Wulff gegen Gauck
Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 21:38Heute war die Wahl zum Bundespräsidenten. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es nur Verlierer. Merkel hat beim ersten und zweiten Wahlgang einen richtig laute Ohrfeige bekommen. Die SPD und Grünen haben sich noch mehr mit den Linken zerstritten. Wulff konnte selbst im dritten Wahlgang seine eigene Koalition nicht vollständig hinter sich vereinen und hatte nur gewonnen, weil sonst die Regierung destabiliziert worden wäre – nicht weil er der bessere gewesen wäre. Das deutsche Volk, weil es nicht Gauck wurde.
Ob es sich wirklich um eine “demokratische” und “freie” Wahl handelte, wie immer behauptet wurde, kann ich nicht ganz glauben. Wulff wirkt im Vergleich zu Gauck irgendwie unbedeutend, nichtssagend. Aber es gibt – wie in den Interviews immer wieder zu hören war – um die “Verantwortung” der Wahlfrauen und Wahlmänner. Die Verantwortung gegenüber ihrer Regierung (CDU/CSU und FDP). Die Regierung schwächelt und strauchelt bereits ganz schön. Mit einen Bundespräsidenten aus einem anderen Lager wäre diese wohl zu Fall gekommen. Dies sind sicherlich wesentliche Faktoren, welche die 625 Wahlfrauen und Wahlmänner wohl dazu gebracht hatten, Wulff zu Wählen. Ob sie sich auch überlegt haben, welcher der bessere Bundespräsident gewesen wäre, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Sehr Schade finde ich, dass der konservative Block nicht einmal den Anstand besessen hatten, für Gauck zu klatschen. Naja, ist ja auch nicht deren Stärke.




