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Durch das Piraten-ARG hat sich diesmal bei mir einiges zusammengesammelt. Aus einigen Teilen habe ich mir nun ein Bild gebastelt und an die Wand gehängt.
Mein Bild zum Piraten-ARG
Links habe ich beide Handschue von Tom Burroughs – gespielt von David Masterson – mit Autogrammen von beiden. Dazwischen ist der Brief aus meinem Rabbithole mit einem Stück von der Paket-Schnur. Den Brieföffner daraus habe ich auf die Scheibe – direkt vor dem Schreiben von Rechtsanwalt Marek Schauer – geklebt. Daneben eine Visitenkarten vom Unternehmensberater Roland Berger (Auftraggeber des ARGs). An der rechten Seite befindet sich noch die kleine Piraten-Fahne, die wir in Berlin erhalten haben. Rechts oben in der Ecke meine Rechnung (Internet-Nutzung) von park inn-Hotel in Berlin. Und schließlich habe ich noch meine weiße Maske oben auf das Bild geklebt.
Die Schatzkiste konnte ich nicht mehr an das Bild hängen *g* Diese steht gefüllt mit Schokomützen noch im Wohnzimmer herum. Die USB-Sticks habe ich teilweise sogar schon in Verwendung. Der blaue 2GB cruzer-USB-Stick diente mir erst gestern wieder als Installationsmedium für mein A110 Mini-Notebook. Der coole Schweizer USB-Stick (mit 1GB, Licht und Stift) hängt jetzt an meinem Schlüsselbund und hat schon einige Fotos gespeichert. Mit dem Stift hat David Masterson auch auf den Handschuhen unterschrieben. Den letzten USB-Stick mit dem Finger-Print-Reader habe ich bisher nur neben meinem Bildschirm gelegt und teste immer mal wieder, ob der Link inzwischen funktioniert…
Die letzte Nacht war aufregend, spannend und sehr spassig für mich. Und lang. In meinem Kopf schwirren jetzt noch viele Gedanken herum und ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind. Mal schauen, ob ich meine Gedanken ein wenig geordnet ins Weblog bringe. Und vielleicht schaffe ich es auch ein paar kurze Sätze zu formulieren, mit denen ich das Geschehne für Außenstehende verständlich machen kann.
Erstmal zu mir. Ich habe bei diesem ARG ja mal wieder kräftig abgeräumt. 3 USB-Sticks, 1 große Schatzkiste, einen Brieföffner, eine kleine Piratenfahne, eine Maske, ein paar Handschuhe von David Masterson alias Tom Burroughs mit Autogramm, ein paar persönlich überreichte Goldstückchen und natürlich was spannendes, was zum Spielen und Schokolade (Goldtaler auf dem Schiff).
Habe da natürlich auch viel Zeit (ein wenig zum Leidwesen meiner Sandra) und Energie reingsteckt. Fast alle Live-Events in München mitgemacht. Und darüber auch ausführlich berichtet. (Okay, über die Roadshow hätte ich mehr berichten können). Eine Motivation hierfür war natürlich – wie sollte es bei einem Ego-Blogger wie mir anders sein – mein Blog. Ich blogge, also bin ich. Und da suche ich für meine Leser interessante und natürlich auch verrückte Inhalte. Ein ARG ist da echt super.
Auf der anderen Seite ist da die Firma Roland Berger. Die Auftraggeber – oder, was ich lieber sage: Die Sponsoren ;-). Mir persönlich fällt es schwer aus Marketingsicht einen meßbaren Nutzen für ein ARG aufzuzeigen. Ein Nutzen ist auf jeden Fall vorhanden: Image. Um mal eines zu nennen. Es gehört schon etwas dazu, sich für ein ARG zu entscheiden. Das spricht schonmal eindeutig für die Firma.
Dazu kommt natürlich noch die starke persönliche (und emotionale) Bindung der Spieler. Viele haben eine positive Erfahrung gemacht und verbinden dies jetzt mit Roland Berger. Darunter auch ehrgeizige und vielleicht auch potentielle Mitarbeiter. Und das verbreitet sich natürlich auch über Mundpropaganda an den richtigen (und auch anderen) Stellen.
Ich sehe mich selber jetzt nicht als potentiellen Mitarbeiter (Die Website schaut gut aus, der HTML-Code ist sauber, nur zu WebControlling konnte ich jetzt nichts erkennen), sondern eher als Multiplikater und eines der Bindeglieder in der Kette. Jedenfalls wurde mein Weblog in der heißen Phase des Spiels oft besucht. Und ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass einige Spieler vielleicht sogar über mein Weblog aufs Spiel gestossen sind. Oder zumindest jetzt lesen, was für eine interessante und aufgeschlossene Firma Roland Berger ist ;-)
Dann gibt es da natürlich noch die Agentur VM-People. Spezialisten im Bereich des Viralen Marketings. Inzwischen wurde ich ja schon zum zweiten Mal von denen Eingeladen an einem Spiel teilzunehmen. Sie kennen mein Blog und wissen sicherlich auch, dass ich auch lästern kann, wenn mir etwas nicht paßt *g*. Okay, das gilt allgemein fürs Virale Marketing. Deswegen bin ich mir auch ziemlich sicher, dass hinter dem Piraten-ARG ein “guter” Auftraggeber steckt. Ich hatte schon relativ schnell vermutet, das VM-People dahinter steckt. Einerseits war ich kurz vorher auf dem Internet World Kongress auf dem ein Vortrag über ARGs war – anderseits aber auch, da ich bisher eh nur VM-People kenne. Ansonsten wüßte ich in Deutschland niemanden, der sowas machen würde. Und die hohe Qualität spricht auch für VM-People. Bei Final Mill ist mir der sehr gute HTML-Code schon aufgefallen und auch hier war der HTML-Code wieder schön aufgeräumt, barrierefrei und sauber (mal abgesehen von Umkehrfunktion – was aber auch beabsichtigt war). Die haben einen guten Mann (oder Frau oder Team) für die Websites.
Nicht zu vergessen. Die anderen Spieler. Mit denen gehe ich jetzt frühstücken (solange noch was da ist) und ergänze den Eintrag vielleicht nachher nochmal ;-)
Update: Fortsetzung folgt noch, nur ich habe im Moment keine Zeit. Auf den Treffen in Berlin habe ich Merzmensch und AUZ505 vermißt :-(. Allerdings durften die Macher auch nur eine bestimmte Anzahl an Personen einladen und mußten daher wählen (das war für die auch keine leichte Entscheidung).
Wir haben uns alle am Lustgarten in Berlin getroffen. Irgendwann ist ein Mann mit weißer Maske und einer Checkliste aufgetaucht. Nachdem wir fast vollständig waren, sind wir schon losgegangen. Nur einen Spieler haben wir unterwegs noch getroffen. Weiter ging es dann zu einem Schiff.
Dort haben bereits viele Personen – ebenfalls mit weißer Maske und weißen Handschuhen auf uns gewartet und wir wurden in die Piraten Society aufgenommen.
Inzwischen wissen wir auch, wer dahinter steckte und uns die ganze Spannung, das Spiel und vorallem den Spass ermöglichte. (Dazu aber später).
Als ein besonderes Highlight für alle, die auch bei Final Mill aktiv waren: Dr. Homscheid ist zugestiegen und hat für uns gesungen. Ich kannte ihn nur aus dem Video der Van Velsenmeer Foundation. Genial. Einsame Spitze.
Wir haben alle einen USB-Stick (der dritte für mich in diesem ARG) erhalten. Das besondere: dieser hat einen Fingerabdruckleser.
Ich habe mich zudem sehr gefreut, Tom Burroughs bzw. D. Masterson wieder zu treffen. Er hat mir seine zwei weißen Handschuhe vermacht. Einmal mit seinem echten Namen und einmal als Tom Burroughs. Unterschrieben übrigens mit dem USB-Stick, der von Marylin gestohlen wurde ;-)
Vielen herzlichen Dank an VM-Peope und auch an … ihr wißt es vermutlich eh schon: Roland Berger. Und natürlich an alle, die mitgewirkt und mitgespielt haben.
So, hier die versprochenen Fotos:
psycho_logic
Spitzohr
So wurden wir auf dem Schiff begrüßt
Lecker Essen (Gang 3)
Lecker Essen (Gang 4)
Rückkehr von Dr. Gert Homscheid
Dr. Homscheid singt für uns …
… und ist richtig gut
Ich hätte ihn nicht wieder erkannt (kannte ihn aber auch nur von einem Video)
Ein richtig lustier Typ – eigentlich ganz anders als Homscheid.
Lecker Essen (Nachspeise)
psycho_logic mit Maske
Dibtych
Dibtych
Dibtych
Der USB-Stick
Dibtych als Dr. Evil
Unser Schiff
Meine Beute ;-)
Rühreier zum Frühstück
Drakurius
Frühstück nach nur 4 Stunden Schlaf…
Morpheus
Oh, Lecker!
Falls jemand will, dass ich Bilder von ihm rausnehmen soll, bitte einfach bescheidgeben. Fotos von einzelnen Spielern habe ich erstmal nicht veröffentlicht (außer sie hatten gerade eine Maske auf). Falls ich darf, werde ich sie aber noch online stellen ;-) (Betrifft vorallem das Frühstück heute früh)
Ich habe auch viel gefilmt, kläre aber auch hier noch mit VM People ab, was ich online stellen darf.
Update: Die ersten vier Videos habe ich bei YouTube reingestellt.
Ich habe gestern eine Flaschenpost bekommen und bin deswegen am Samstag in Berlin. Ich freue mich schon darauf Dibtych, Auraya, Morpheus und weitere Spieler dort zu treffen. Und natürlich bin ich auch schon gespannt auf die Navigatoren. Hach, ist das spannend ;-)
Leider muß ich aber meine Sandra und die Kinder in München lassen, was mir nur sehr schwer fällt. (Eine kurze Reise nach MÜnchen wäre etwas zu stressig für die ganze Familie). Aber schließlich werde ich nicht jeden Tag übers Wochenende nach Berlin eingeladen.
Der 6.12. war während der letzten Wochen immer mal wieder aufgetaucht. Und gestern war es soweit. Die Ereignisse hatten sich überschlagen und es wurde immer schwieriger den Geschehnissen zu folgen. Und eine wichtige Frage war natürlich, wer gehört jetzt noch zu den guten?
Wir haben Informationen erhalten, in denen unsere Kapitänin Charlotte Vorberg zum CEO von Joulever werden sollte. Hat Sie uns alle nur an der Nase herumgeführt? Und was ist mit Marilyn, Charlottes Vertraute und Chefin von Grapnel? Sie ist auch untergetaucht und arbeitete womöglich auch mit den 48ers zusammen. Jedenfalls ist unsere Kommunikationsplattform – das Grapnel-Forum – in Gefahr. Und somit auch unsere fünf Navigatoren. Von den Navigatoren haben wir dann einen Link auf einen Chat erhalten und dort unser weiteres Vorgehen besprochen.
Nach einigen Diskussionen wurden von den Navigatoren klare Aufgaben verteilt. Die grüne Phalanx sollte alle Dokumente ausdrucken und an einen Anwalt schicken, der gegen Joulever & Co vorgehen soll. Ich habe mich daher gleich an die Arbeit gemacht und alles gedruckt, was mir sinnvoll erschien.
Aber es hätte noch nicht ausgereicht. Wir mußten die REPRISE37-Datei entschlüssen. Wir wußten bisher, dass diese mit TrueCrypt verschlüsselt wurde, aber hatte keinen Hinweis auf das Passwort. Aber dann ist eine PSD-Datei aufgetaucht, die scheinbar den Schlüssel enthielt. Es war eine Liste von Geokoordinaten. Einige davon in München.
Also machte ich mich trotz eisiger Kälte, leichten Regen und Dunkelheit auf den Weg, zumindest ein paar dieser Koordinaten aufzusuchen. Hatte mir aber nur die erste Koordinate in den GPS-Empfänger eingetragen. Kurz vor dem Ziel war das GPS-Signal jedoch verschwunden und ich mußte den ganzen Häuserblock ohne genaue Koordinaten absuchen. Aber nach was soll ich suchen? Ein Schild? Irgendein verdächtiges Zeichen. Es gab viele Werbesticker, aber nichts, was man als Hinweis für das Passwort deuten konnte. Telefonisch habe ich dann von dibtych neue Koordinaten erhalten. Dort war ein wesentlich besseres GPS-Signal und weniger Sticker – aber auch sehr wenige Hinweise. Alle guten Dinge sind drei – aber auch hier hatte ich wenig Erfolg. Durchgefroren habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht.
Auch die anderen hatten in ihren Städten wenig Erfolg. Nur die blaue Phalanx hatte noch zwei Dokumente erhalten, die eigentlich von Herrn Schmurrat hätten vernichtet werden sollen. In Berlin konnte man Tom Burroughs schnappen und Charlotte Vorberg befreien. Sie wurde dann zum Arzt gebracht und es geht ihr wieder gut. Sie hatte uns also doch nicht betrogen. Aber beim Passwort sind wir noch nicht weiter gekommen :-(.
Um einer nahenden Erkältung entgegenzuwirken hatte ich mir ein heißes Bad gegönnt. Pawel war etwas beunruhigt, als er laß, ich sei in der Badewanne. Schließlich wurde sein Cousin Sergey von Simone Haff in einer Badewanne ermordet. Pawel wollte unbedingt mit mir sprechen, da er – verständlicherweise – nur wenigen vertrauen konnte. (Unser gemeinsamer bekannter und Pawels Freund Hans Sperber war zu diesem Zeitpunkt leider nicht erreichbar.) Schließlich wurde ich kurz aus der Badewanne geholt und gebeten, mit Pawel zu sprechen. Er hatte mir über Facebook eine Nachricht geschickt, in der er eine DeCSS-Datei erwähnte. Mit Hilfe dieser Datei konnte schließlich das Passwort herausgefunden und REPRISE37 geknackt werden.
Nun hatten wir die letzten fehlenden Dokumente und der gesamte Plan der 48ers wurde ersichtlich. Sie planten die Kontrolle der Trinkwasseversorgung. Dazu wurde ein Firmennetzwerk mit Joulever als Zentrum aufgebaut. Als Sündenbock sollte schließlich (mal wieder) Charlotte Vorberg herhalten. Wir konnten dies vereiteln.
Nun hatte ich alle wichtigen Dokumente, die ich heute früh an Herrn Schauer verschickte. Wir haben die Welt gerettet ;-)