Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Monatsarchiv für Juli 2010

Ihre Sendung wurde in eine FILIALE umgeleitet

Dienstag, den 20. Juli 2010

Dies ist ein Betreff, den ich nur sehr ungern lese. Aber manchmal ist halt ein Paket für die Packstation ungeeignet und anstatt meine Ware von einer freundlichen Maschine abzuholen muß ich nun in die Filiale rein :-(

Doch, ich mag Menschen. Aber bei unserer Post kommen einige Faktoren hinzu, wodurch der Besuch der Filiale meist nur als eine unangenehme Erfahrung endet. Einer der Faktoren sind die Öffnungszeiten. Während ich bei der Packstation jederzeit mein Paket abholen kann, bin ich bei der Filiale an deren Öffnungszeiten gebunden. Unter der Woche macht diese schon um 18 Uhr zu. Zu dieser Zeit bin ich meist noch in der Arbeit.

Vormittags zur Post gehen ist auch nicht gerade angenehm, da zu dieser Zeit sehr viele andere Postkunden dort unterwegs sind. Eine lange Schlange und noch längere Wartezeiten.

Und als ob die normalen Wartezeiten nicht noch genug wären, muß jeder Postbeamteangestellte ihre armen Opfer Kunden noch mit Werbung für die Postbank zutexten. Ach wie toll so ein kostenloses Girokonto doch sei… Als gäbe es noch Banken, die kein kostenloses Girokonto anbieten. Nachdem die Postbank inzwischen auch zum Ackermann-Imperium gehört, ist es aber für mich fast schon beleidigend, mir ein Postbank-Konto andrehen zu wollen. Die Leute wollen doch nur ihre Päckchen abholen oder abgeben. Warum müssen sie dann noch auf eine solche fragwürdige Art und Weise mit Werbung belästigt werden? Will jemand wirklich zu einer Bank, die so verzweifelt auf Kundensuche geht?

Ich möchte doch nur mein Paket abholen. Eine ganz einfache Transaktion. Zwischen mir und der Post. Ist das nicht auch sowas wie eine geschäftliche Beziehung? Ist es überhaupt erlaubt, hier Werbung für Dritte zu machen? Darf ich dann auch dem Angestellten ein Antragsformular für irgendwelche Abos, unseriösen Handy-Anbietern oder fragwürdigen Kirchen unter die Nase halten und sie mit den Vorzügen zutexten? Wäre eigentlich mal interessant zu sehen, wie die dann reagieren.

Das wäre doch mal eine Idee für einen Flashmob. Mit Antragsformularen bewaffnet in eine Postfiliale rein, dort irgendwas postliches machen (Briefmarken kaufen, Paket abholen, etwas verschicken etc.) und dann Werbung für die Antragsformulare machen. Ha!

Custom Post Types in WordPress 3.0

Sonntag, den 18. Juli 2010

Euch ist sicherlich aufgefallen, dass ich die letzten Tage nichts mehr gebloggt hatte. Ich habe vor kurzem ein neues Projekt gestartet, mit dem ich gleich verschiedene Ziele verfolge. Zum einen möchte ich jetzt endlich anfangen meine Mindstorm-Roboter zu bauen. Lego Technik und Lego Mindstorms bieten unendlich viele Möglichkeiten, interessante und auch erstaunliche Roboter und Maschinen zu erschaffen. Ich bin da erst am Anfang.

Meine Faszination an Robotern wurde vorallem durch die Filme Nummer 5 lebt und Nummer 5 gibt nicht auf geprägt. Aber auch der Androide Data aus Star Trek: Das nächste Jahrhundert war daran nicht ganz unbeteiligt. Als ich dann bei YouTube Danny’s Mindstorms® JohnNXT 5 gesehen hatte, war mir klar, dass ich mich jetzt mit Lego Mindstorms beschäftigen muß. Zwei NXTs habe ich dann zu meinem 30. Geburtstag bekommen *freufreu*.

Zudem will ich als überzeugter WordPress-Nutzer endlich mal die neuen WordPress 3.0-Features ausreizen. Ein wichtiges Feature sind die “Custom Post Types”. Damit ist es sehr leicht möglich neben den normalen Typen Artikel und Seite auch eigene zu definieren und diese individuell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Für den Einstieg werde ich erstmal den Post Type “Robot” aufbauen.

Aus diesen beiden Zielen habe ich schließlich die imaginäre Firma Spitzohr Robotics ins Leben gerufen. Diese Firma beschäftigt sich mit der – wer hätte das vermutet – Entwicklung von Robotern.

Dezentrale, vernetzte Communities

Dienstag, den 6. Juli 2010

Facebook ist eine interessante, aber auch gefährliche Community. Millionen von Nutzern veröffentlichen dort ihre Daten. Und alles in der Hand einer einzigen Firma. Mir persönlich sagt das eigentlich gar nicht so zu – aber welche Alternativen hat man? In ein anderes großes Netzwerk wechseln? Alles läuft doch heutzutage über Facebook.

Vor einiger Zeit hatte ich mal versucht unseren Trekdinner-Mitgliedern mit Buddypress eine eigene, kleine Community anzubieten. Erfolglos. Viele Mitglieder sind jetzt auch in Facebook und die Trekdinner werden auch als Veranstaltungen dort eingetragen. Und in unserem Forum wird es (gefühlsmäßig) auch immer ruhiger. Zumindest die Fotos haben wir nicht in Facebook, sondern auf unserer eigenen Website ;-)

Aber woran liegt das? Die Nutzer wollen mit ihren Freunden und Bekannten kommunizieren. Und das möglichst über nur einen Kanal. Eine Seite, über die sich informieren können. Genau das bietet Facebook. In den kleinen, spezielleren Communities befindet sich immer nur eine Teilmenge dieser Freunde. Und keiner möchte heutzutage 37 verschiedene Communities aufrufen um zu sehen, wie es den einzelnen geht. Um diese Herausforderung zu meistern, muß ein offener Standard her (und vielleicht gibt es den ja schon?).

Was schwebt mir da vor? Die Communities verfügen über einheitliche Schnittstellen, über welche sich Informationen der Benutzer austauschen lassen. Die Benutzer müßten über die verschiedene Communities hinweg wiedererkennbar sein (wenn sie es wollen). Der Nutzuer loggt sich in seine bevorzugte Community ein und bekommt die Statusmeldungen seiner Freunde aus allen anderen Communities (die er vorher freigeschalten hat) zu sehen. Die Daten werden dann auch nur bei der Community gespeichert, die der Benutzer selber ausgewählt hat und gibt seinen Freunden Zugriff auf die Daten.

Technisch ist das kein Problem. Schwierig wird es nur in der Definition der Datenstrukturen. Welche Daten und in welcher Form ausgetauscht werden sollen, muß geklärt werden – was meist eine sehr umfangreiche Diskussion zur Folge hat.

Eventuell kann ich ja eine Software-Lösung entwickeln, die ich dann für das Trekdinner und für den Episodenguide verwende. Dazu brauche ich natürlich etwas Zeit und Muse ;-) Grundlage für die Wiedererkennung der Benutzer wird natürlich OpenID sein.

Endlich Nichtraucherschutz in Bayern

Montag, den 5. Juli 2010

Es ist vollbracht. Es gibt einen Nichtraucherschutz in Bayern. Beim Volksentscheid wurde über ein Gesetz abgestimmt, dass ursprünglich von der CSU stammte – bevor sich vor der Tabaklobby eingeknickt ist und viele Ausnahmen zugelassen hatte. Ausnahmen, welche den Nichtraucherschutz wieder ausgehebelt hatten. Zumindest in vielen Wirtschaften konnten Nichtraucher noch ungestört essen.

Und da hatte es dazu geführt, dass Raucher positiv aufgefallen sind. Plötzlich waren einige Gesprächspartner weg und wurden vermißt – weil sie kurz vor die Tür sind um eine zu Rauchen. Früher haben die Raucher einfach am Tisch geraucht und sich somit unbeliebter gemacht.

Jetzt kann ich auch mal wieder öfters mit meinen Kollegen Abends weggehen. Von Rauch bekomme ich Kopfschmerzen und bin deswegen ungern weggegangen. Damit habe ich zwar sicherlich auch ein paar Existenzen gefährdet – schließlich bin ich ein Vielesser und lasse meist überdurchschnittlich viel Geld beim Wirt… Aber hier geht es ja auch um meine Gesundheit. Und wenn man abends weggeht, soll man ja auch Spass haben, oder?

Es gibt einige Argumente der Gegenseite, die mich aber auch nachdenklich gestimmt haben. Lärmbelästigung. Wieso verursacht Nichtraucherschutz Lärmbelästigung? Weil die Raucher vor die Tür gehen um dort eine zu Rauchen. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Unterhaltung in normaler Lautstärke zu Lärmbelästigung führt – und falls doch, man kann sich auch etwas leiser unterhalten. Das geht auch ohne Vuvuzelas. Ich weiß, ich verlange jetzt sehr viel von Rauchern, wenn ich hier darum bitte, auf die Anwohner etwas mehr Rücksicht zu nehmen.

Wobei ja eh fast alle Raucher (inzwischen) sehr Rücksichtsvoll sind. Viele Raucher besitzen den Anstand nicht in Anwesenheit von Kindern zu Rauchen. Es sind wie immer die sehr wenigen Ausnahmen, welche den Raucher immer wieder schaden. So hatte ich hier neulich mal einen Nachbarn, der mit Zigarette in den Aufzug gestiegen ist. Er hat sich zwar für die Zigarette entschuldigt, aber diese dann nur aus meinem Sichtfeld verschwinden lassen… Wie Rücksichtsvoll. Der Aufzug hat dann entsprechend gestunken. Und genau solche Typen sorgen dafür, dass der bisherige Nichtraucherschutz nicht ausreicht. Solche und die Wirte, welche die Ausnahmen für ihre Zwecke mißbraucht haben.

Wenn man auf die Seite Schwabing-sagt-nein.de schaut, hat man das Gefühl, dass es in Schwabing keinerlei Kneipen gibt, in denen nicht geraucht wird. Die Anfrage nach einer Liste von Nichtraucherkneipen wurde mir dort vom Mailserver mit “Mailadresse gibt es nicht” beantwortet. Selbst bei Nebenräumen verbreitet sich der Rauch im Nichtraucherbereich. Für mich unbrauchbar. Da kann ich nicht hingehen. Und jede Kneipe hatte irgendeine Ausnahme für sich entdecken können, um Rauchen zu erlauben. Dadurch wurde meine Freiheit, Abends mit Freunden und Kollegen mal wegzugehen, eingeschränkt. Keiner hat Bock stundenlang nach Nichtraucherkneipen zu suchen. Hätten sich mehr Wirte für den Nichtraucherschutz eingesetzt, wäre es vielleicht auch nie zu diesem Volksentscheid gekommen.

Aber nochmal zu den Parteien. Am Anfang hatte ich ja bereits die CSU erwähnt. Diese hatte sich diesmal komplett rausgehalten. Dafür hat sich die FDP mit der Tabaklobby zusammengetan um mit den Wörtern “Toleranz”, “Freiheit” und “Verbotsstaat” gegen den Nichtraucherschutz vorzugehen. Auf der anderen Seite waren die ödp, SPD und Grünen. Also eine Regierungspartei mit Lobby vs. Oppositionsparteien.

Die FDP hat mich hier sehr stark entäuscht. Bei diesem Volksentscheid haben sich den Begriff “Freiheit” verwendet um damit die wirtschaftlichen Interessen der Tabakindustrie zu unterstützen. Durch diese Zweckentfremdung machen sie noch weiter unbeliebt und ich kann sich auch nicht mehr als Kämpfer für die Freiheit ernst nehmen. Ich hatte ja noch immer ein wenig Hoffnung, aber scheinbar gibt es unter den alten Parteien wirklich kaum eine Partei, welche noch die Interessen des Volkes vertritt :-( Oder werden diese nur vertreten, wenn sich die Partei in der Opposition befindet?

Die Befürchtung eines Verbotsstaats sind auch quatsch. Der CSU ist der Nichtraucherschutz egal. Wenn es hier Potential gegeben hätte, die Stoppschilder – äh den Nichtraucherschutz auch auf andere Bereiche zu erweitern, wären die CSU doch die stärksten Befürworter gewesen. Das ist hier nicht der Fall.

Mein Fazit: Der Nichtraucherschutz ist ein gewaltiger Schritt nach vorne. Meiner Meinung nach zwar ein klein wenig zu weit. Ein kleinen Hauch zurück und wir haben ein sinnvolles Gleichgewicht.


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