Monatsarchiv für März 2012

Musik im 21. Jahrhundert

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich Plattenlabels und ihre Marionetten über die “Kostenloskultur” aufRegenern. Das Internet hatte einen starken Einfluss auf meinen Musikkonsum. So wurde ich des öfteren über YouTube-Videos, WebRadios und anderen Plattformen auf interessante Musik aufmerksam. Und wenn mir das gefällt, dann kaufe ich es. Schließlich will ich gute Musik unterstützen. Manchmal spricht mich auch nur ein einzelnes Lied an – und dafür eine ganze CD kaufen? Wenn es das Lied nicht einzeln gibt, dann verzichte ich halt drauf. Das ist das Problem des fehlenden Angebots.

Was auch einen starken Einfluss auf meinen Musikkonsum hatte, war der “Kopierschutz”. Ich höre Musik bei mir am Rechner. Gelegentlich auch auf meinem Smartphone, einem MP3-Player oder vielleicht auch mal im Auto. Und da ist es sehr nervig, wenn man für teures Geld eine CD kauft, die man dann wegen “Kopierschutz” nirgends abspielen kann. Wen verwundet es jetzt, dass ich deutlich weniger CDs kaufe als früher. Da fehlt halt jetzt ein passendes Angebot. Die Nachfrage ist ja da.

Inzwischen hat sich das Angebot (z.B. DRM-freie Musik bei Amazon) wieder verbessert. Allerdings habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, weniger Musik zu konsumieren. Das hat dazu geführt, dass ich weniger Musik kaufe und die Musikindustrie deswegen weniger Geld bekommt. Anstatt dass die Musikindustrie ihre Fehler eingesteht sollen jetzt die Konsumenten kriminalisiert, verfolgt und überwacht werden. Und für die Verfolgung und Überwachung schreckt ein Herr Uhl nicht mal davor zurück, den Todesschützen von Toulose als Argument für die Vorratsdatenspeicherung anzuführen.

Ich bin mit der Musik, die ich habe, zufrieden. Meine YouTube-Videos enthalten keine Musik und werden trotzdem angeschaut.

Hoffen wir mal, dass das Urheberrecht endlich mal aktualisiert wird und an das 21. Jahrhundert angepaßt wird.

Siehe dazu auch:

Welches Smartphone ist das Richtige für mich?

Mein letztes Smartphone – HTC Touch Diamond 2 – hat eigentlich super gepaßt. Es war ein Windows Mobile 6.5. Leise hatte ich einen “downgrade” durchgeführt (ist mir halt runtergefallen), wodurch es seinen Touchfunktion verloren hat :-(.
Jetzt brauch ich ein neues. Aber welches?

Mit meinem Smartphone will ich…

  • telefonieren können ;-)
  • unterwegs Mails empfangen und versenden können.
  • meine Kontakte und Termine direkt mit meinem Rechner (dort läuft Thunderbird mit Lightning) synchronisieren können. Mit “direkt” meine ich, dass nicht über die “Cloud” gehen darf. Meine Termine und Kontakte haben nichts auf den Servern irgendwelcher Anbieter und schon gar nichts im Ausland verloren.
  • meine aktuellen Geokoordinaten jederzeit einsehen können.
  • eine Navigationslösung haben, die auch offline und idealerweise auch für Fußgänger und Radfahrer funktioniert.
  • monatlich nur zwischen 10 und 15 Euro für meine Handytarif ausgeben.
  • auch ohne Internet-Zugang von meinem Handy unterhalten werden können (Spiele, Musik, Videos, …)
  • einen Notizblock, auf dem ich auch zeichnen kann.
  • eigene Anwendungen installieren können, ohne eine Entwicklerlizenz kaufen oder das Handy sonstwie “hacken” zu müssen.
  • von unterwegs twittern und Bilder veröffentlichen können.
  • halbwegs brauchbare Fotos und Videos damit machen können.
  • einen Akku, der mindestens einen Tag hält – auch bei intensiver Nutzung.
  • eine Dockingstation, über die mein Smartphone aufgeladen und die Inhalte (Termine, Kontakte, Fotos, Filme, Notizen) mit meinem Rechner synchronisiert werden.
  • mit einem modernen Browser im Internet surfen können (z.B. zum Preisvergleich auf Amazon.de)
  • QR-Codes und Strichcodes lesen können.

Die meisten dieser Anforderungen hat meine HTC Touch Diamond 2 erfüllt gehabt. Allerdings ohne Touchscreen ist es nicht mehr brauchbar – ich kann nicht einmal mehr das Passwort eingeben, um mich einzuloggen.

Welche Plattformen stehen den zur Auswahl?

Aktuell gibt es drei große Plattformen, die für mich interessant sind. Das sind Android, iOS und Windows Phone. Da Windows Mobile nicht mehr weiterentwickelt wird, habe ich es – schweren Herzens – nicht mehr berücksichtigt.

Android ist das Betriebssystem von Google, welches inzwischen bei sehr vielen Smartphone-Anbietern auf den unterschiedlichsten Modellen zu finden ist. Somit habe ich bei der Hardware einen große Auswahl. Android bietet – soweit mir bekannt – auch die Möglichkeit, dass ich eigene Apps entwickeln und ohne großen Aufwand auf meinem Smartphone auch installieren kann. Nur die Verbindung mit Google ist mir hier noch zu intensiv. Mal schauen, wie weit sich sowas über Boardmittel reduzieren läßt.

Auf Apples iPhones kommt iOS zu Einsatz. Ich habe in meinem näheren Umfeld einige Bekannte, die Apple-Produkte einsetzen und mich immer wieder versuchen zu überreden. Jedoch ohne Erfolg. Ein wesentlicher Grund, warum es für mich nicht in Frage kommt ist der meiner Meinung nach viel zu teure Preis. Aber auch die Tatsache, dass ich es erst “jailbreaken” müßte, um selber die Kontrolle drüber zu haben, spricht nicht gerade für iOS. Es gibt noch verschiedene andere Gründe, die diesen Blog-Eintrag aber sprengen würden. Grundsätzlich kann ich aber sagen: Es gibt Leute, für die ist iOS genau das richtige. Davon laufen inzwischen ja auch mehr als genug herum. Ich will da nicht einfach ein weiterer iPhone-Nutzer sein. Ich bin anders. Think Different.

Das Windows Phone finde ich sehr interessasnt und hatte auch schon vor einiger Zeit mal ein HTC 7 Pro getestet. Aktuell habe ich ein Nokia Lumia 800 zum Entwickeln von mobilen Apps. Die Metro-Oberfläche ist mal was neues und fühlt sich auch ganz gut an. Allerdings habe ich – im Vergleich zu Windows Mobile (und seinen Vorgängern) – hier das Gefühl, dass ich weniger Kontrolle über mein Smartphone habe. Vorallem die fehlenden Möglichkeit der direkten Synchronisation mit Thunderbird und Lightning vermisse ich. Beim Testen von Windows 8 auf meinem Notebook hatte ich dann auch plötzlich die Fotos von meinem Handy auf dem Notebook, was mich dann schon etwas schockiert hatte. Ist zwar ein tolles Feature – aber eigentlich wollte ich die Fotos gar nicht bei Microsoft auf seinen Servern in USA zwischenlagern…

Somit wird mein nächstes Smartphone wohl mit Android laufen. Aber welche Hardware. Das wird sich noch zeigen.

Es wird wärmer

Es wird langsam wärmer und bald kann ich auch wieder meine Fachliteratur bei Vogelgezwitscher im Garten lesen ;-)

Leistungsschutzrecht: Der Sieg der Blogger über die Totholzmedien

Yeah. Wir haben es geschafft. Endlich werden die Totholzmedien aus dem Internet vertrieben. Dafür werden ausländische Medienhäuser, Traffic-Zulieferer (wie Google News) und voralllem Blogs im deutschsprachigen Internet die Nachrichten liefern. Warum?

Durch das Leistungsschutzrecht sollen jetzt die Traffic-Zulieferer (z.B. Google News) dafür zahlen, dass sie Überschriften von News anzeigen. Also dafür, dass Google denen Verlagen kostenlos Traffic erzeugt, soll Google jetzt an die Verlage zahlen? Die günstige Alternative ist jetzt, die Erzeugnisse der Verlage einfach aus dem Index zu entfernen. Im Internet gibt es mehr als genug andere Quellen, die ebenfalls die gleichen Inhalte (teilweise mit weniger, mehr oder anderer politischer Einfärbung) anbieten, wofür Google nichts zahlen muß.

Aber auch Blogger werden ihr Art zu bloggen umstellen. Leider sind die Begriffe “private Nutzung” und “gewerbliche Anbieter” für Blogs zu unscharf. So werden viele Blogger aus Angst vor neuen Abmahnwellen dazu verleitet, die Internetseiten deutscher Totholzmedien deutlich weniger zu verlinken. Dadurch geht die Linkpopularität der Verlage runter, was auch wieder weniger Traffic bedeutet. Stattdessen werden verstärkt “freie Quellen” (z.B. Wikinews) genutzt.

Ich hoffe ja, dass die Verlage selber entscheiden dürfen, ob sie das “Leistungsschutzrecht” – und somit eine Schlechterstellung im Internet – überhaupt wollen. Ich würde gerne weiterhin auf interessante Artikel von Heise verlinken wollen.