Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Archiv der Kategorie ‘Lästerecke‘

Wanted: 1 Stunde, Dead or Alive

Sonntag, den 27. März 2011

Und schon wieder ist es passiert. Die Uhrzeit wurde von Winter- auf Sommerzeit – auch Falschzeit genannt – umgestellt. Warum eigentlich? Um Energie zu Sparen? Eine dreijährige Beobachtung durch kalifornische Wissenschaftler deutet eher darauf hin, dass der Stromverbrauch durch die Sommerzeitumstellung ansteigt. Naja, dann brauchen wir halt ein weiteres AKW.

AKWs sind gefährlich. Schön, dass wir eine verantwortungsvolle Regierung haben, die auf die Experten hören… Nagut, dies passiert nur, weil zur Zeit Wahlen sind und in Japan eine Katastrophe passiert ist. Nach der Wahl wird wieder gesagt, dass die AKWs sicher genug sind und weiterhin betrieben werden.

Aber zurück zur Sommerzeit. Es gibt natürlich auch Argumente, die für die Sommerzeit sprechen. Allerdings auch viele Probleme. Es kann sich doch sicherlich eine Regelung finden, dass die Befürworter einfach im Sommer eine Stunde früher aufstehen, ohne das dafür die Uhr umgestellt werden muß.

Ich bin für eine einheitliche und umstellungsfreie Zeit.

Update zur Hausverwaltung

Mittwoch, den 9. März 2011

Zur alten und zur neuen Hausverwaltung gibt es Neuigkeiten. Die alte Hausverwaltung hatte ja plötzlich bedenken, dass die Feuerwehrzufahrt – welche teilweise über die Tiefgarage führt – einstürzen könnte, falls da ein Umzugswagen entlang fahren würde. Interessant ist hierbei ja auch die Tatsache, dass einmal wöchentlich der Müllwagen entlang fährt. Unsere Umzugsfirma hatte jetzt mit der Hausverwaltung telefoniert und die haben bestätigt, dass das Reinfahrverbot quatsch ist. Wenn wirklich Einsturzgefahr bestehen würde, wären entsprechende Schilder angebracht. Und ob es überhaupt zulässig ist, ein 13-stöckiges Hochhaus nur über eine gewichtsbegrenzte Feuerwehrzufahrt zugänglich zu machen?

Auch bei der neuen Hausverwaltung gibt es Neuigkeiten. Wir haben uns heute mit unseren neuen Nachbarn unterhalten. Alle haben das gleiche Schreiben bezüglich “Hecken zuschneiden und nicht genehmigte Bäume entfernen mit Frist zum 31. März 2011″ bekommen. Es wurde sogar schon gerätselt, ob einer der Nachbarn hier die anderen angeschwärzt hätten. Bei unseren zukünftigen Nachbarn hat die neue Hausverwaltung jetzt auch einen suboptimalen ersten Eindruck hinterlassen…

Gartenarbeiten

Dienstag, den 8. März 2011

Wir sind mitten im Umzug und haben dann auch eine neue Hausverwaltung. Während die alte Hausverwaltung mit fadenscheinigen Aussagen uns den Umzug schwer machen will, begrüßt uns die neue freundlich mit einem Brief. Naja, begrüßen eigentlich auch nicht. Sondern wir werden darauf hingewiesen, dass die Hecken bei uns im Garten zu hoch sind und die nicht-genehmigten Bäume (Und welche sind das?) entfernt werden müssen. Und zwar bis 31. März 2011. Wir wollten uns erst im Sommer mit unserem Garten beschäftigen – aber durch diesen ersten Brief unserer neuen Hausverwaltung sind wir da doch ein wenig unter Druck gesetzt worden.

Meine Erwartungen an einen Erstkontakt unterscheidet sich da doch etwas. Ich hätte mir eher einen Brief “Willkommen in der Elisabeth-Dane-Str.” gewünscht. Idealerweise gleich mit einer Karte, die interessanten Orte (z.B. Restaurants, Riemer See, Einkaufsmöglichkeiten, Spielplätze etc.) enthält. Ein Umgebensführer Riem, um sich mit der neuen Gegend vertraut zu machen. Da bin ich wohl von den Amerikanern verwöhnt.

Tja, der erste Eindruck der neuen Hausverwaltung erinnert mich dann doch eher an die Grauen Herren aus Momo. Aber vielleicht täuscht ja der erste Eindruck.

Ich habe mich aber schonmal dem Garten ein wenig angenommen und die Hecken etwas zugeschnitten. Jetzt haben wir auch mehr Sonne im Garten. Nur habe ich noch keine Idee, wie ich die Gartenabfälle loswerde. Eine Broschüre über die richtige Entsorgung von Gartenabfällen in Riem wäre sicherlich jetzt sehr hilfreich…

Hier die Fotos:

Empfänger wurde benachrichtigt

Freitag, den 14. Januar 2011

Anfang des Jahres habe ich bei Amazon einen Aktenvernichter bestellt. Dieser wurde auch relativ schnell verschickt. Und … kam nicht an. Nichts. Kein Pieps. Also habe ich bei Amazon nachgeschaut.

Aktueller Status: Filiale konnte nicht ermittelt werden
Lieferung beim Transportdienstleister – Abholung durch Empfänger erwartet. – Jan 04, 2011 7:44:30 AM

Okay. Es gibt ja noch eine DHL-Paketnummer. Also auf die DHL-Seite gehen und das Feld für Paketnummern suchen. Ich habe nur das Suchfenster gefunden und ausprobiert. Sehr verwirrend. Erst auf dem zweiten Blick ist mir aufgefallen, dass auf der Website eine mehrzeiliges Eingabefeld für Sendungsverfolgung existiert. Ungewohnt. Funktioniert aber.

Status vom 04.01.11 07:44 Uhr: Die Sendung konnte nicht in die PACKSTATION eingestellt werden und wurde in eine Filiale weitergeleitet. Der Empfänger wurde benachrichtigt.

Ich wurde also benachrichtigt? Wieso weiß ich davon nichts. Keine Mail. Keine SMS. Nichts. Und welche Filiale ist überhaupt gemeint? Also frage ich mal bei Amazon nach. Dort wurde mir dann vorgestern mitgeteilt, dass mein Paket in der Filiale am Hans-Seidel-Platz ist. Das ist die Filiale, bei der man als unschuldiger Postkunde mit Werbung für Postbank belästigt wird. Sowas finde ich sehr nervig. Deswegen ist mir die Packstation lieber.

Heute habe ich es dann doch tatsächlich geschafft noch zu deren Öffnungszeiten in die Filiale zu kommen. Und es hat sich mal wieder gezeigt, dass man kein Kunde bei der Postbank sein sollte. Links neben mir hatte ein Kunde ein Problem mit seiner ec-Karte. Die Autovermietung hatte diese nicht akzeptiert. Wollte ich eigentlich gar nicht mitbekommen – aber das passiert dort halt. Rechts von mir hatte jemand Probleme mit seinem Sparkonto. Interessiert mich auch nicht. Davor war schon jemand, der Geld eingezahlt hat. Wegen den ganzen Postbank-Kunden (die gerne in aller Öffentlichkeit über ihre Bankgeschäfte sprechen) müssen unschuldige Paketabholer also doppelt so lange warten. Und wenn die Postbank ähnlich zuverlässig wie DHL ist… Naja, lieber nicht.

Ich habe jetzt auch endlich meinen Aktenvernichter. Und der Papierhaufen unter meinem Tisch kann jetzt endlich abgearbeitet werden ;-)

Reparaturservice von Samsung

Montag, den 27. Dezember 2010

Vor einiger Zeit hatte ich ja schonmal getwitpict, dass mein Hauptbildschirm eine Laufmasche hat. Also habe ich über den Samsung-Website Kontakt zum Reparaturservice aufgenommen. Dies war am 12. November 2010.

Auf der Cyberservice-Seite von Samsung (welche an 90er-Jahre Anwendungen erinnern) heißt es unten:

* Unser Versprechen an Sie: Wir antworten Ihnen innerhalb eines Werktags!

Ich war dann schon etwas irritiert, dass ich keine Antwort bekam. Also habe ich nach einem Monat auf der Website nachgeschaut. Oh, da gab es wohl eine Antwort. Aber man bekommt keine Mailbenachrichtigung. Und die Antwort steht im Feld “Beschreibung”. Oberhalb meiner Anfrage. Aber es steht auch immer ein Datum dabei. Und ja, Samsung hatte sogar schon am nächsten morgen geantwortet. Aber für was wollten die meine Mail-Adresse, wenn sie diese nicht zur Benachrichtigung nutzen?

Meine Service-Anfrage war aber schon wieder geschlossen und ich mußte eine neue stellen. Und jetzt weiß ich auch, dass ich auf diese doch eher langsame Seite immer wieder zugreifen muß, um den Status einzusehen.

Beim zweiten Ticket wurde dann – nachdem ich ein paar Standardfragen beantwortet hatte – auch ein Reparaturservice eingeleitet. Ich solle das Gerät in den nächsten drei Werktagen zur Abholung bereithalten. Das war am 15.12.2010.

Nachdem nichts passiert ist – und das Ticket bereits wieder geschlossen war – habe ich natürlich nochmal nachgefragt, was der Stand ist. Das war gestern, 26.12.2010. Laut GLS ist die Abholung am 16.12.2010 um 10:46 gescheitert.

Pickup-Service storniert da Abholware nicht vorhanden

Interessant. Ich war am 15. und 16.12. krank und deswegen auch den ganzen Tag zuhause. GLS hatte weder geklingelt, noch einen Zettel hinterlassen (was sie laut Samsung hätten tun sollen, wenn sie mich nicht antreffen würden). Warum der Abholer nicht geklingelt hatte? Die Klingel funktioniert. Unser Briefkasten ist auch leicht zu finden. Aber das Haus hat halt 13 Stockwerke…

Jetzt steht mein Hauptbildschirm seit bald zwei Wochen verpackt im Gang und wartet darauf, endlich abgeholt zu werden. Und nur mit dem Zweitbildschirm zu arbeiten ist auf dauer nervig.

Samsung hat sehr gute Bildschirme. Aber die Service-Seite ist finsteres Mittelalter. Und GLS ist halt ein weiterer unzuverlässiger Paketservice… Mal schauen, was als nächstes passiert.

Update 18:13 ich habe jetzt auch mal GLS über deren Kontakformular kontaktiert. Die scheinen ebenfalls in der Steinzeit hängengeblieben zu sein.

Update 28.12.2010 08:59 War gerade auf dem Weg zur U-Bahn als mein Handy klingelte. Es war der Abholer von GLS, der gerade vor unserer Tür stand. Ich bin sofort zurück und habe den Bildschirm geholt. Der Mann war sehr nett, wußte aber nichts vom ersten Abholversuch. Eigentlich ist das hier seine Tour. Allerdings haben sie im Moment auch ca. 340.000 Pakete pro Tag in der Vorweihnachtszeit. Merkwürdig.

Update 04.01.2011 21:37 Ich habe jetzt nochmal auf der Serviceseite den Status nachgeschaut. Allerdings ist die Status-Seite nicht wirklich hilfreich. Ich sehe zwar, dass irgendwas gemacht wurde (Der “Auftragsverlauf” hat jetzt 8 Nummern). Aber keine Ahnung, was passiert ist. Nur in der Übersichtsseite habe ich einmal ein “Repaired Goods Despatched” und ein “Assigned to Service Centre”. Ersteres würde ich als “repariertes Produkt verschickt” übersetzen. Google meint was von “Repariert Warenausgang“. Die Meldung war aber schon paar Tage da. Neu ist diese zweite Meldung, welche ich als eine Zuordnung an ein Service Center verstehe. Warum ein repariertes Produkt jetzt einem Service Center zugeordnet werden muß, ist für mich nicht verständlich.

Die erste Spalte der Tabelle heißt “Nein”. Vermutlich heißt die Spalte im Englischem einfach nur “no” für number und wurde falsch ins Deutsche übersetzt ;-)

Update 04.01.2011 22:01 Ich habe jetzt auf samsung.de noch eine weitere Servicestatus-Abfrage gefunden. Dabei habe ich die Avatar-Funktion der Seite genutzt. Jedoch konnte ich nicht nachvollziehen, wie man über die normale Navigation dorthin gelangen könnte. Ich habe auch keine Ahnung mehr, wie ich auf diese Cyberservice-Seite gelangt war. Vermutlich über Google?

Ah, jetzt habe ich beides gefunden. Wenn man mit der Maus auf den Navigationslink “Support” geht, taucht ein Untermenü auf. Dies scheint der einzige Weg zu sein. Ich bin es gewohnt auf “Support” zu klicken und dann die Unterpunkte dort nochmal aufgelistet zu sehen.

Neue Antwort vom Samsung-Service:

05.01.2011 12:06:21
Nach Rücksprache mit unserem Servicepartner ******** wurde Ihr Monitor am 30.12.2010 an GLS übergeben, kam jedoch wieder zurück. Ihr Monitor wird heute erneut an Sie versendet.

Das kann doch nicht wahr sein, oder? Also seit fast einer Woche ist mein Monitor wieder beim Servicepartner und niemand kommt auf die Idee, mich darüber zu benachrichtigen? Die haben meine Postanschrift, Mailadresse und Handynummer. Auch GLS hat meine Handynummer (hat ja beim zweiten Abholversuch auch geklappt). *motz*

Update 07.01.2011 11:53 Heute früh kam endlich mein Monitor zurück. Er funktioniert wieder innerhalb normaler Parameter. ;-)

JMStV gut oder böse?

Dienstag, den 30. November 2010

Falls die Grünen in NRW umkippen, wird der JMStV kommen. Und da dieser Vertrag noch sehr interpretierfreudig ist, bieten sich auch hier sehr viel neue Finanzierungsmöglichkeiten. Für Abmahnanwälte. Folglich gibt es auch sehr viele finanzielle Gefahren für Website-Betreiber. Eine wirkliche Verbesserung für den Jugendschutz ist nur schwer zu erkennen. Ob dieser überhaupt vorhanden ist, ist aktuell noch fraglich.

Grundsätzlich sehe ich dort zwar einige interessante Ansätze, mit denen ich auch Leben könnte – aber dazu fehlen die nötigen Standards (z.B. Meta-Tags, mit denen die Inhalte gekennzeichnet werden) und nutzbaren Lösungen. Solange dies nicht der Fall ist, sollte der Vertrag abgelehnt werden.

Liebe Politiker, sorgt erstmal für ausreichend Rechtssicherheit, bevor ihr solche Verträge auf Deutschland loslaßt. Ansonst erweckt ihr den Eindruck, dass ihr gar nicht die Jugendschutz verbessern wollt, sondern nur für eure Lobbyisten arbeitet.

Ich habe mal hier ein kleines Plugin eingebaut, dass die Anzeige dieser Website zwischen 6 und 22 Uhr unterbindet.

Weitere Informationen zum JMStV sammle ich auf episodenguide.de, da ich dort keine “Sendezeiten” definieren werde!

Cyber Monday bei Amazon

Montag, den 29. November 2010

Heute ist Cyber Monday bei Amazon. Das ist eine Marketing-Aktion um möglich schnell möglichst viele Kunden zu verärgern. Und das scheint – wenn man die Rezensionen bei der Playstation 3 anschaut – erfolgreich gewesen zu sein.

Ich habe auch um Punkt 14 Uhr auf den Knopf gedrückt. Habe aber natürlich nichts erwartet. Und nach zwei Stunden “Angebotsstatus wird geladen” hat sich der Status tatsächlich auf … Abgelaufen geändert. Tja, da war ich wohl ne Millisekunde zu spät. Habe nichts erwartet, bin aber jetzt doch sehr verärgert.

Seit ich dann im Forum gelesen hatte, das Amazon scheinbar gerade einmal 40 Stück für den Cyber Monday hatte, bin ich natürlich richtig sauer. Das ist einfach nur Kundenverarsche.

Amazon ist inzwischen so groß, dass es sich solche Schweinereien leisten kann. Zum Glück gibt es noch andere Online-Shops, bei denen man sich die benötigten Weihnachtsgeschenke beschaffen kann.

Hier meine Favoriten:

Übrigens: Der Amazonwunschzettel hat ein neues wichtiges Feature: Man kann Geschenke woanders kaufen und dann über den Link “Dieses Geschenk woanders kaufen?” das Produkt im Wunschzettel als “reserviert” kennzeichnen ;-)

Datensammelwut bei Facebook, Google und Staat

Sonntag, den 21. November 2010

Jeder sammelt Daten. Es ist teilweise schon erschreckend, welche Daten gesammelt werden und was damit gemacht werden kann. Politiker, die mehr Daten für den Staat sammeln wollen (z.B. Vorratsdatenspeicherung) schimpfen gerne mal über die Bürger, die gegen diese staatliche Sammelwut sind, aber scheinbar Firmen wie Facebook, Google & Co jede Menge persönliche Daten freiwilligen geben würden. Und ja, ich fühle mich da auch angesprochen.

Ich gebe auch sehr viele meiner Daten an Google und Facebook weiter. Und ich bin gegen die Vorratsdatenspeicherung. Warum vertraue ich diesen Konzernen mehr Daten an als dem Staat? Ich finde, dass diese Firmen vertrauenswürdiger sind, da relativ genau definiert ist, was mit den Daten passiert. Diese Firmen bieten viele kostenlose Dienste im Austausch für Daten an. Das ist ihr Geschäftsmodell. Davon leben diese Firmen. Sie versuchen natürlich die gesammelten Daten in Geld umzuwandeln – ohne damit die eigenen Kunden zu gefährden. Deswegen achten sie auch sehr genau, was mit den Daten passiert. Und jeder, der mit den Daten arbeitet, kennt sich in diesem Bereich auch aus.

Auf der anderen Seite steht der Staat. Mit der “Vorratsdatenspeicherung” werden keine kostenlose Dienste finanziert. Diese dient ausschließlich dazu gegen Bürger ermitteln zu können. Die Daten werden also vorallem zum Nachteil der Bürger gesammelt. Das wäre nicht so schlimm, wenn die zuständigen Bearbeiter kompetent wären. Aber wenn ich an Operation Himmel oder auch meine persönlichen Erfahrungen mit einzelnen Behörden denke, ist es unverantwortlich, diese Daten erfassen zu wollen. Durch falsch interpretierte Daten (z.B. beim Lesen von Logfiles) werden schnell unschuldige Bürger verdächtigt und ihnen auch geschadet. Als die Polizei vor einiger Zeit bei meinen Kollegen angerufen hatte und meinte “Da liegt eine Anzeige gegen Herrn Heidinger vor”, fand ich das nicht gerade toll. Zumal es gar keine Anzeige gegen mich war, sondern ich als Zeuge befragt werden sollte. Und solchen Leuten wichtige, vertrauliche Daten anvertrauen? Definitiv nein. Solange Leute wir Ziercke & Co bei den staatlichen Behörden rumlaufen, sollten der Staat möglichst wenig Daten über die Bürger erhalten.

Wer Daten sammelt hat auch eine Verantwortung, diese Daten gegen Mißbrauch und Falschinterpretation zu schützen. Firmen wie Google und Facebook nehmen diese Verantwortung wahr. Der Staat nicht.

Recht auf Demonstrationen

Mittwoch, den 17. November 2010

Bürger haben das Recht auf Demonstrationen. Und das wird auch sehr intensiv wahrgenommen. Nur habe ich das Gefühl, dass die Regierung dies nicht genug ernst nimmt. Das einzige was die Regierung macht, ist schwer bewaffnete Polizisten zur Demonstration zu schicken. Das ist natürlich nicht die erwartete Reaktion. Meine Hoffnung wäre ja eigentlich, dass hier auf die Bedürfnisse und Anmerkungen der Demonstrierenden eingegangen wird. Und ich sehe es eigentlich auch als die Pflicht der Politiker an, darauf einzugehen. Aber das passiert nicht. Was natürlich wieder dazu führt, dass hier das Volk noch stärker demonstrieren muß – und entsprechend noch stärker von der Polizei bekämpft wird.

Ich finde es sehr Schade, dass unsere aktuelle Regierung nicht in der Lage ist, auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen. Es scheint, als würde sie ausschließlich auf bestimmte Lobbyisten hören (Stuttgart 21, Atomenergie, Musikindustrie, …) und entsprechend die Gesetze ausschließlich zu deren und ihren eigenen Vorteilen anpassen und sehr frei interpretieren.

Interessant war ja auch mal wieder das Beispiel von Axel Fischer, Vorsitzender der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft, der ein Vermummungsverbot im Internet gefordert hat (um vermutlich Werbung für den gefährlichen e-Perso zu machen), aber seit Jahren ein Blog ohne gültiges Impressum betrieben hat. Das Internet ist – wie viele CDU-Politiker immer gerne behaupten – kein rechtsfreier Raum. Es kommt denen wohl nur so vor, weil sie – scheinbar – selber über dem Gesetz stehen und für ihr Fehlverhalten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Siehe auch das §5 des TeleMedienGesetzes.

Aber zurück zu Demonstrationen. Wenn Politiker nicht auf Demonstrationen eingehen, dann bringen die zwar Aufmerksamkeit in den Medien, aber keinerlei Verbesserung. Welche moralisch (und rechtsstaatlichen) Mittel gibt es dann noch, Politiker auf den Rechten Weg zurückzuführen? Haben wir wirklich nur noch die nur alle paar Jahre stattfindende Wahl als Mittel der Beteiligung an unserer Demokratie? Traurig.

Schützt endlich unsere Kinder: Kein Vermummungsverbot im Internet

Sonntag, den 14. November 2010

Der CDU-Bundestagsabgeordneter Axel E. Fischer fordert ein Vermummungsverbot im Internet. Ihm gefällt dort die Anonymität nicht. Wenn Kinder und Jugendliche im Internet unterwegs sind, empfehle ich, dass sie weder ihren echten Namen, noch ihre Adresse nennen. Und zwar zur eigenen Sicherheit. Klar, gibt es verschiedene Interessen. Firmen, die eine schlechte Bewertung im Internet bekommen, würden natürlich gerne mit Abmahnanwälten diese Meinung aus dem Internet verschwinden lassen. Auch Politiker wäre es wohl ganz recht, wenn man kritische Stimmen im Internet einfacher beeinflußen könnte. In einzelnen Fällen wird die (scheinbare) Anonymität im Internet sicher auch mißbraucht. Aber da gibt es andere Möglichkeiten.

Und solange Polizisten bei Demonstrationen nicht ausreichend gekennzeichnet und wiedererkannt werden können, braucht man keine Diskussion über Anonymität im Internet führen.

Lieber Herr Fischer, ihr gefordertes Vermummungsverbot im Internet gefährdet unsere Kinder. Auch beeinträchtigt es die Meinungsfreiheit, da man aus Angst keine ehrliche Bewertung über Firmen abgeben kann. Allerdings läßt sich hier sicherlich ein Konsens finden: Bewertungen müssen nicht anonym abgegeben werden, wenn der Bewerter vom Staat entsprechend geschützt wird! Sobald sie hier einen funktionierenden Schutzmechanismus vorschlagen, kann man speziell auf Bewertungsportalen über Realnamen nochmal diskutieren.

Ich habe freiwillig meine Anonymität im Internet aufgegeben (weil ich ein eigenes Blog betreibe) und bin deswegen auch schon Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden. Dabei war das Verhalten der Täter noch nicht einmal das schlimmste – sondern das Verhalten einiger der zuständigen Beamten, welche bei mir in der Firma angerufen hatten und meinem Kollegen erzählt “Da liegt ne Anzeige gegen Herrn Heidinger vor”. Ich wurde jedoch nur noch als weitere Zeuge befragt. Deswegen stellen solche Forderungen grundsätzlich ein großes Sicherheitsproblem für uns Bürger dar.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: