Leistungsschutzrecht: Der Sieg der Blogger über die Totholzmedien

Yeah. Wir haben es geschafft. Endlich werden die Totholzmedien aus dem Internet vertrieben. Dafür werden ausländische Medienhäuser, Traffic-Zulieferer (wie Google News) und voralllem Blogs im deutschsprachigen Internet die Nachrichten liefern. Warum?

Durch das Leistungsschutzrecht sollen jetzt die Traffic-Zulieferer (z.B. Google News) dafür zahlen, dass sie Überschriften von News anzeigen. Also dafür, dass Google denen Verlagen kostenlos Traffic erzeugt, soll Google jetzt an die Verlage zahlen? Die günstige Alternative ist jetzt, die Erzeugnisse der Verlage einfach aus dem Index zu entfernen. Im Internet gibt es mehr als genug andere Quellen, die ebenfalls die gleichen Inhalte (teilweise mit weniger, mehr oder anderer politischer Einfärbung) anbieten, wofür Google nichts zahlen muß.

Aber auch Blogger werden ihr Art zu bloggen umstellen. Leider sind die Begriffe “private Nutzung” und “gewerbliche Anbieter” für Blogs zu unscharf. So werden viele Blogger aus Angst vor neuen Abmahnwellen dazu verleitet, die Internetseiten deutscher Totholzmedien deutlich weniger zu verlinken. Dadurch geht die Linkpopularität der Verlage runter, was auch wieder weniger Traffic bedeutet. Stattdessen werden verstärkt “freie Quellen” (z.B. Wikinews) genutzt.

Ich hoffe ja, dass die Verlage selber entscheiden dürfen, ob sie das “Leistungsschutzrecht” – und somit eine Schlechterstellung im Internet – überhaupt wollen. Ich würde gerne weiterhin auf interessante Artikel von Heise verlinken wollen.

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