal einen Blick auf die Top-Seiten:

Erstmal die Startseite:

  • etracker: 1. Platz, 1.150 Seitenaufrufe
  • Google Analytics: 1. Platz, 1.230 Seitenaufrufe
  • Webalizer: 23. Platz, 3186 Seitenaufrufe

Hier zeigt die Logfile-Analyse nur noch doppelt so viel Zugriffszahlen im Vergleich zur Pixelmethode an. Die Seite ist aber erst auf Platz 23 (Top 30 URLs). Es ist aber die erste richtige Seite in dieser Statistik. Vorher kommen 14 unterschiedliche JavaScript-Dateien, 5 CSS-Dateien, ein PHP-Script für AJAX, die Favicon-Datei und auch das Feed.

Meine Seite zum A110:

  • etracker: 2. Platz, 601 Seitenaufrufe
  • Google Analytics: 2. Platz, 562 Seitenaufrufe
  • Webalizer: 30. Platz mit 800 Seitenaufrufen

Hier sind die Zahlen schon wesentlich näher beieinander. Die nachfolgenden Seiten sind leider im Webalizer nicht mehr zu finden. Die anderen beiden Zahlen dürften aber in den meisten Fällen relativ ähnlich zueinander sein.

Mein nächster Blick gilt daher den Verweisen. Da fallen mir bei der Logfile-Analyse vorallem viele Foren und Profil-Seiten auf. So ist z.B. in einem Thread “Image Wars 2” ein Bild meiner Seite eingebunden. Das ich den verantwortlichen [LSQ]ScarFace aufgrund seines unqualifizierten Kommentars nicht mag, ist sicherlich verständlich. Vielleicht sollte ich hier Sandra’s Beispiel folgen. Oder einfach nur diesen Typen ignorieren. Auch kommt es immer mal wieder vor, das einige Blogger Bilder meiner Seite “verwenden”. So habe ich ein Foto, dass ich in Zürich gemacht hatte, auf einem anderen Blog wiedergefunden. Das ist aber auch ein schönes Foto, stimmts ;-) Aber auch in einigen Gästebüchern werden Bilder von meiner Seite eingebunden. So ist beispielsweise in einem Beitrag von Sandra1978 vom 30. Mai 2008 ein Foto meines Fußabdrucks im Schnee zu finden. Weitere lustige Foren-Beiträge sind z.B. “Postet das erste Bild, das Google findet, wenn ihr nach eurem Realname sucht“. Armer Florian *g*. Oder hier noch eine “Über Mich“-Seite.

Desweiteren finde ich in der Auswertung viele Suchseiten (vorallem Google in den unterschiedlichen Ausprägungen, Bildersuche, Videosuche, unterschiedliche Länder…).

Folglich vermute ich, dass viele meiner Fotos in Foren, Profilseiten und Blogs verwendet werden und daher eine sehr hohe Anzahl an Besuchern und Hits verursachen. Und kaum einer dieser Besucher besucht wirklich meine Website. Folglich sagt dies nicht viel über meine eigene Website aus – und daher sind dies in diesem Zusammenhang wertlose Daten für mich. Ansonst sagt dies auch aus, dass einige meiner Bilder als “ansprechend” empfunden werden. Auch, wenn diese dann verwendet werden, um sich über mich lustig zu machen. Schließlich sind dies aber zusätzliche Verweise auf meine Seite, die mich im Suchmaschinen-Ranking weiter nach oben bringen. Sie stärken meine Website. Traffic ist für mich (noch) nicht problematisch, und die gelegentlichen bösartigen Kommentare tun mir nicht weh. Wie lang der Long Tail ist, werde ich wohl nur rausfinden, wenn ich die Logfiles mit einer weiteren Software komplett analysieren würde.

Vergleichen wir das ganze jetzt mal mit meinen Star Trek Episodenguide. Wie ihr aus dem vorhergehenden Beitrag ja schon sehen konntet, habe ich bei spitzohr.de inzwischen mehr Traffic.

Hier mal die Besuche:

  • Google Analytics: 7.010 Besuche
  • Webalizer: 8.083 Besuche

Die Zahlen sind – trotz unterschiedlicher Messmethode doch sehr ähnlich. Zumindest im Vergleich zu spitzohr.de. Der Episodenguide hat aber auch keinen Feed und es werden wohl auch nur selten Fotos entführt..

Schauen wir uns mal die Seitenzugriffe an:

  • Google Analytics: 92.059 Seitenzugriffe
  • Webalizer: 16.979 Seitenzugriffe (.cfm wird wohl nicht als Seite erkannt)
  • Webalizer “Dateien”: 413.054 Dateien wurden abgerufen

Oh, großer Unterschied. Das muß wohl an der für Webalizer unbekannten Extension “.cfm” liegen. Möglicherweise ist das einfach nicht eingetragen, da auf diesem Server gar kein Cold Fusion läuft… Aber das ist ein anderes Thema. Man kann aber relativ gut erkennen, dass ich deutlich mehr Besucher auf den Episodenguide locken kann. Und laut Google Analytics werden 13,3 Seiten pro Besuch angeschaut, was doch sehr für den Inhalte der Seite spricht. Bei Spitzohr.de sind es nur 1,59 Seiten pro Besuch – ob mein Inhalt deswegen schlechter ist? Es ist ein Weblog und die neusten Inhalte werden direkt auf der Startseite vollständig angezeigt. Kann man in diesem Zusammenhang also nicht als Qualitätsmerkmal betrachten. Aber 13,3 Seiten pro Besuch ist schon bemerkenswert.

Was den Traffic angeht: Ich habe hier wesentlich mehr Fotos – und diese auch in einer höheren Auflösung. Und dann sind da noch meine “Sendungen”. Den Episodenguide habe ich ja im März 2000 gestartet. Das war vor über sieben Jahren – noch bevor die meisten DSL hatten. Damals hatte ich mir noch Gedanken über Dateigrößen gemacht – und die Inhalte und Bilder auch nie wieder geändert. Und hier nehme ich darauf kaum noch rücksichtig…

Update: Webalizer ist kostenlos bei den meisten Providern dabei – so auch bei meinem bevorzugtem Provider Domainfactory. Auch Google Analytics ist kostenlos. etracker gibt es ebenfalls als kostenlose (etracker free) Variante, ich verwende hier jedoch etracker pro (6,45 Euro im Monat) und finde, dass die Statistik auch ihr Geld wert ist. etracker hat für mich die aussagekräftigsten Reports. Vorallem die Anzeige der Quereinsteiger und auch die Ansicht nach “letzten Besucher” ist für mich sehr interessant. Da kann ich fast live sehen, mit welchen Suchbegriffen meine Seite gefunden wurde oder wo ich aktuell verlinkt bin. Außerdem halte ich etracker für seriöser als Google Analytics. Warum? etracker verdient Geld, indem es für seine Kunden die Besucherzahlen der Websites ermittelt und auswertet. Ich zahle Geld und erhalte Reports. Google hingegen lebt davon, Informationen zu sammeln und diese zur Optimierung ihrer Werbeanzeigen zu verwenden. Google Analytics ist daher nicht einfach nur kostenlos. Ich erhalte zwar Statistiken über meine Website, Google erhält im Gegenzug auch ebenfalls diese Daten und noch viel mehr Informationen. Und diese können die auch nutzen. Damit macht Google Geld und kann uns Analytics kostenlos zur Verfügung stellen. In meinem Fall (spitzohr.de und episodenguide.de) sehe ich da kaum Probleme. Es sind keine komerziellen Seiten und ich schalte auch keine Adwords. Jeder muß für sich aber selber entscheiden, ob er seine Daten an Google geben soll oder lieber ein wenig zahlt, aber dann auch kontrollieren kann, wer die Daten nutzt.

DSL Router und Modems

Samstag, den 19. Januar 2008

Heute waren wir etwas außerhalb von München unterwegs. Ich habe einen DSL-Anschluss eingerichtet. Im Prinzip eigentlich kein Problem. Splitter an die Telefonbuche stecken, DSL-Router und Telefon an den Splitter und den DSL-Router dann an den Rechner anschließen. Den Router dann mit dem Browser aufrufen und konfigurieren. Fertig. Soweit die Theorie. In der T-Praxis schaut das leider etwas anders aus.

Der Speedport 200 von dem rosa Buchstaben ist kein Router. Es ist ein DSL-Modem mit Netzwerkanschluss. Zwar steht auf der Website etwas von “geeignet für Einzelplatz und LAN”. Auch “unabhängig vom Betriebssystem Ihres PCs” kann ich auf der Website lesen.

Warum mir unabhangig vom Betriebssystem so wichtig ist? Man sollte eigentlich nie eine Internetzugangs-Software installieren müssen, da die meisten Betriebssysteme (sogar Windows) bereits die notwendigen Tools (abgesehen von Treibern) zur Verfügung stellt. Spezielle Software verkompliziert das alles nur. Wenn man das Betriebssystem neu installiert (weil es überladen oder gecrasht ist – oder einen neuen Rechner hat), darf man das ganze wieder von vorne Konfigurieren. Bei einem DSL-Modem ist der Rechner natürlich auch den Angriffen aus dem Internet direkt ausgesetzt. Zudem kann es auch passieren, dass etwas unbedarftere Benutzer versehentlich den Internet-Zugang kaputt machen (irgendwas installieren, deinstallieren, umstellen etc.). Im großen und ganzen eigentlich sehr nervig. Also: unabhängig. Keine Software installieren.

Leider ist das beim Speedport 200 jetzt nicht ganz so gewesen. Ich habe mein Notebook mit Linux Mint an dieses DSL-Gerät angeschlossen. Nichts ging. Keine richtige Konnektivität. Also was ist los: Das Teil läuft nicht als DHCP-Server und gibt meinem Notebook damit auch keine IP-Adresse. Kann ich mit dem Teil dann überhaupt kommunizieren. Okay, tun wir es halt auf deren Methode.

Ich habe das Teil dann an den Windows-Rechner angeschlossen. Gleiches Problem – auch Windows hat nur eingeschränkte Konnektivität. Ich mußte dann tatsächlich die Software installieren, um ins Internet zu kommen.

Florian beim Installieren von Providersoftware

Wie geht man ins Internet: Browser öffnen. Fertig. Aber leider nicht in diesem Fall. Wenn man das Gerät nicht eingeschaltet hat, muß man nach dem Einschalten erstmal warten, bis Windows seine Verbindungsversuche mit dem Netzwerk aufgibt und es als eingeschränkte Konnektivität akzeptiert. Deaktivieren darf man es natürlich auch nicht. Dann muß man die Software starten – und warten. Wenn die Software da ist, gibt es rechts unten ein “Ins Internet verbinden”. Und dann nochmal ein Knopf “verbinden”. Dann tut sich auch endlich etwas. Der Browser geht auf – zeigt aber nicht die eingestellte Startseite, sondern die Website des Providers an. Und wir sind drin. Für ein minutenbasiertes Internet: Okay. Für eine Flatrate eigentlich inakzeptabel.

Wenn ich das mit dem Speedport 200 richtig verstanden habe, hängt dieser zwar am Netzwerkanschluss (mit eingeschränkter Konnektivität – wird damit auch als Fehler angezeigt). Um aber ins Internet zu kommen, baut die Software eine eigenen Verbindung zum DSL-Modem (über dieses Netzwerkkabel) auf, was aber scheinbar nicht gerade dem Standard entspricht. Falls das DSL-Modem jetzt auch jede Anfrage an den Rechner direkt durchleitet… Na, dann gute Nacht. Jeder Angriff landet auf dem Rechner. Jeder Wurm klopft dort an. Ohne ZoneAlarm würde ich den Rechner gar nicht mehr einschalten wollen.

Besser sind da die DSL-Router mit eingebauten Firewalls. Wenn da auch gleich ein Netzwerk dahinter liegt, dann weiß der Router erstmal gar nicht, an welchen Rechner er die Angriffe weiterleiten soll und läßt diese damit links liegen ;-). Ich bin noch immer von AVM’s Fritz!Box überzeugt. Auch mein erster Router, der Netgear Web Safe Router RP114 war schon sehr gut. Später hatte ich einen DrayTek Vigor. Aber die Fritz!Box ist genial. Sozusagen: We have more fun. (Anmerkung: Scheinbar sind Speedport W501V und Speedport W900V auch Fritz!Boxen.)

Ich mache mich jetzt auf die Suche nach einem günstigen DSL-Router (mit Firewall, Netzwerkanschluss und webbasierte Konfigurationsmöglichkeiten). Wireless LAN und (Internet-)Telefonie sind dabei unwichtig. Aber es sollten mindestens zwei LAN-Anschlüsse sein. Auch finde ich eine Stromsparfunktion gut.

Telefonmarketing für DSL

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Viele Anbieter streiten sich um die DSL-Kunden. So versuchen auch seit einiger Zeit Handy-Anbieter in diesen Markt reinzukommen. So auch mein Handy-Anbieter. Also wurde ich heute Mittag auf meinem Handy angerufen. Ich hätte angeblich bereits schon das Angebot per SMS erhalten und wie meine Meinung dazu wäre. Ich habe vor kurzem nur eine Nervmail:

“Sie nutzen seit einiger Zeit Ihre persönliche Mailbox nicht mehr. Dabei gehört Sie doch automatisch kostenlos zu Ihrem Handy und bietet Ihnen viele Vorteil. Doch nur dann, wenn Sie eingeschaltet ist!”…

Warum der Anbieter das letzte “Sie” großgeschrieben hat – obwohl dies für die Mailbox steht – ist mir nicht ganz klar. Aber das ich keinen Hinweis auf die Kosten in der Mail, noch in der verlinkten Seite finde, empfinde ich persönlich als Unverschämtheit. Zwar heißt es, dass weder ein Anschlusspreis noch eine monatliche Grundgebühr anfällt. Und auch, dass ich über jede eingegangene Nachricht kostenlos per SMS benachrichtig werde – und das sogar im Ausland. Aber was kostet es mich, die eingegangenen Nachrichten abzurufen? Erst nach längerer Suche finde ich dann den Hinweis, dass mich das Abfragen der Mailbox außerhalb der Homezone 19 Cent/Minute kostet. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass dies kostenlos sei.

Das mit dieser Nervmail hatte ich zwar kurz erwähnt, bin aber selber erstmal nicht näher darauf eingegangen. Also zurück zum Angebot. DSL4000 für 30 Euro im Monat? DSL4000? Sehe ich so aus, als hätte ich genug Zeit, um mich über Feldwege ins Internet einzusteigen? Hey, ich habe ne mehrspurige Autobahn mit 16.000 kbit/s. Ach, die haben die auch. 35 Euro pro Monat. Muß ich jetzt noch einen Telekomanschluss haben oder nicht? Das hat sich mir beantwortet – aber erstmal mußte sie über andere Anbieter schimpfen, die gerne sowas verheimlichen usw. usw. usw. Insgesamt hat sie eigenltich sehr viel geredet. Und dann meinte sie auch, dass wir einen tollen Router von denen bekommen würden. Ich fragte nach, ob es sich dabei um die Fritz!Box handeln würde. Nö, deren Router sei besser.

Bitte? Besser als die Fritz!Box? Okay, die Fritz!Box 7170 gibt es jetzt schon seit einiger Zeit. Aber damals war sie ihrer Zeit weit vorraus – und heute teilweise immer ncoh. Als sie dann irgendwas von schlechter Sprachqualität, wenn man gleichzeitig surfen würde, erwähnte, war ich doch etwas irritiert. Angeblich hätten sich Kunden über schlechte Sprachqualität bei der Fritz!Box geäußert. Also ich habe da noch keine Probleme festgestellt. Aber ich kann mich dunkel erinnern, dass es mal vor sehr langer Zeit eine Firmware von AVM gab, die so ein Sprachqualitätsproblem bei der Fritz!Box beheben würde. Sie hat das mal so stehen gelassen und mir dann die anderen Vorteile deren Router erklärt. Man könne WLAN nutzen, vier Computer anschließen. Zwei analoge Telefone. Ein digitales Telefon. Zwei PCs. Vier Telefone… Irgendwie ist diese Aufzählung irritierend. Ich schaue mir das lieber nochmal auf der Website an: 2 analoge Geräte (z.B. Telefon/Fax), 1 ISDN-Endgerät, 4 PCs/Notebooks (LAN) sowie eine WLAN-Schnittstelle. Hat also schonmal ähnliche Anschlüsse wie meine Fritz!Box. Ich habe mal gefragt, ob ich eine USB-Festplatte dort anschließen kann, um diese als Netzlaufwerk zu nutzen – sie hat aber dann mit den Vorteilen des Tarifes weitergemacht. Also mir gefällt der Router von denen nicht. Ich glaube, dass der weder als Anrufbeantworter genutzt werden kann, noch USB-Geräte unterstützt. Wie schonmal erwähnt. Die Fritz!Box ist den anderen einfach vorraus.

Bei den Tarifen halt das übliche. Kostenlos ins deutsche Festnetz und das eigene Mobilfunknetz. So ne Family-Option mit mehreren SIM-Karten wäre da noch dabei.

Grundsätzlich ist das Angebot zwar interessant. 24 Monate Vertragsbindung und 30 bzw. 35 Euro pro Monat + paar Cent fürs Telefonieren in andere Handynetze. Aber ist wohl auch nur in größeren Städten verfügbar. Ein Verfügbarkeitstest mit meiner alten Dorfener Adresse ist negativ ausgefallen. Verglichen mit unserem jetzigen Anbieter sind das zwar 15 Euro im Monat weniger (bei DSL16000) – aber bei solchen Kampfpreisen bei den neuen DSL-Anbietern kann man ganz schön auf die Nase fliegen. Die Gefahr, dass irgendwas nicht klappt und man dann Ewig in der Warteschlange kostenpflichtiger Hotlines rumhängt ist einfach zu groß. Wir bleiben jetzt erstmal bei einem großen, erfahrenen Anbieter, dessen Kinderkrankheiten bereits geheilt sind. Ich will Internet. Und da bin ich nicht so experimentierfreudig. Es soll funktionieren. Wer billig will, kriegt billig.

Ich habe sie dann nochmal gefragt, wie ich diese unerwünschten Werbemails (Mailbox) stoppen kann. Sie meinte nur, dass sie dafür nicht zuständig ist und sich daher dort nicht auskennt. Bevor meine Kollegen vor Lachen am Boden liegen, habe ich das Gespräch beendet gehabt.

Bin ja schon auf den nächsten Anruf gespannt. Ich habe mir schon mal einige Gedanken für Themen gemacht:

  • Verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung:
    Welche Daten  werden dort über mich gespeichert. Und ob die auch sauber getrennt von den Abrechnungsdaten und gegen unrechtmäßige Zugriffe geschützt seien. Und ob sie auch auf die  Verfassungsbeschwerde hoffen bzw. die Ausnahmeregelung nutzen.
    Auch würde mich doch sehr interessieren, wie hoch die Kosten für diese zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen seien
  • Wie kann man sich gegen unerwünsche Werbeanrufe schützen. Gibt es auch Fangschaltungs- und Belästigerabwimmel-Funktionen
  • Wie zuverlässig ist deren Internetanbindung. Wie hoch ist die garantierte Verfügbarkeit und welche Summen stehen mir als Entschädigung bei einem Ausfall zu.
  • Gibt es auch kostenlose Servicenummern, wo Menschen rangehen oder muß ich dem Automat etwas vorsingen?

Aber sind die Anrufer wirklich das pure Böse und man muß es bekämpfen? Oder sind das nur andere Opfer unseres Systems, die auch ein wenig Geld verdienen müssen?

Aus dem Logfile der Fritz!Box

Dienstag, den 8. Januar 2008

07.01.08 13:30:01 DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung).
07.01.08 13:30:31 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
07.01.08 13:30:42 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
07.01.08 13:30:59 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit 17691/1183 kbit/s).

Hach, ist das schön. Installation problemlos. Ausfall minimal. Anbieter: T-Home. Hardware: AVM’s Fritz!Box Fon WLAN (7170) in schwarz (damals von 1&1).

Zum Testen habe ich gestern noch ein paar Downloads gestartet und so ein Datenvolumen von 8028 MB (286MB gesendet / 7742MB empfangen) erreicht. Die Online-Zeit für den gestrigen Tag wird mti 23:57 angegeben. Durch die Umstellung gab es gestern insgesamt 10 Verbindungen. Das sind im aktuellen Monat 21 Verbindungen. Letzten Monat hatten wir insgesamt 34 Verbindungen (entspricht 1,1 Verbindungen pro Tag).


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: