Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Tagesarchiv für den 30. Juni 2010

WebTool-Sammlung für Twitter

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Ich nutze auf fmkh.de die Open Source Software Yourls als URL-Verkürzer. Über eine Schnittstelle generiere ich für jeden Blog-Eintrag eine kurze URL. Auch für den Star Trek Episodenguide habe ich verschiedene kurze URLs eingerichtet. Beispielsweise kann man über fmkh.de/tng7x12 direkt auf die 12. Episode der 7. Staffel von The Next Generation zugreifen. Mit fmkh.de/tos3 gelangt man zur dritten Staffel der Classic-Serie.

Allerdings ist Yourls mir stellenweise nicht flexibel genug. So sind nur Zahlen und Buchstaben erlaubt, aber keine Binde- oder Unterstriche.

Weiterhin fehlt mir eine einfache Möglichkeit, schnell mal Bilder, Videos oder eventuell andere Dateien zur Verfügung stellen zu können. Zwar gibt es verschiedene (Werbefinanzierte Dienste), die sowas anbieten, aber ich hätte das gerne bei mir auf dem Server. Und ein Umfragemodul wäre auch nicht schlecht.

Da ich bisher keine solche Sammlung von Tools gefunden habe, werde ich mir wohl selber was basteln ;-)

Wulff gegen Gauck

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Heute war die Wahl zum Bundespräsidenten. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es nur Verlierer. Merkel hat beim ersten und zweiten Wahlgang einen richtig laute Ohrfeige bekommen. Die SPD und Grünen haben sich noch mehr mit den Linken zerstritten. Wulff konnte selbst im dritten Wahlgang seine eigene Koalition nicht vollständig hinter sich vereinen und hatte nur gewonnen, weil sonst die Regierung destabiliziert worden wäre – nicht weil er der bessere gewesen wäre. Das deutsche Volk, weil es nicht Gauck wurde.

Ob es sich wirklich um eine “demokratische” und “freie” Wahl handelte, wie immer behauptet wurde, kann ich nicht ganz glauben. Wulff wirkt im Vergleich zu Gauck irgendwie unbedeutend, nichtssagend. Aber es gibt – wie in den Interviews immer wieder zu hören war – um die “Verantwortung” der Wahlfrauen und Wahlmänner. Die Verantwortung gegenüber ihrer Regierung (CDU/CSU und FDP). Die Regierung schwächelt und strauchelt bereits ganz schön. Mit einen Bundespräsidenten aus einem anderen Lager wäre diese wohl zu Fall gekommen. Dies sind sicherlich wesentliche Faktoren, welche die 625 Wahlfrauen und Wahlmänner wohl dazu gebracht hatten, Wulff zu Wählen. Ob sie sich auch überlegt haben, welcher der bessere Bundespräsident gewesen wäre, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Sehr Schade finde ich, dass der konservative Block nicht einmal den Anstand besessen hatten, für Gauck zu klatschen. Naja, ist ja auch nicht deren Stärke.

Kneipensterben durch Nichtraucherschutz?

Mittwoch, den 30. Juni 2010

Bei der Diskussion um Nichtraucherschutz höre ich immer wieder das Argument, dass durch einen verschärften Nichraucherschutz Kneipen verschwinden werden. Der Nichtraucherschutz würde sogar manche Existenz gefährdet. Schließlich würden Stammgäste eventuell nicht mehr in die Kneipen kommen, falls sie dort nicht mehr rauchen dürften. Ich bin jedoch nicht davon überzeugt, dass viele Raucher jetzt deswegen nicht mehr in eine Kneipe gehen werden. Ich denke aber, dass diese vielleicht in andere Kneipen wechseln könnten, in denen der Wirt das mit dem Raucherverbot nicht so genau nimmt – oder irgendeine Ausnahmeregelung findet. Dann ist natürlich verständlich, dass einige Kneipenbesitzer – und zwar diejenigen, welche sich an den Nichtraucherschutz halten – bedroht sind. Aktuell ist genau das ja das Problem. Ein Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen kann dann das Gleichgewicht wiederherstellen. Wenn in keiner Kneipe mehr geraucht werden darf, werden die Raucher ihre Kneipe nicht wechseln. Eventuell gehen einige wenige Raucher dann nicht mehr in Kneipen – dafür werden aber deutlich mehr Nichtraucher wieder in Kneipen zu sehen sein.

Wenn es keine Ausnahmen mehr gibt, verschwinden auch die Schlupflöcher und somit die scheinbaren Wettbewerbsvorteile der Raucherkneipen.

Eventuell – nur so als Gedanke – könnte man ja trotzdem noch Raucherkneipen anbieten. Diese müssen aber entsprechende Regeln einhalten. Diese müßten entsprechend gekennzeichnet sein (z.B. “Gasthaus zum Lungenkrebs”, “Rauchen kann tödlich sein” oder ähnliche Symbole wie FSK), dürften nicht in der Nähe von bestimmten Einrichtigungen (z.B. keine Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern) sein und die Mitarbeiter müssen eine hohe Gefahrenzulage bekommen. Mitarbeiter haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Zusätzlich müssen natürlich die Speisen und Getränke in Raucherkneipen einen deutlich höheren Preis haben – damit sich Raucher ernsthaft überlegen, ob sie in einer Raucherkneipe oder eine Kneipe gehen wollen. Schließlich wollen wir ja nicht, dass die Kneipen aussterben.

Ich habe mir natürlich auch Gedanken dazu gemacht, warum einige Wirte Angst vor einem echten Nichtraucherschutz haben. Sie müßten ihren Stammkunden das Rauchen untersagen. Viele Stammkunden sind es einfach seit Jahren gewohnt, in die Kneipe zu gehen und zu rauchen. Der Wirt wird es nicht leicht haben, den Nichtraucherschutz durchzusetzen und es wird in einigen Fällen sicherlich zu Streitereien kommen. Diese könnten vermieden werden, wenn es weiterhin keinen echten Nichtraucherschutz gibt.

Die Aussage mit “Verbotsstaat” finde ich persönlich etwas fehl am Platz. Mit dem “Verbot” geht es draum, Nichtraucher besser zu schützen. Die Freiheit der Raucher (z.B. vor der Tür zu Rauchen) bleibt weiterhin erhalten. Es gibt viele andere Gesetzesvorhaben, mit denen wir einem Verbotsstaat immer näher kommen – der Nichtraucherschutz gehört da aber sicher nicht dazu!

Die Aussage mit “Verbotsstaat” stammt von “Bayern sagt NEIN!“, welche zum Aktionsbündnis Freiheit und Toleranz gehört, welche von der Zigarettenlobby unterstützt wird (laut BVGG). Ich finde es ekelhaft, dass ausgerechnet diese milliardenschwere Lobby hier uns vor einem “Verbotsstaat” warnen möchte und dann auch noch Begriffe wie “Freiheit” und “Toleranz” verwendet. Der Begriffe “Freiheit” wird ja auch von so mancher anderer Organisation zweckentfremdet. Dieses fragwürdige Aktionsbündnis fordert fast schon, dass ich für JA stimme! Kein Wunder, dass sich die “Interessengemeinschaft Fairness für Raucher” davon distanziert – welche dem Thema wesentlich seriöser entgegentritt und mich auch fast für ein NEIN überzeugt hätte.

Bleibt eigentlich nur die Angst, dass – falls der Volksentscheid erfolgreich ist – weitere Verbote für Raucher kommen könnten. Gegenargument: Wenn der Volksentscheid nicht erfolgreich ist, werden die Bedingungen für Nichtraucher wieder schlechter. Ein Gleichgewicht zwischen Rauchern und Nichtrauchern ist aufgrund der Ausnahmen noch nicht hergestellt. Falls es mal zu extrem werden würde, werde ich dagegensteuern. Im jetzigen Volksentscheid ist dies aber nicht der Fall.

Nachdem ich mir jetzt lange die verschiedenen Seiten der Befürworter und Gegner angeschaut habe, habe ich mal einen Blick auf den Musterwahlzettel gewagt, welcher unter bayern.de/volksentscheid zu finden ist. Witzig finde ich ja den Art. 5 Abs 2., welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

Das Rauchverbot nach Art. 3 Abs. 1 gilt nicht:

2. in ausgewiesenen Räumen der Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften, soweit dort Vernehmungen durchgeführt werden un der vernommenen Person das Rauchen von der Leiterin oder dem Leiter der Vernehmung im Einzelfall gestattet wird; Entsprechendes gilt in ausgewiesenen Räumen der Gerichte für Vernehmungen durch Ermittlungsrichterin oder Ermittlungsrichter,

Bei Vernehmungen ist Rauchen also erlaubt? Sorry, aber ich muß da immer an “Guter Cop, böser Cop”-Szenen denken.. Das hat aber sicherlich auch einen ernsten Hintergrund – eventuell hilft es ja, dass der Vernommene dadurch lockerer und mitteilsamer ist.

http://www.wahlen.bayern.de/volksentscheide/2010.htm

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