Sucker Punch – ein Film mit einer jungen Frau in Schulmädchenuniform die gegen Orks, Drachen und dampfbetriebene deutsche Soldaten kämpft. Was soll man da viel erwarten? Da hat ein Regisseur seine Fantasien ausgelebt. Könnte man zumindest meinen. Wir haben uns den Film angeschaut – und ich war überrascht. Der Film ist mehr als ein Katana-schwingendes Schulmädchen.
Achtung, Spoiler!
Story
Die Geschichte ist relativ schnell erklärt. Die Mutter ist gestorben und hinterläßt alles ihren beiden Töchtern. Der Stiefvater ist nicht sehr glücklich darüber. Ob er sich jetzt an den Töchter vergehen wollte oder ermorden ist schwer zu sagen. Jedenfalls stirbt die jüngere Tochter und die ältere flüchtet zum Grab ihrer Mutter. Dort wird sie vom Stiefvater und der Polizei gefunden. Sie hätte den Tod ihrer Mutter nicht verkraftet, wäre verrückt geworden und dabei ihre jüngere Schwester getötet. Also soll sie in eine Anstalt und dort einer Lobotomie unterzogen werden.
In der Anstalt flüchtet sie sich in eine Traumwelt – ein Bordell, wo sie sich mit den anderen Mädchen um das Wohl der Kunden kümmern. In dieser Traumwelt soll sich tanzen – und flüchtet sich dabei in die nächste Ebene der Traumwelt. Dort kämpft sie anfangs alleine und später mit anderen Mädchen zusammen gegen die japanische Sumarai-Wesen, deutsche dampfbetriebene Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, sowie Drachen, Orks, Ritter und Roboter. In der Bordell-Traumwelt versuchen sie zu fliehen.
Nach einer Woche bekommt sie jedoch die Lobotomie. Dabei fällt der Ärztin auf, dass ihre Unterschrift gefälscht wurde und der Anstaltsleiter und einige Betreuer sich an den Mädchen vergehen. Als dieser Abgeführt wird, hat er noch erzählt, dass sie nicht ihn, sondern die Stiefvater wollen.
Optik
Die Umsetzung ist auf jeden Fall sehenswert. Der Film ist sehr stark in Grautönen gehalten. Die Action ins eindrucksvoll in Szene gesetzt worden – erinnerte aber auch an Matrix. Muß man einfach (zumindest einmal) gesehen haben.
Akkustik
Der Sound im Kino war für meinen Geschmack zu laut. Ansonst waren Bild und Ton sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass die Musik die Stimmung passend wiedergegeben hat.
Mein Fazit
Der Film ist sehr gelungen. Ich halte es auch für denkbar, dass sich ein Mädchen mit so einem Schicksal in eine solche Welt flüchtet um zu überleben. Sie wartet auch nicht auf einen “Prinzen” – in ihrer Realität gibt es nur Monster und ihre Freundinnen.
Der Film hat mich stellenweise auch an Filme wie A Beautiful Mind, Fight Club und Inception erinnert.
Ich bin der Meinung, dass der Film künstlerisch wertvoll ist. Und eins noch: Es ist kompliziert.