Dezentrale, vernetzte Communities
Dienstag, den 6. Juli 2010Facebook ist eine interessante, aber auch gefährliche Community. Millionen von Nutzern veröffentlichen dort ihre Daten. Und alles in der Hand einer einzigen Firma. Mir persönlich sagt das eigentlich gar nicht so zu – aber welche Alternativen hat man? In ein anderes großes Netzwerk wechseln? Alles läuft doch heutzutage über Facebook.
Vor einiger Zeit hatte ich mal versucht unseren Trekdinner-Mitgliedern mit Buddypress eine eigene, kleine Community anzubieten. Erfolglos. Viele Mitglieder sind jetzt auch in Facebook und die Trekdinner werden auch als Veranstaltungen dort eingetragen. Und in unserem Forum wird es (gefühlsmäßig) auch immer ruhiger. Zumindest die Fotos haben wir nicht in Facebook, sondern auf unserer eigenen Website ;-)
Aber woran liegt das? Die Nutzer wollen mit ihren Freunden und Bekannten kommunizieren. Und das möglichst über nur einen Kanal. Eine Seite, über die sich informieren können. Genau das bietet Facebook. In den kleinen, spezielleren Communities befindet sich immer nur eine Teilmenge dieser Freunde. Und keiner möchte heutzutage 37 verschiedene Communities aufrufen um zu sehen, wie es den einzelnen geht. Um diese Herausforderung zu meistern, muß ein offener Standard her (und vielleicht gibt es den ja schon?).
Was schwebt mir da vor? Die Communities verfügen über einheitliche Schnittstellen, über welche sich Informationen der Benutzer austauschen lassen. Die Benutzer müßten über die verschiedene Communities hinweg wiedererkennbar sein (wenn sie es wollen). Der Nutzuer loggt sich in seine bevorzugte Community ein und bekommt die Statusmeldungen seiner Freunde aus allen anderen Communities (die er vorher freigeschalten hat) zu sehen. Die Daten werden dann auch nur bei der Community gespeichert, die der Benutzer selber ausgewählt hat und gibt seinen Freunden Zugriff auf die Daten.
Technisch ist das kein Problem. Schwierig wird es nur in der Definition der Datenstrukturen. Welche Daten und in welcher Form ausgetauscht werden sollen, muß geklärt werden – was meist eine sehr umfangreiche Diskussion zur Folge hat.
Eventuell kann ich ja eine Software-Lösung entwickeln, die ich dann für das Trekdinner und für den Episodenguide verwende. Dazu brauche ich natürlich etwas Zeit und Muse ;-) Grundlage für die Wiedererkennung der Benutzer wird natürlich OpenID sein.




