Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Archiv der Kategorie ‘Computer und Internet‘

Statistik September 2010

Sonntag, den 3. Oktober 2010

Ich bin ein Egoblogger. Ganz nach dem Motto: Blogitto Ergo Sum. Und um zu sehen, wieviel Interesse mein Ego in der Welt draußen verursacht hier mal die Serverstatistik dieser Website:

Zugriffe pro Tag auf Spitzohr.de:

Zugriffe pro Stunde auf Spitzohr.de:

Top 20 von 811 Suchausdrücke Gesamt

# Anfragen Suche
1 588 18.03% mandeln
2 158 4.84% katzenbilder
3 108 3.31% wappen bundesländer
4 92 2.82% wappen der bundesländer
5 84 2.58% -
6 63 1.93% drachen falten
7 62 1.90% bundesländer wappen
8 54 1.66% lego ritter
9 49 1.50% k-
10 41 1.26% f-
11 35 1.07% lego star wars
12 34 1.04% lichtschwerter
13 31 0.95% windows 7 taskleiste
14 29 0.89% star wars pla-
15 28 0.86% deutschland wappen
16 27 0.83% deutsche wappen
17 27 0.83% [entfernt].de spam
18 27 0.83% wappen deutschland
19 25 0.77% sternzerstörer
20 24 0.74% süße kaninchen

Die Suchbegriffe beziehen sich meist auf die Google Bildersuche, welche Platz 2 (de), 3 (at) und 4 (ch) und 7 (com) unter den Top 20 Referers einnehmen. Zusätzlich zu den oben genannten Suchbegriffen gibt es noch einige andere, bei denen ich recht zufriedenstellende Platzierungen einnehmen:

Alle Ergebnisse für die deutsche Google Bildersuche, Stadt 3.10.2010 22:18:

Wer weitere schöne Fotos von meiner Website in der Google Bildersuche findet, darf sie natürlich gerne hier kommentieren ;-)

fischertechnik

Sonntag, den 26. September 2010

Ich kann mich noch dunkel an fischertechnik erinnern. War schon tolles Spielzeug damals. Etwas irritiert war ich aber dann, als ich im Technik-Museum Sinsheim einige fischertechnik-Modelle bestaunen konnte. Die gibt es noch! Und die Modelle, die ich in Sinsheim gesehen habe, sind echt gut.

Und wenn wir nicht schon unser ganzes Vermögen in Lego und Lego Mindstorms investiert hätten, würde ich mir wohl auch ein paar fischertechnik-Roboter kaufen und zusammenbauen ;-).

Ich will euch die Modelle nicht vorenthalten. Aber leider habe ich auf derfischertechnik-Website keine Seiten mit schönen, großen Fotos dieser Modelle gefunden. Nur paar kleine Fotos im Shop :-(. Daher hier ein paar interessante Modelle aus dem Prospekt abfotografiert:

Smartphone Betriebssysteme

Sonntag, den 19. September 2010

Windows Phone 7 kommt demnächst. Aktuell verwende ich ein HTC Touch Diamond 2 mit Windows Mobile 6.5. Davor war es – vier Jahre lang – ein O2 Xda IIi. Auch mit Windows Mobile (keine Ahnung, welche Version, irgendwas mit 5.x vermutlich). Was ich daran besonders mag: Ich klemme das Windows Mobile-Geräte einfach via USB an meinem Rechner und kann über den Explorer auf alle Dateien zugreifen. Synchronisation meiner Mails, Termine, Todos etc. sind auch kein Problem. Und Anwendungen – neudeutsch Apps – gibt es auch sehr viele.

Warum sind aber Apple und Google mit ihrem Betriebssystemen für Smartphones so erfolgreich? Viele tolle Features kenne ich schon länger von Windows Mobile. Neu ist eigentlich nur Multitouch. Apple knebelte seine Kunden sogar ein einzelne Mobilfunkanbieter. Um wirklich Kontrolle über sein eigenes iPhone zu haben, muß man es erstmal Jailbreaken… das ist doch krank. Und trotzdem ist es so beliebt. Was Apple im Vergleich zu Microsoft dort besser macht sind meiner Meinung nach eigentlich nur folgende Punkte:

  • Zentrales Verzeichnis installierbarer Anwendungen (AppStore)
  • Stärker überarbeitete Oberfläche

Ein zentrales Verzeichnis mit allen Anwendungen ist genau das, was ich bei Windows Mobile lange Zeit vermißt habe. Es gibt zahlreiche Portale mit Downloads für PocketPCs. Man kann von jeder Website eine .cab-Datei herunterladen und auf seinem Handy installieren. Aber das suchen, vergleichen, ausprobiert… es ist kann schon recht nervig sein. Und da ist der AppStore deutlich besser. Gibt es inzwischen übrigens auch von Microsoft und nennt sich dort MarketPlace. Die Auswahl ist noch sehr gering. Pocketwit hatte ich dort beispielsweise das letzte Mal nicht gefunden. Eigene Anwendungen ohne einen AppStore oder Marketplace möchte ich aber weiterhin installieren können.

Und ja, die Oberfläche von iOS ist deutlich durchdachter. Microsoft hatte bei Windows Mobile das Look & Feel von Windows auf ein Handy übertragen wollen. Es ist grundsätzlich gelungen und solide, aber kann nicht alle Anwender überzeugen. Ob sich dies mit dem komplett neuen Windows Phone 7 ändern wird?

Zu Googles Android kann ich bisher relativ wenig sagen. Soweit ich weiß, ist es natürlich sehr stark mit den Google-eigenen Diensten verknüpft, was mir persönlich wieder nicht ganz so zusagt.

Ich befürchte, dass genau dieser Trend immer weiter zunimmt. So wird wohl auch das Windows Phone 7 viel mit der Windows Live-Welt kommunizieren. Will ich aber nicht. Wenn das Handy Dienste aus dem Internet nutzt, dann möchte ich diese Dienste auf meinen eigenen Servern oder auf anderen Servern denen ich vertraue wissen. Ich will meine Mails nicht bei Google, Microsoft oder Apple speichern. Und meine Kalendereinträge haben dort auch nichts verloren!

Mein Touch Diamond 2 wird mir sicherlich noch ein paar Jahre erhalten bleiben. Ob ich dort Windows Phone 7 installieren kann, halte ich eher für unwahrscheinlich. Ist auch nicht so schlimm. Solange ich damit twittern, meine lokal synchronisierten Kontakte habe oder Mails checken kann, brauche ich auch nicht mehr ;-)

P.S. neben Navigation und Musikhören kann man damit sogar telefonieren ;-)

Das Anti-Botnet-Beratungszentrum

Donnerstag, den 16. September 2010

Vor kurzem wurde vom eco und BSI die Seite botfrei.de ins Web gestellt. Fördermittel werden vom Bundesministerium des Innern (BMI) gestellt. Also eine Website, auf der es ein Programm gibt, dass uns vor Schädlingen schützen soll – und das BMI hat seine Finger im Spiel… da bin ich lieber vorsichtig. Das macht die Seite nicht wirklich vertrauenswürdig.

Interessant ist aber, dass ich eigentlich nur Informationen zum Microsoft-Betriebssystemen dort finde. Gibt es auf anderen Betriebssystemen (z.B. Linux, MacOS, etc.) keine Botnetze? Und wenn dem so ist, warum werden diese Betriebssysteme nicht auf der Seite “Vorbeugen” vorgeschlagen? Und ist das auf der Seite Vorbeugen nicht ein MacBook oben im Foto?

Die Seite ist druckoptimiert. Mit einer Ausnahme. Bei mir in der Druckvorschau ist beim eigentlich Text noch eine leicht störende Hintergrundgrafik eingebunden. Und es wird auch immer eine weitere leere Seite mit ausgedruckt… Vielleicht für Notizen.

Okay, klingt soweit eigentlich ganz harmlos. Internet-Ausdrucker freuen sich sicherlich über diese Seite. Und… Moment, was steht da?

Zunächst wird der betroffene Kunde von seinem Internetzugangsanbieter über eine mögliche Infektion mit einem Schadprogramm informiert, z.B. über eine vorgeschaltete Website, die beim Öffnen des Browsers beim Anwender erscheint…

Also wenn der Internetzugangsanbieter meint, bei dir auf dem Rechner ist eine Schadsoftware, dann zeigt dieser eine andere Website im Browser an? Also wenn ich auf heise.de gehen will, bekomme ich möglicherweise eine Seite von meinem Provider zu sehen? Diese enthält dann einen Hinweis auf eine andere Website, bei der ich eine Software herunterladen kann, die mich von diesem Schädling befreit. Das erinnert doch stark an Scareware! Und mit der Manipulation meines Datenverkehrs bin ich jetzt auch nicht sehr glücklich. Dazu kommt natürlich noch die Frage, auf welche Weise mein Zugangsanbieter herausfinden möchte, ob ich “Schadsoftware” auf meinem Rechner habe…

Fazit: botfrei.de ist teilweise sicherlich gut gemeint, hat aber noch viel Potential zur Weiterentwicklung. Das Beispiel mit der “vorgeschalteten Website” hat mich aber dann doch sehr erschreckt. Wenn ich da an einige Leyen-Politiker denke, dann kommen da sicherlich auch bald die Forderung, ob man nicht auch vor bösen Seiten eine Warnseite vorschalten könnnte… Böse Seiten die z.B. Schadsoftware, Kinderpornografie, urheberrechtlich geschütztes Material oder Kritik am Staat enthält…

Schnappschüße von Johnny 5

Dienstag, den 14. September 2010

Anbei einige Schnappschüße von meinem Johnny 5. Inzwischen habe ich ja die Ketten für die Arme angebaut und nun auch Hände und Kopf nochmal etwas verändert.

Die Hardware ist somit soweit fertig und ich kann mich jetzt voll und ganz auf die Programmierung konzentrieren. Interessant wird sicher der Datenaustausch zwischen den beiden NXT-Bausteinen. Diese sollen – laut Creating Cool MINDSTORMS NXT Robots über die jeweiligen Ports 4 kommunizieren. Mit der hslib.nxc sollte dies auch nicht so schwer sein. Interessanter wird aber noch die Hand-Verfolgung… Ich werde – wie ihr sicherlich schon befürchtet habt – darüber berichten ;-)

Wer sich grundsätzlich für Roboter interessiert, dem empfehle ich auch das Buch Roboter – Vom Blechspielzeug zum Terminator.

Mein Johnny 5-Robot

Samstag, den 11. September 2010

Sandra hatte für mich bei ebay ein paar 24-zackigen Lego-Zahnräder erworben, die es schockierender Weise selbst im Lego Factory Shop im Legoland nicht mehr gab. Nachdem ich diese nun hatte, konnte ich an meinem Modell weiterbauen. Trotzdem mußte ich noch einige Anpassungen vornehmen, da ich nicht alle benötigten Teile habe. Noch ist meine Johnny 5-Variante (Codename: SR-F-500) noch nicht fertig. Ich kann ihn aber bereits durch die Gegend fahren lassen ;-)

Mehr dazu findet ihr auf meiner Spitzohr Robotics Seite.

Anbei noch ein Testvideo, dass ich gemacht habe:

Telmap Navigator

Samstag, den 11. September 2010

Als O2-Kunde habe ich den Vorteil, dass ich mir kostenlos die Navigationslöstung Telmap Navigator auf dem Handy installieren kann und nutzen darf. Ich habe diesen letzten Donnerstag auch mal auf der Fahrt zum Online-Stammtisch in Dorfen getestet. Die Software lädt die benötigten Karten direkt aus dem Internet. In der Hilfe heißt es zudem: “Die Routen werden anhand von Verkehrsberichten berechnet”. Zusätzlich finde ich es ganz gut, dass das System auch die Straßennamen sagt. Aber jetzt erstmal der Reihe nach.

Ich hatte mein Handy im Auto an der Halterung montiert und wollte nun die Route einstellen. Dazu habe ich das Programm gestartet. Leider gab es da ein Problem. In der Tiefgarage habe ich keinen Empfang. Wenn er meine GPS-Koordinaten nicht hat, ist es sicherlich nicht so schlimm… die müßte er ja bekommen, sobald ich aus der Garage draußen bin. Aber die Software hat sich ohne Verbindung zum Internet gar nicht starten lassen. Also konnte ich weder ein Ziel eingeben noch sonst irgendwas einstellen. Das ist unpraktisch. Folglich mußte ich erstmal aus der Tiefgarage rausfahren und seitlich nochmal anhalten, um die Route einzutragen. Das geht bei meinem CoPilot Live dann da schon besser. Einstellen und losfahren ist mir lieber.

Nagut. Ich habe dann das Ziel eingetragen gehabt. Auf dem Bildschirm erscheint ein: “Verkehrsmeldungen werden abgefragt”. Ich hatte bisher die Dienste für Verkehrsmeldungen noch nie genutzt – die Abo-Gebühren waren wir immer zu teuer. Dann kann ich das auch endlich mal testen. Ob der nur die Umleitungen kennt? oder auch aktuelle Staus? Mal schauen. Als nächstes sagte eine Stimme “Route wird heruntergeladen. Keine Verkehrsbehinderungen gemeldet”. Dann kann ich ja jetzt losfahren.

In München muß ich etwas kreuz und quer fahren, bevor ich auf die A94 komme. Das Navi hat mir dann neben den typischen “links abbiegen”, “rechts abbiegen”, etc. auch noch die Namen der Straßen gesagt. Leider waren diese nicht so gut zu verstehen. Wenn man die Straßen erkennt, kann man erraten, was gemeint war. Trotzdem sehr hilfreich.

Auf der A94 wurde es dann etwas still. Ging ja auch nur gerade aus. Leider nicht bis zur Autobahnausfahrt Dorfen… das ist aber eine andere und leider viel längere Geschichte. Aber vielleicht gibt es diese Ausfahrt ja irgendwann.

Naja, dann war ich halt auf der B12 bis Hohenlinden unterwegs und bin dort Richtung Dorfen abgebogen. 20 km noch. Plötzlich vor Isen ein Schild “Ortsdurchfahrt Isen gesperrt”. Für Dorfen gibt es eine Umleitung. Warum wußte dass mein Navi nicht. Ich dachte, es hätte Verkehrsmeldungen abgefragt? Irgendwann waren die Straßen auf der Heruntergeladenen Karte zu Ende und die Software hat eine neue Route ermittelt. “Bitte wenden.” Huhu? Da ist die Ortsdurchfahrt gesperrt. Da kann ich nicht entlang fahren. Zehn Minuten und Vier “Bitte Wenden”-Routen später hatte ich dann endlich eine brauchbare Route – die mit den Umleitungsschildern übereinstimmte.

Diese tolle Funktion mit “Verkehrsmeldungen” scheint wohl nicht so richtig zu funktionieren. Das hatte ich schon bei anderen Umleitungen letzte Woche festgestellt. Scheinbar sind größere Baustellen und Umleitungen nicht so wichtig, als dass man diese für die Routenberechnung verwendet. Aber welche Verkehrsmeldungen werden dann berücksichtigt?

So ist mir CoPilot Live dann doch lieber. Ich bekomme keine falschen Versprechungen mit “Verkehrsmeldungen” und kann bereits in der Tiefgarage die Route berechnen lassen. Noch lieber wäre mir natürlich TomTom. Aber zu dem Zeitpunkt, als ich eine Navigationslösung für mein Touch Diamond 2 gesucht hatte, wurde dieses Handy von TomTom noch nicht unterstützt. Aber auf meinem alten Xda IIi läuft noch das TomTom – in einer etwas älteren Version.

Killerspiele und Gewaltbereitschaft

Samstag, den 4. September 2010

Gestern abend hatten wir kurz über die Piratenpartei gesprochen. Dabei kam mal wieder die Aussage, dass die Piratenpartei eine Ein-Themen-Partei wäre. Aber ich denke, dass wenn man unterschiedliche Leute frägt, dass diese unterschiedliche Themen nennen werden. Die einen denken da wohl erstmal an die DNS-Sperren (und vielleicht auch an den Fall Tauss) und glauben vielleicht auch den Unfug den Frau Von der Leyern verzapft hat und behaupten, dass die Piratenpartei Kinderporno im Internet haben möchte. Andere vermuten, dass es der Piratenpartei darum geht, im Internet illegal irgendwelche urheberrechtlich geschützten Werke (Musik, Filme) zu verbreiten. Wieder andere sehen die Piraten vermutlich nur als irgendwelche Killerspiele-Spieler. Meiner Meinung nach ist aber das wichtigste Thema der Piratenpartei, dass sie die Bürger über die modernen Medien an der Politik stärker partizipieren lassen wollen. Das habe ich natürlich auch getwittert gehabt.

Das eine Thema der #Piraten+ : Bürger mit Hilfe moderner technischer Mittel (z.B. Internet) an der Politik beteiligen!

Tja, nachdem meine Tweets auch bei Facebook landen – und inzwischen viele Bekannte auch lieber auf Facebook auf Tweets antworten, hat sich dort eine interessante Diskussion entwickelt. Dabei geht es zum einen darum, dass die Piratenpartei in einigen Punkten anderen Parteien gar nicht so unähnlich ist und somit auch einige abweichende Meinungen als Kommentare nicht zugelassen hat. Dabei ging es um den Standpunkt zu Egoshootern.

Das gängige Vorurteil, dass das Spielen von Killerspielen auch zu mehr Gewaltanwendung im Alltag führt, wurde in den letzten Jahren mehrfach durch wissenschaftliche Studien eindeutig widerlegt (siehe Linkliste).

Ich persönlich bin mit dieser Formulierung nicht ganz glücklich. Die Aussage – wenn man jedes Wort analysiert – kann inhaltlich korrekt sein (habe jedoch die verlinkten Studien nur überflogen). Was meiner Meinung nach fehlt, ist aber eine Abschwächung der Aussage. Ich bin der Meinung, dass bereits vorhandene Gewaltbereitschaft unter verschiedenen Umständen durch Killerspiele verstärkt werden kann. Muß aber nicht. Und in vielen Fällen denke ich, dass die Spieler sich sogar eher abreagieren. Aber auf keinen Fall handelt es sich bei Killerspielen um die Ursache für Gewalt. Wer das behauptet, der will sich nicht mit den eigentlichen Problemen beschäftigen.

Mit der Aussage sollen vermutlich vorallem auch die Gamer angesprochen und ein Gegengewicht gegen diese Vorurteile geschaffen werden. Das ist – wie Oli auch geschrieben hat – Populismus. So, wie man es von den anderen Parteien gewohnt ist. Damit verspielt die Piratenpartei aber auch ein Alleinstellungsmerkmal und begibt sich teilweise auf das Niveau einer CDU/CSU herab.

Sinnvoller – aber natürlich wesentlich umfangreicher und komplexer – wäre es daher, gar nicht mehr auf die Killerspiele-Diskussion einzugehen, sondern sich mit den eigentlichen Problemen zu beschäftigen. Dafür ist die Piratenpartei aber noch zu klein.

Anbei noch die Diskussion aus Facebook:

Ich:

Das eine Thema der #Piraten+ : Bürger mit Hilfe moderner technischer Mittel (z.B. Internet) an der Politik beteiligen!

Oli:

Nur schade, dass die meine Beiträge zu ihrer Unfugsmeinung zu den Ego-Shootern nicht veröffentlicht haben. Abweichende Meinung offensichtlich nicht erwünscht.

Ich:

Mich als Pirat interessiert deine Meinung schon. Es hilft mir bei meiner Meinungsfindung, wenn ich unterschiedliche Blickwinkel kenne. Aber jeder Pirat ist anders.

Oli:

Zitat aus dem Standpunkt der Piraten:
“Das gängige Vorurteil, dass das Spielen von Killerspielen auch zu mehr Gewaltanwendung im Alltag führt, wurde in den letzten Jahren mehrfach durch wissenschaftliche Studien eindeutig widerlegt.”

Interess…antwerweise werden dann in der Linkliste nur Studien aufgeführt, die keinen oder einen sehr begrenzten Zusammenhang von egoShootern und Gewaltbereitschaft/tatsächlicher Gewaltausübung aufzeigen.

Jeder, der auch nur 15 Minuten seriös recherchiert, ohne Vorkenntnisse, findet Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen. Z.B.; “Exzessives spielen von Ego-Shooter kann, bestimmte Dispositionen vorausgesetzt, Gewaltbereitschaft fördern”. O.ä.

Sprich: die Piraten verstellen sich differenzierten Sichtweisen.

Meine Vermutung: mit differenzierten Sichtweisen vergrätzt man eben die Klientel. Und die ist bei den Piraten eben so wie sie ist.

Würde ich als Politiker ja auch so machen. Ist auch einfacher. Kann man auf andere zeigen, sich echauffieren und die eigene Klientel besser an binden. Und ein paar Hundertausend € mehr Wahlkampfkostenerstattung kassieren, von denen, die es eben gerne einfach haben. Und schafft so eine faktische Verzerrung der Tatsachen. Die da ist: man kann diese heikle Frage eben (noch) nicht eindeutig beantworten.

Da sind die Piraten auch nicht besser als der Rest. Aktuelles Beispiel: Studie zur Atomenergie.

Womit ich nicht gesagt haben will, dass die Position der Piraten, sich gegen ein Ego-Shooter-Verbot einzusetzen, falsch ist. Ganz im Gegenteil, das halte ich für korrekt.

Aber der Zweck heiligt dann eben doch nicht die Mittel, finde ich jedenfalls. Das scheint bei den Piraten teilweise anders zu sein – meine Komnetare blieben unveröffentlicht, Nachfragen unbeantwortet. Blöd nur, dass die damit Ihr eigenes Ideal der web-basierten Basisdemokratie ad absurdum führen (und sich brav bei der CSU oder CDU einreihen).

Felix

In den Problemzonen US-amerikanischer Großstädte gabs schon Amokläufe an Schulen, bevor es überhaupt “Computer” gab, die diese Bezeichnung verdienen. Die Ghettobewohner in den 70ern und 80ern konnten sich wohl keinen IBM-Großrechner ins Woh…nzimmer stellen und DOOM darauf zocken. Denn auch das gab es damals noch nicht.

Die Ballerspiele sind allerhöchstens ein Symptom, aber keinesfalls die URSACHE für die Enwicklung, die wir zur Zeit beobachten können.
Die Politiker der sogenannten “Volksparteien” haben das entweder nicht erkannt, oder (und das ist wahrscheinlicher) sie sind unfähig, etwas daran zu ändern. Deshalb wird mit Plazebo-Pillen wie dem Verbot von Spielen oder dem Sperren von Porno-Seiten gearbeitet. Die von der BILD-Zeitung verblödete Masse frisst diese Pillen und setzt bei der nächsten Wahl ihr weiterhin brav ihr Kreuz bei den üblichen Verdächtigen.
Das Kernproblem fängt bei Bildung, Integration und vollzeit-arbeitenden Eltern an und endet dann irgendwann in Amokläufen und sozialen Problem.

Mal was anderes:
Wann wurde eigentlich das “Umweltministerium” erfunden? Ich glaube das war damals, kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986. Man könnte also sagen, es gab einen “aktuellen Anlass” anzufangen, sich mehr Gedanken um die Umwelt zu machen.
Heute, zu Zeiten in denen Themen wie Internet und Datenschutz immer mehr an Bedeutung gewinnen, da könnte man aus “aktuellem Anlass” doch auch über die Gründung eines Datenschutz-/Telekommunikations-/Medien – Ministeriums nachdenken. Warum sich beschäftigen in der Politik “Experten” mit diesen Themen, die nichtmal die Grundfunktionen eines Browsers beherrschen und diesen gerne mit einem Duschkopf verwechseln?

Wir arbeiten gerade an einem Produkt, mit dem die kreativen Ideen von Mitarbeitern in Form einer “Web 2.0 – Plattform” im Intranet der Firmen veröffentlicht werden können.
Etwas derartiges wäre auch in gewissen Ebenen der Politik sinnvoll …
Es hat keinen Sinn, gegen einzelne Symptome einer Entwicklung zu arbeiten und dabei den Kopf in den Sand zu stecken. Es ist eher wie in der Evolution: nur durch geschickte Anpassung erreicht man eine Verbesserung …

Oli:

@Felix: und deswegen verfälschen die Piraten die Tatsachen? Das ist ebenso manipulativ wie die Thesen dieses Bundesbankers.

Von einer basisdemokratischen Partei würde ich jedenfalls mehr Substanz erwarten und weniger auf potenzielle Wählerg…gruppen gerichteten Populismus – wie z.B. die Aussage, dass Killerspiele Symptom und nicht Ursache sind. Genau das ist eben nicht haltbar und populistisch. Es kommt einfach drauf an.

Nochmal Verbot nein, aber bitte nicht mit solchen Hanebüchenen Argumenten.

Außerdem könnten die Piraten auch mal dazu eine Meinung entwickeln, welche alternativen Möglichkeiten zum Aggressionsabbau unsere Gesellschaft anbieten könnte. Oder was in der Richtung.

Vielleicht, in ein paar Jahren, sind die Piraten sogar für mich wählbar. Wenn sie denn dann mal ihre basisdemokratischen Prinzipien wirklich leben. Und weniger populistisch geworden sind.

Felix:

Ich habe mit keinem Wort die Piraten erwähnt, sondern lediglich meine Meinung zur aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung geäußert :-)

Es geht hier nicht um Populismus oder Wählerstimmen. Die Kernursachen für die Gewaltbereitschaft und zune…hmende soziale Ungleichheit lässt sich eben gerade NICHT allein auf blödsinnige Killerspiele zurückführen.
Um zu der Einsicht zu gelangen, benötigt man keine (kommerziell beeinflussten) Studien, sondern nur ne kleine Portion gesunden Menschenverstsand und einen Blick in den Alltag …

Wenn Löschen nicht funktioniert sind Sperren noch gefährlicher!

Dienstag, den 17. August 2010

Die FAZ hat vor kurzem geschrieben, dass “Löschen” angeblich doch nicht funktionieren würde. Natürlich freut sich jetzt Union, BKA und andere Organisationen die mit Inhalten im Internet Geld verdienen. Jetzt kann man ja wieder Sperren fordern.

Ein Problem an diesen Sperrlisten ist aber, dass es vom BKA erstellt und an Provider verteilt wird, damit diese es auf einen Server packen, dessen Aufgabe es ist Auskünfte zu erteilen. Diese pseudo-geheime Liste landet also auf einem sehr mitteilsamen Dienst im Internet. “Interessierte” brauchen nur noch die richtigen Fragen an den Nameserver zu stellen, um die Liste zu bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten an diese Listen ranzukommen. Und möglicherweise werden diese Listen dann auch auf Schulhöfen verteilt, weil es vielleicht einige Jugendliche “cool” finden, sich gegen die Willkür des Staates behaupten zu können.

Dieses Argument – dass der Zugang zu solchen Seiten mit diesen Sperr-Listen leichter wird – war bisher aber eher unbedeutend, da die Inhalte kurz nach Entdeckung gelöscht gewesen seien. Aber jetzt gibt es wohl doch Listen, die wieder Seiten enthält, die doch länger online sein könnten?

Sperren ist keine “Alternative” bei der Bekämpfung von KiPo im Internet. Der einzige sinnvolle Weg ist Löschen! Wenn dies nicht immer klappt, dann müssen die Ursachen dafür gefunden und Lösungen erarbeitet werden! Alles andere ist Schwachsinn und im Fall von Sperren werden solche Seiten eigentlich auch noch durch das BKA aktiv “beworben”!

Eine Herausforderung im Internet ist, dass es nicht auf ein Land und dessen rechtlichen Bestimmungen beschränkt ist. Was in Deutschland verboten ist, ist in anderen Ländern erlaubt. Was in anderen Ländern verboten ist, ist in Deutschland erlaubt. Das hängt sehr mit den Kulturen zusammen.

So ist in einer Kultur ein Bild mit einem nackten Kind beim Baden schon KiPo – für andere nur ein harmloses Urlaubsfoto. Schwieriger wird die Diskussion aber bei Nacktfotos von sehr jung aussehenden, aber bereits volljährigen Personen. In islamischen Ländern ist man wesentlich restriktiver. In manchen europäischen Ländern sieht man des etwas lockerer. Ein weiteres interessantes Beispiel für die Unterschiede ist auch das Schutzalter.

Offen bleibt aber die Frage, ob die Seiten, welche gemeldet wurden überhaupt in Deutschland oder dem jeweilgen Hosting-Land verboten sind. Im Bericht der FAZ wird leider nicht erwähnt, ob die gemeldeten Seiten richterlich überprüft wurden. Nur weil eine Seite “gemeldet” wird, muß sie noch nicht die Voraussetzungen erfüllen, um gelöscht werden zu können. So sind laut heise bei der Beschwerdestelle INHOPE im ersten Halbjahr 38.679 Beschwerden eingegangen, davon haben sich 238 auf KiPo bezogen, wovon sich nur noch 207 als Begründet herausgestellt hätten. Erschreckend ist aber die Tatsache, dass gerade einmal 18 Fundstellen im Ausland gehostet waren.

Eins ist aber klar. Wenn ich beweisen wollen würde, dass Löschen nicht wirksam seien, dann würde ich für den Nachweis vorallem Seiten melden, die zumindest schwer einzustufen sind und welche eventuell im Hosting-Land nicht als illegal empfunden werden. Andersherum kann man sich natürlich auch die Statistiken schönen, indem man vorallem Seiten meldet, auf denen eindeutig Kinderpornografie zu finden ist – welche dann ja auch schnell gelöscht wird. Die Politiker und Medien, welche Sperren fordern, greifen natürlich nur die Auswertungen auf, die ihre Forderung nützen.Ich persönlich finde es aber viel wichtiger, dass dieses ekelhafte Material aus dem Internet verschwindet! Das hat da nichts verloren und muß gelöscht werden!

Das Inhalte auch widerrechtlich und ungeprüft gelöscht werden können hat erst vor kurzem die GVU wieder bewiesen. Und das zeigt auch wieder, wie gefährlich Sperren sein können. Es gab schon die Forderungen, Sperren auf Urheberrechtsverletzungen auszuweiten. Dann würde nicht nur eine Liste von BKA, sondern auch eine von GVU und anderen Organisationen erstellt werden, welche ungeprüft den Zugang zu unerwünschten Seiten erschweren sollen. Klar, für die Pädophilen stellt diese Sperren keine Hürde da (ist leider sogar hilfreich, um solche Seiten zu finden), aber der restliche Bevölkerung wird beispielweise dann der Elektrischer Reporter vorenthalten.

Ihre Sendung wurde in eine FILIALE umgeleitet

Dienstag, den 20. Juli 2010

Dies ist ein Betreff, den ich nur sehr ungern lese. Aber manchmal ist halt ein Paket für die Packstation ungeeignet und anstatt meine Ware von einer freundlichen Maschine abzuholen muß ich nun in die Filiale rein :-(

Doch, ich mag Menschen. Aber bei unserer Post kommen einige Faktoren hinzu, wodurch der Besuch der Filiale meist nur als eine unangenehme Erfahrung endet. Einer der Faktoren sind die Öffnungszeiten. Während ich bei der Packstation jederzeit mein Paket abholen kann, bin ich bei der Filiale an deren Öffnungszeiten gebunden. Unter der Woche macht diese schon um 18 Uhr zu. Zu dieser Zeit bin ich meist noch in der Arbeit.

Vormittags zur Post gehen ist auch nicht gerade angenehm, da zu dieser Zeit sehr viele andere Postkunden dort unterwegs sind. Eine lange Schlange und noch längere Wartezeiten.

Und als ob die normalen Wartezeiten nicht noch genug wären, muß jeder Postbeamteangestellte ihre armen Opfer Kunden noch mit Werbung für die Postbank zutexten. Ach wie toll so ein kostenloses Girokonto doch sei… Als gäbe es noch Banken, die kein kostenloses Girokonto anbieten. Nachdem die Postbank inzwischen auch zum Ackermann-Imperium gehört, ist es aber für mich fast schon beleidigend, mir ein Postbank-Konto andrehen zu wollen. Die Leute wollen doch nur ihre Päckchen abholen oder abgeben. Warum müssen sie dann noch auf eine solche fragwürdige Art und Weise mit Werbung belästigt werden? Will jemand wirklich zu einer Bank, die so verzweifelt auf Kundensuche geht?

Ich möchte doch nur mein Paket abholen. Eine ganz einfache Transaktion. Zwischen mir und der Post. Ist das nicht auch sowas wie eine geschäftliche Beziehung? Ist es überhaupt erlaubt, hier Werbung für Dritte zu machen? Darf ich dann auch dem Angestellten ein Antragsformular für irgendwelche Abos, unseriösen Handy-Anbietern oder fragwürdigen Kirchen unter die Nase halten und sie mit den Vorzügen zutexten? Wäre eigentlich mal interessant zu sehen, wie die dann reagieren.

Das wäre doch mal eine Idee für einen Flashmob. Mit Antragsformularen bewaffnet in eine Postfiliale rein, dort irgendwas postliches machen (Briefmarken kaufen, Paket abholen, etwas verschicken etc.) und dann Werbung für die Antragsformulare machen. Ha!


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: