Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


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Flexibles Preissystem im Holiday Park (Pfalz)

Donnerstag, den 2. September 2010

In Haßloch (Rheinland Pfalz) gibt es den Holiday Park. Wir waren bereits im April dort und haben diesmal das “flexible Preissystem” nochmal näher angeschaut. Dieses System ist sehr interessant und ich kenne keinen anderen Park, der sowas anbietet. Es gibt zwei Optionen: Flatrate oder Schnupperpreis. Bei der Flatrate sind alle Show- und Fahrattraktionen bereits dabei. Beim Schnupperpreis – wie ihr es euch sicherlich denken könnt, zahlt man jede Attraktion einzeln.

Bei der Flatrate sind alle Fahrgeschäfte und Shows dabei. Erwachsene zahlen 27,90 Euro, Kinder (1m – 1,44m) 27,90 Euro und alle Kinder unter einem Meter können kostenlos rein.

Bei Option 2 (Schnupperpreis) zahlt jede Person 9,90 Euro. Die Attraktionen sind in die drei Kategorien Grün, Gelb und Rot aufgeteilt. Ein Ticket für Grün kostet 1,50 Euro, Bei Gelb sind es 2,50 Euro und Rot 4,00 Euro. Die Farben sagen auch etwas über die Zielgruppe aus. Grün ist auch für kleinere Kinder geeignet und Rot sind die etwas wilderen Fahrgeschäfte. Aber auch für die Wasser-Stunt-Show muß man ein rotes Ticket kaufen.

Rechenbeispiele:

Also wenn ich jetzt nur die Stuntshow sehen möchte, dann wäre ich mit dem Schnupperticket + einem roten Ticket günstiger (9,90 Euro + 4,00 Euro = 13,90 Euro).

Auch wenn man nur drei rote Fahrgeschäfte und zwei gelbe Fahrgeschäfte (9,90 Euro + 3x 4,00 Euro +  2x 2,50 Euro = 26,90 Euro) fahren will, ist man mit dem Schnupperticket noch knapp drunter.

Fazit:

Für mich hätte sich das Schnupperticket fast gelohnt gehabt. Allerdings hatte ich drei rote und drei gelbe Tickets gebraucht => Also 29,40 Euro. Mit einer Flatrate hätte ich mir also 1,50 Euro gespart. Allerdings bin ich am Ende nochmal ein gelbes Fahrgeschäft gefahren, weil wir das noch übrig hatten.

Das Schnupperticket ist ideal für Leute, die nur dabei sein wollen, aber nur wenig fahren.

Die Shows

Wir haben uns die zwei Shows Jim Pond H20 – Der See ist nicht genug (Wasser-Stunt-Show, Rotes Ticket) und Amaceon (Multimedia-Lasershow im Aquascope, Gelbes Ticket) angeschaut. Die Stuntshow findet im Wasser statt und die Künstler sind dann auch mal mit Wasserski – oder auch mal Barfuss auf dem See unterwegs. Dazu gibt es eine an James Bond angelehnte Story mit Verfolgungsjagd, Knutscherei, Rumgeballer und natürlich auch Explosionen. Wenn man im Holiday Park ist, sollte man die Stuntshow auf jeden Fall anschauen. Von Amaceon hingegen war ich jetzt nicht wirklich überzeugt. Die Show hat zwar sehr gut angefangen, aber gegen Ende fehlte einfach der rote Faden. Da wurden dann alle Effekte kreuz und quer eingesetzt. Ansonst war die Mischung von Lasern, Wasserfontänen, Wasserfällen und Projektoren schön anzuschauen.

Die Fahrattraktionen

Wir haben nicht alle Fahrattraktionen getestet – dafür aber die wichtigsten ;-). Wir haben natürlich gleich mit dem Donnerfluss (Wildwasserbahn) angefangen. Danach ging es dann weiter zur neuen Attraktion Holly’s wilde Autofahrt (Wilde Maus-Achterbahn). Interessanter ist aber der Superwirbel (Looping-Achterbahn). Dieser hat sogar einen Fotopoint, von wo man die wirbelden Kinder gut knipsen kann – ohne für teures Geld das Foto kaufen zu müssen. Nach der Stuntshow hatten wir uns kurz mal ins Sturmschiff reingesetzt. Schließlich sind wir dann noch mit den Teufelsfässern und den Spinnig Barrels gefahren. Expedition GeForce haben wir diesmal auch wieder ausgelassen, da einmal der Kleine zu klein und ich zu breit bin. Der Große will nicht und Sandra will auch nicht alleine fahren. Aber diese Achterbahn ist auch nicht von schlechten Eltern. Man wird mit bis zu 4,5g beschleunigt. Respekt.

Vorbildlich

Der Park ist sehr sauber was sicherlich auch daran liegen mag, das wirklich alle paar Meter ein Mülleimer zu finden ist. Zudem sind auch Hunde im Park zugelassen. Tretminen habe ich aber keine gesehen. Auch ist der Park sehr großzügig und auch schön grün angelegt. Bei jedem Besuch hatte ich das Gefühl, dass nur sehr wenig Besucher da waren.

Meine Lieblings-Parks (Deutschland)

  1. Legoland (Günzburg)
    Hier haben wir Jahreskarten und sind auch regelmäßig dort. Das schönste am Legoland ist natürlich das Miniland. Ich bin aber meist eher in der Lego Fabrik beim Einzelteileverkauf zu finden ;-). Die Achterbahnen sind etwas ruhiger. Legoland ist der einzige mir bekannte Park in Deutschland, bei dem man seinen KUKA-Roboterarm mit Sitz selber programmieren kann ;-)
  2. Europapark (Rust)
    Im Europapark war ich zwar schon etwas länger nicht mehr, aber die Achterbahnen Silverstar, EuroSat & Co sind einfach genial.
  3. Movie Park Germany (Bottrop-Kirchhellen)
    Der Park hat einige interessante Bahnen im Angebot: Bermuda Triangle – Alien Encounter, die Holzachterbahn The Bandit und vorallem die MP Xpress ist dort die schönste Bahn.
  4. Holiday Park (Haßloch)
    Dort war ich öfters als Kind und die Wasser-Stunt-Show ist einfach nur Klasse
  5. Bayernpark
    War mal mit unserem Judo-Verein dort. Der Park ist sehr familienfreundlich und weitläufig. Ob es da gute Achterbahnen gibt, weiß ich nicht mehr…
  6. Phantasialand (Brühl)
    Menschenmassen auf engsten Raum zusammengequetscht. Uargh. Wir waren mit Trekdinner United dort. Die Achterbahnen sind alle super, aber diese Menschenmassen und so wenig Platz… Lieber nicht.

Fotos

Wir hatten – Asche auf mein Haupt – unsere Digicam im Auto vergessen. So mußte ich auf die Kamera-Funktion meiner mobilen, windows-basierten Kommunikationszentrale zurückgreifen. Hier ein paar Fotos.

Wenn Löschen nicht funktioniert sind Sperren noch gefährlicher!

Dienstag, den 17. August 2010

Die FAZ hat vor kurzem geschrieben, dass “Löschen” angeblich doch nicht funktionieren würde. Natürlich freut sich jetzt Union, BKA und andere Organisationen die mit Inhalten im Internet Geld verdienen. Jetzt kann man ja wieder Sperren fordern.

Ein Problem an diesen Sperrlisten ist aber, dass es vom BKA erstellt und an Provider verteilt wird, damit diese es auf einen Server packen, dessen Aufgabe es ist Auskünfte zu erteilen. Diese pseudo-geheime Liste landet also auf einem sehr mitteilsamen Dienst im Internet. “Interessierte” brauchen nur noch die richtigen Fragen an den Nameserver zu stellen, um die Liste zu bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten an diese Listen ranzukommen. Und möglicherweise werden diese Listen dann auch auf Schulhöfen verteilt, weil es vielleicht einige Jugendliche “cool” finden, sich gegen die Willkür des Staates behaupten zu können.

Dieses Argument – dass der Zugang zu solchen Seiten mit diesen Sperr-Listen leichter wird – war bisher aber eher unbedeutend, da die Inhalte kurz nach Entdeckung gelöscht gewesen seien. Aber jetzt gibt es wohl doch Listen, die wieder Seiten enthält, die doch länger online sein könnten?

Sperren ist keine “Alternative” bei der Bekämpfung von KiPo im Internet. Der einzige sinnvolle Weg ist Löschen! Wenn dies nicht immer klappt, dann müssen die Ursachen dafür gefunden und Lösungen erarbeitet werden! Alles andere ist Schwachsinn und im Fall von Sperren werden solche Seiten eigentlich auch noch durch das BKA aktiv “beworben”!

Eine Herausforderung im Internet ist, dass es nicht auf ein Land und dessen rechtlichen Bestimmungen beschränkt ist. Was in Deutschland verboten ist, ist in anderen Ländern erlaubt. Was in anderen Ländern verboten ist, ist in Deutschland erlaubt. Das hängt sehr mit den Kulturen zusammen.

So ist in einer Kultur ein Bild mit einem nackten Kind beim Baden schon KiPo – für andere nur ein harmloses Urlaubsfoto. Schwieriger wird die Diskussion aber bei Nacktfotos von sehr jung aussehenden, aber bereits volljährigen Personen. In islamischen Ländern ist man wesentlich restriktiver. In manchen europäischen Ländern sieht man des etwas lockerer. Ein weiteres interessantes Beispiel für die Unterschiede ist auch das Schutzalter.

Offen bleibt aber die Frage, ob die Seiten, welche gemeldet wurden überhaupt in Deutschland oder dem jeweilgen Hosting-Land verboten sind. Im Bericht der FAZ wird leider nicht erwähnt, ob die gemeldeten Seiten richterlich überprüft wurden. Nur weil eine Seite “gemeldet” wird, muß sie noch nicht die Voraussetzungen erfüllen, um gelöscht werden zu können. So sind laut heise bei der Beschwerdestelle INHOPE im ersten Halbjahr 38.679 Beschwerden eingegangen, davon haben sich 238 auf KiPo bezogen, wovon sich nur noch 207 als Begründet herausgestellt hätten. Erschreckend ist aber die Tatsache, dass gerade einmal 18 Fundstellen im Ausland gehostet waren.

Eins ist aber klar. Wenn ich beweisen wollen würde, dass Löschen nicht wirksam seien, dann würde ich für den Nachweis vorallem Seiten melden, die zumindest schwer einzustufen sind und welche eventuell im Hosting-Land nicht als illegal empfunden werden. Andersherum kann man sich natürlich auch die Statistiken schönen, indem man vorallem Seiten meldet, auf denen eindeutig Kinderpornografie zu finden ist – welche dann ja auch schnell gelöscht wird. Die Politiker und Medien, welche Sperren fordern, greifen natürlich nur die Auswertungen auf, die ihre Forderung nützen.Ich persönlich finde es aber viel wichtiger, dass dieses ekelhafte Material aus dem Internet verschwindet! Das hat da nichts verloren und muß gelöscht werden!

Das Inhalte auch widerrechtlich und ungeprüft gelöscht werden können hat erst vor kurzem die GVU wieder bewiesen. Und das zeigt auch wieder, wie gefährlich Sperren sein können. Es gab schon die Forderungen, Sperren auf Urheberrechtsverletzungen auszuweiten. Dann würde nicht nur eine Liste von BKA, sondern auch eine von GVU und anderen Organisationen erstellt werden, welche ungeprüft den Zugang zu unerwünschten Seiten erschweren sollen. Klar, für die Pädophilen stellt diese Sperren keine Hürde da (ist leider sogar hilfreich, um solche Seiten zu finden), aber der restliche Bevölkerung wird beispielweise dann der Elektrischer Reporter vorenthalten.

Mein Beitrag zum Tag des #blumenkübel

Donnerstag, den 5. August 2010

Es war einmal vor gar nicht so langer Zeit ein Blumenkübel. Er bewachte mit seinem Kollegen den Eingang zum Altenheim. Doch eines Nachts geschah das unfaßbare. Niemand hatte etwas bemerkt. Der arme, unschuldige Blumenkübel wurde heimtückisch niedergestreckt. Die Münstersche Zeitung hat darüber berichtet.

Das ist nun schon ein paar Tage her. Damit dies aber nicht in Vergessenheit geriet, hat sich die Internet-Community zusammengeschlossen und den Tag des Blumenkübel ins Leben gerufen. Sandra hat die schönsten Beiträge dazu in einem Blog-Eintrag zusammengefaßt.

Auch ich habe mich kreativ beteiligt und in mühevollster Kleinstarbeit einen Blumentopf aus Lego liebevoll zusammengebaut.

Dann war ich aber doch neugierig. Wie könnte so ein Blumenkübel zerstört werden. Als reaktivierte ich meine Mindstorms und den AT-AT. Das Ergebnis habe ich auf YouTube gestellt:

Alle drei Versuche schlugen fehl. Und mein AT-AT braucht dringend neue Energiezellen ;-)

Aber es gab ja auch das Gerücht, dass es durch ein kleines Raumschiff zerstört wurde. Wie es bei Katastrophen halt so ist, werden diese ja auch irgendwann verfilmt. Das Drehbuch stammt von Tiny Tales. Hier also der Film: Blumenkübel – nach einer wahren Geschichte.

Ja, das Internet ist lustig ;-)

Ihre Sendung wurde in eine FILIALE umgeleitet

Dienstag, den 20. Juli 2010

Dies ist ein Betreff, den ich nur sehr ungern lese. Aber manchmal ist halt ein Paket für die Packstation ungeeignet und anstatt meine Ware von einer freundlichen Maschine abzuholen muß ich nun in die Filiale rein :-(

Doch, ich mag Menschen. Aber bei unserer Post kommen einige Faktoren hinzu, wodurch der Besuch der Filiale meist nur als eine unangenehme Erfahrung endet. Einer der Faktoren sind die Öffnungszeiten. Während ich bei der Packstation jederzeit mein Paket abholen kann, bin ich bei der Filiale an deren Öffnungszeiten gebunden. Unter der Woche macht diese schon um 18 Uhr zu. Zu dieser Zeit bin ich meist noch in der Arbeit.

Vormittags zur Post gehen ist auch nicht gerade angenehm, da zu dieser Zeit sehr viele andere Postkunden dort unterwegs sind. Eine lange Schlange und noch längere Wartezeiten.

Und als ob die normalen Wartezeiten nicht noch genug wären, muß jeder Postbeamteangestellte ihre armen Opfer Kunden noch mit Werbung für die Postbank zutexten. Ach wie toll so ein kostenloses Girokonto doch sei… Als gäbe es noch Banken, die kein kostenloses Girokonto anbieten. Nachdem die Postbank inzwischen auch zum Ackermann-Imperium gehört, ist es aber für mich fast schon beleidigend, mir ein Postbank-Konto andrehen zu wollen. Die Leute wollen doch nur ihre Päckchen abholen oder abgeben. Warum müssen sie dann noch auf eine solche fragwürdige Art und Weise mit Werbung belästigt werden? Will jemand wirklich zu einer Bank, die so verzweifelt auf Kundensuche geht?

Ich möchte doch nur mein Paket abholen. Eine ganz einfache Transaktion. Zwischen mir und der Post. Ist das nicht auch sowas wie eine geschäftliche Beziehung? Ist es überhaupt erlaubt, hier Werbung für Dritte zu machen? Darf ich dann auch dem Angestellten ein Antragsformular für irgendwelche Abos, unseriösen Handy-Anbietern oder fragwürdigen Kirchen unter die Nase halten und sie mit den Vorzügen zutexten? Wäre eigentlich mal interessant zu sehen, wie die dann reagieren.

Das wäre doch mal eine Idee für einen Flashmob. Mit Antragsformularen bewaffnet in eine Postfiliale rein, dort irgendwas postliches machen (Briefmarken kaufen, Paket abholen, etwas verschicken etc.) und dann Werbung für die Antragsformulare machen. Ha!

Custom Post Types in WordPress 3.0

Sonntag, den 18. Juli 2010

Euch ist sicherlich aufgefallen, dass ich die letzten Tage nichts mehr gebloggt hatte. Ich habe vor kurzem ein neues Projekt gestartet, mit dem ich gleich verschiedene Ziele verfolge. Zum einen möchte ich jetzt endlich anfangen meine Mindstorm-Roboter zu bauen. Lego Technik und Lego Mindstorms bieten unendlich viele Möglichkeiten, interessante und auch erstaunliche Roboter und Maschinen zu erschaffen. Ich bin da erst am Anfang.

Meine Faszination an Robotern wurde vorallem durch die Filme Nummer 5 lebt und Nummer 5 gibt nicht auf geprägt. Aber auch der Androide Data aus Star Trek: Das nächste Jahrhundert war daran nicht ganz unbeteiligt. Als ich dann bei YouTube Danny’s Mindstorms® JohnNXT 5 gesehen hatte, war mir klar, dass ich mich jetzt mit Lego Mindstorms beschäftigen muß. Zwei NXTs habe ich dann zu meinem 30. Geburtstag bekommen *freufreu*.

Zudem will ich als überzeugter WordPress-Nutzer endlich mal die neuen WordPress 3.0-Features ausreizen. Ein wichtiges Feature sind die “Custom Post Types”. Damit ist es sehr leicht möglich neben den normalen Typen Artikel und Seite auch eigene zu definieren und diese individuell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Für den Einstieg werde ich erstmal den Post Type “Robot” aufbauen.

Aus diesen beiden Zielen habe ich schließlich die imaginäre Firma Spitzohr Robotics ins Leben gerufen. Diese Firma beschäftigt sich mit der – wer hätte das vermutet – Entwicklung von Robotern.

Dezentrale, vernetzte Communities

Dienstag, den 6. Juli 2010

Facebook ist eine interessante, aber auch gefährliche Community. Millionen von Nutzern veröffentlichen dort ihre Daten. Und alles in der Hand einer einzigen Firma. Mir persönlich sagt das eigentlich gar nicht so zu – aber welche Alternativen hat man? In ein anderes großes Netzwerk wechseln? Alles läuft doch heutzutage über Facebook.

Vor einiger Zeit hatte ich mal versucht unseren Trekdinner-Mitgliedern mit Buddypress eine eigene, kleine Community anzubieten. Erfolglos. Viele Mitglieder sind jetzt auch in Facebook und die Trekdinner werden auch als Veranstaltungen dort eingetragen. Und in unserem Forum wird es (gefühlsmäßig) auch immer ruhiger. Zumindest die Fotos haben wir nicht in Facebook, sondern auf unserer eigenen Website ;-)

Aber woran liegt das? Die Nutzer wollen mit ihren Freunden und Bekannten kommunizieren. Und das möglichst über nur einen Kanal. Eine Seite, über die sich informieren können. Genau das bietet Facebook. In den kleinen, spezielleren Communities befindet sich immer nur eine Teilmenge dieser Freunde. Und keiner möchte heutzutage 37 verschiedene Communities aufrufen um zu sehen, wie es den einzelnen geht. Um diese Herausforderung zu meistern, muß ein offener Standard her (und vielleicht gibt es den ja schon?).

Was schwebt mir da vor? Die Communities verfügen über einheitliche Schnittstellen, über welche sich Informationen der Benutzer austauschen lassen. Die Benutzer müßten über die verschiedene Communities hinweg wiedererkennbar sein (wenn sie es wollen). Der Nutzuer loggt sich in seine bevorzugte Community ein und bekommt die Statusmeldungen seiner Freunde aus allen anderen Communities (die er vorher freigeschalten hat) zu sehen. Die Daten werden dann auch nur bei der Community gespeichert, die der Benutzer selber ausgewählt hat und gibt seinen Freunden Zugriff auf die Daten.

Technisch ist das kein Problem. Schwierig wird es nur in der Definition der Datenstrukturen. Welche Daten und in welcher Form ausgetauscht werden sollen, muß geklärt werden – was meist eine sehr umfangreiche Diskussion zur Folge hat.

Eventuell kann ich ja eine Software-Lösung entwickeln, die ich dann für das Trekdinner und für den Episodenguide verwende. Dazu brauche ich natürlich etwas Zeit und Muse ;-) Grundlage für die Wiedererkennung der Benutzer wird natürlich OpenID sein.

Endlich Nichtraucherschutz in Bayern

Montag, den 5. Juli 2010

Es ist vollbracht. Es gibt einen Nichtraucherschutz in Bayern. Beim Volksentscheid wurde über ein Gesetz abgestimmt, dass ursprünglich von der CSU stammte – bevor sich vor der Tabaklobby eingeknickt ist und viele Ausnahmen zugelassen hatte. Ausnahmen, welche den Nichtraucherschutz wieder ausgehebelt hatten. Zumindest in vielen Wirtschaften konnten Nichtraucher noch ungestört essen.

Und da hatte es dazu geführt, dass Raucher positiv aufgefallen sind. Plötzlich waren einige Gesprächspartner weg und wurden vermißt – weil sie kurz vor die Tür sind um eine zu Rauchen. Früher haben die Raucher einfach am Tisch geraucht und sich somit unbeliebter gemacht.

Jetzt kann ich auch mal wieder öfters mit meinen Kollegen Abends weggehen. Von Rauch bekomme ich Kopfschmerzen und bin deswegen ungern weggegangen. Damit habe ich zwar sicherlich auch ein paar Existenzen gefährdet – schließlich bin ich ein Vielesser und lasse meist überdurchschnittlich viel Geld beim Wirt… Aber hier geht es ja auch um meine Gesundheit. Und wenn man abends weggeht, soll man ja auch Spass haben, oder?

Es gibt einige Argumente der Gegenseite, die mich aber auch nachdenklich gestimmt haben. Lärmbelästigung. Wieso verursacht Nichtraucherschutz Lärmbelästigung? Weil die Raucher vor die Tür gehen um dort eine zu Rauchen. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Unterhaltung in normaler Lautstärke zu Lärmbelästigung führt – und falls doch, man kann sich auch etwas leiser unterhalten. Das geht auch ohne Vuvuzelas. Ich weiß, ich verlange jetzt sehr viel von Rauchern, wenn ich hier darum bitte, auf die Anwohner etwas mehr Rücksicht zu nehmen.

Wobei ja eh fast alle Raucher (inzwischen) sehr Rücksichtsvoll sind. Viele Raucher besitzen den Anstand nicht in Anwesenheit von Kindern zu Rauchen. Es sind wie immer die sehr wenigen Ausnahmen, welche den Raucher immer wieder schaden. So hatte ich hier neulich mal einen Nachbarn, der mit Zigarette in den Aufzug gestiegen ist. Er hat sich zwar für die Zigarette entschuldigt, aber diese dann nur aus meinem Sichtfeld verschwinden lassen… Wie Rücksichtsvoll. Der Aufzug hat dann entsprechend gestunken. Und genau solche Typen sorgen dafür, dass der bisherige Nichtraucherschutz nicht ausreicht. Solche und die Wirte, welche die Ausnahmen für ihre Zwecke mißbraucht haben.

Wenn man auf die Seite Schwabing-sagt-nein.de schaut, hat man das Gefühl, dass es in Schwabing keinerlei Kneipen gibt, in denen nicht geraucht wird. Die Anfrage nach einer Liste von Nichtraucherkneipen wurde mir dort vom Mailserver mit “Mailadresse gibt es nicht” beantwortet. Selbst bei Nebenräumen verbreitet sich der Rauch im Nichtraucherbereich. Für mich unbrauchbar. Da kann ich nicht hingehen. Und jede Kneipe hatte irgendeine Ausnahme für sich entdecken können, um Rauchen zu erlauben. Dadurch wurde meine Freiheit, Abends mit Freunden und Kollegen mal wegzugehen, eingeschränkt. Keiner hat Bock stundenlang nach Nichtraucherkneipen zu suchen. Hätten sich mehr Wirte für den Nichtraucherschutz eingesetzt, wäre es vielleicht auch nie zu diesem Volksentscheid gekommen.

Aber nochmal zu den Parteien. Am Anfang hatte ich ja bereits die CSU erwähnt. Diese hatte sich diesmal komplett rausgehalten. Dafür hat sich die FDP mit der Tabaklobby zusammengetan um mit den Wörtern “Toleranz”, “Freiheit” und “Verbotsstaat” gegen den Nichtraucherschutz vorzugehen. Auf der anderen Seite waren die ödp, SPD und Grünen. Also eine Regierungspartei mit Lobby vs. Oppositionsparteien.

Die FDP hat mich hier sehr stark entäuscht. Bei diesem Volksentscheid haben sich den Begriff “Freiheit” verwendet um damit die wirtschaftlichen Interessen der Tabakindustrie zu unterstützen. Durch diese Zweckentfremdung machen sie noch weiter unbeliebt und ich kann sich auch nicht mehr als Kämpfer für die Freiheit ernst nehmen. Ich hatte ja noch immer ein wenig Hoffnung, aber scheinbar gibt es unter den alten Parteien wirklich kaum eine Partei, welche noch die Interessen des Volkes vertritt :-( Oder werden diese nur vertreten, wenn sich die Partei in der Opposition befindet?

Die Befürchtung eines Verbotsstaats sind auch quatsch. Der CSU ist der Nichtraucherschutz egal. Wenn es hier Potential gegeben hätte, die Stoppschilder – äh den Nichtraucherschutz auch auf andere Bereiche zu erweitern, wären die CSU doch die stärksten Befürworter gewesen. Das ist hier nicht der Fall.

Mein Fazit: Der Nichtraucherschutz ist ein gewaltiger Schritt nach vorne. Meiner Meinung nach zwar ein klein wenig zu weit. Ein kleinen Hauch zurück und wir haben ein sinnvolles Gleichgewicht.

WebTool-Sammlung für Twitter

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Ich nutze auf fmkh.de die Open Source Software Yourls als URL-Verkürzer. Über eine Schnittstelle generiere ich für jeden Blog-Eintrag eine kurze URL. Auch für den Star Trek Episodenguide habe ich verschiedene kurze URLs eingerichtet. Beispielsweise kann man über fmkh.de/tng7x12 direkt auf die 12. Episode der 7. Staffel von The Next Generation zugreifen. Mit fmkh.de/tos3 gelangt man zur dritten Staffel der Classic-Serie.

Allerdings ist Yourls mir stellenweise nicht flexibel genug. So sind nur Zahlen und Buchstaben erlaubt, aber keine Binde- oder Unterstriche.

Weiterhin fehlt mir eine einfache Möglichkeit, schnell mal Bilder, Videos oder eventuell andere Dateien zur Verfügung stellen zu können. Zwar gibt es verschiedene (Werbefinanzierte Dienste), die sowas anbieten, aber ich hätte das gerne bei mir auf dem Server. Und ein Umfragemodul wäre auch nicht schlecht.

Da ich bisher keine solche Sammlung von Tools gefunden habe, werde ich mir wohl selber was basteln ;-)

Wulff gegen Gauck

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Heute war die Wahl zum Bundespräsidenten. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es nur Verlierer. Merkel hat beim ersten und zweiten Wahlgang einen richtig laute Ohrfeige bekommen. Die SPD und Grünen haben sich noch mehr mit den Linken zerstritten. Wulff konnte selbst im dritten Wahlgang seine eigene Koalition nicht vollständig hinter sich vereinen und hatte nur gewonnen, weil sonst die Regierung destabiliziert worden wäre – nicht weil er der bessere gewesen wäre. Das deutsche Volk, weil es nicht Gauck wurde.

Ob es sich wirklich um eine “demokratische” und “freie” Wahl handelte, wie immer behauptet wurde, kann ich nicht ganz glauben. Wulff wirkt im Vergleich zu Gauck irgendwie unbedeutend, nichtssagend. Aber es gibt – wie in den Interviews immer wieder zu hören war – um die “Verantwortung” der Wahlfrauen und Wahlmänner. Die Verantwortung gegenüber ihrer Regierung (CDU/CSU und FDP). Die Regierung schwächelt und strauchelt bereits ganz schön. Mit einen Bundespräsidenten aus einem anderen Lager wäre diese wohl zu Fall gekommen. Dies sind sicherlich wesentliche Faktoren, welche die 625 Wahlfrauen und Wahlmänner wohl dazu gebracht hatten, Wulff zu Wählen. Ob sie sich auch überlegt haben, welcher der bessere Bundespräsident gewesen wäre, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Sehr Schade finde ich, dass der konservative Block nicht einmal den Anstand besessen hatten, für Gauck zu klatschen. Naja, ist ja auch nicht deren Stärke.

Kneipensterben durch Nichtraucherschutz?

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Bei der Diskussion um Nichtraucherschutz höre ich immer wieder das Argument, dass durch einen verschärften Nichraucherschutz Kneipen verschwinden werden. Der Nichtraucherschutz würde sogar manche Existenz gefährdet. Schließlich würden Stammgäste eventuell nicht mehr in die Kneipen kommen, falls sie dort nicht mehr rauchen dürften. Ich bin jedoch nicht davon überzeugt, dass viele Raucher jetzt deswegen nicht mehr in eine Kneipe gehen werden. Ich denke aber, dass diese vielleicht in andere Kneipen wechseln könnten, in denen der Wirt das mit dem Raucherverbot nicht so genau nimmt – oder irgendeine Ausnahmeregelung findet. Dann ist natürlich verständlich, dass einige Kneipenbesitzer – und zwar diejenigen, welche sich an den Nichtraucherschutz halten – bedroht sind. Aktuell ist genau das ja das Problem. Ein Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen kann dann das Gleichgewicht wiederherstellen. Wenn in keiner Kneipe mehr geraucht werden darf, werden die Raucher ihre Kneipe nicht wechseln. Eventuell gehen einige wenige Raucher dann nicht mehr in Kneipen – dafür werden aber deutlich mehr Nichtraucher wieder in Kneipen zu sehen sein.

Wenn es keine Ausnahmen mehr gibt, verschwinden auch die Schlupflöcher und somit die scheinbaren Wettbewerbsvorteile der Raucherkneipen.

Eventuell – nur so als Gedanke – könnte man ja trotzdem noch Raucherkneipen anbieten. Diese müssen aber entsprechende Regeln einhalten. Diese müßten entsprechend gekennzeichnet sein (z.B. “Gasthaus zum Lungenkrebs”, “Rauchen kann tödlich sein” oder ähnliche Symbole wie FSK), dürften nicht in der Nähe von bestimmten Einrichtigungen (z.B. keine Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern) sein und die Mitarbeiter müssen eine hohe Gefahrenzulage bekommen. Mitarbeiter haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Zusätzlich müssen natürlich die Speisen und Getränke in Raucherkneipen einen deutlich höheren Preis haben – damit sich Raucher ernsthaft überlegen, ob sie in einer Raucherkneipe oder eine Kneipe gehen wollen. Schließlich wollen wir ja nicht, dass die Kneipen aussterben.

Ich habe mir natürlich auch Gedanken dazu gemacht, warum einige Wirte Angst vor einem echten Nichtraucherschutz haben. Sie müßten ihren Stammkunden das Rauchen untersagen. Viele Stammkunden sind es einfach seit Jahren gewohnt, in die Kneipe zu gehen und zu rauchen. Der Wirt wird es nicht leicht haben, den Nichtraucherschutz durchzusetzen und es wird in einigen Fällen sicherlich zu Streitereien kommen. Diese könnten vermieden werden, wenn es weiterhin keinen echten Nichtraucherschutz gibt.

Die Aussage mit “Verbotsstaat” finde ich persönlich etwas fehl am Platz. Mit dem “Verbot” geht es draum, Nichtraucher besser zu schützen. Die Freiheit der Raucher (z.B. vor der Tür zu Rauchen) bleibt weiterhin erhalten. Es gibt viele andere Gesetzesvorhaben, mit denen wir einem Verbotsstaat immer näher kommen – der Nichtraucherschutz gehört da aber sicher nicht dazu!

Die Aussage mit “Verbotsstaat” stammt von “Bayern sagt NEIN!“, welche zum Aktionsbündnis Freiheit und Toleranz gehört, welche von der Zigarettenlobby unterstützt wird (laut BVGG). Ich finde es ekelhaft, dass ausgerechnet diese milliardenschwere Lobby hier uns vor einem “Verbotsstaat” warnen möchte und dann auch noch Begriffe wie “Freiheit” und “Toleranz” verwendet. Der Begriffe “Freiheit” wird ja auch von so mancher anderer Organisation zweckentfremdet. Dieses fragwürdige Aktionsbündnis fordert fast schon, dass ich für JA stimme! Kein Wunder, dass sich die “Interessengemeinschaft Fairness für Raucher” davon distanziert – welche dem Thema wesentlich seriöser entgegentritt und mich auch fast für ein NEIN überzeugt hätte.

Bleibt eigentlich nur die Angst, dass – falls der Volksentscheid erfolgreich ist – weitere Verbote für Raucher kommen könnten. Gegenargument: Wenn der Volksentscheid nicht erfolgreich ist, werden die Bedingungen für Nichtraucher wieder schlechter. Ein Gleichgewicht zwischen Rauchern und Nichtrauchern ist aufgrund der Ausnahmen noch nicht hergestellt. Falls es mal zu extrem werden würde, werde ich dagegensteuern. Im jetzigen Volksentscheid ist dies aber nicht der Fall.

Nachdem ich mir jetzt lange die verschiedenen Seiten der Befürworter und Gegner angeschaut habe, habe ich mal einen Blick auf den Musterwahlzettel gewagt, welcher unter bayern.de/volksentscheid zu finden ist. Witzig finde ich ja den Art. 5 Abs 2., welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

Das Rauchverbot nach Art. 3 Abs. 1 gilt nicht:

2. in ausgewiesenen Räumen der Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften, soweit dort Vernehmungen durchgeführt werden un der vernommenen Person das Rauchen von der Leiterin oder dem Leiter der Vernehmung im Einzelfall gestattet wird; Entsprechendes gilt in ausgewiesenen Räumen der Gerichte für Vernehmungen durch Ermittlungsrichterin oder Ermittlungsrichter,

Bei Vernehmungen ist Rauchen also erlaubt? Sorry, aber ich muß da immer an “Guter Cop, böser Cop”-Szenen denken.. Das hat aber sicherlich auch einen ernsten Hintergrund – eventuell hilft es ja, dass der Vernommene dadurch lockerer und mitteilsamer ist.

http://www.wahlen.bayern.de/volksentscheide/2010.htm

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: