Politik und Quantenphysik
Samstag, den 24. April 2010 um 13:00Quantenphysik ist ein sehr faszinierendes Thema. Die Star Trek Fans unter uns werden sicherlich auch den Heisenberg-Kompensator beim Transporter kennen. Dieser Kompensator ist nach der Heisenbergschen Unschärferelation benannt. Werner Heisenberg formulierte 1927 diese fundamentale Aussage der Quantenmechanik, dass zwei Messgrößen eines Teilchens nicht immer unabhängig voneinander beliebig genau bestimmbar sind. Wir können also selbst mit unseren besten Messgeräten nicht alle Eigenschaften eines Teilchens genau ermitteln. Das ist natürlich unpraktisch, wenn man Menschen beamen will. Es müssen dafür alle Eigenschaften aller Teilchen in Daten umgewandelt werden, um die Menschen am Zielort wieder richtig zusammensetzen zu können. Der Heisenberg-Kompensator soll genau dieses Problem lösen. Auch diese Unschärferelation findet sich in der Politik wieder. Deutlich wird dies vorallem in den Wahlprogrammen vieler Parteien. Selbst mit den besten Messgeräten kann man nicht erkennen, was die Parteien mit ihren Aussagen wirklich meinen. Und beim Transport der Partei in die Regierung fehlt eindeutig ein Heisenberg-Kompensator. Dadurch verändern sich die nicht deutlich erfaßbaren Aussagen aus dem Wahlprogramm.
Eine sehr verbreitete Interpretation der Quantenmechanik ist die Kopenhagener Deutung, welche zusammen von Werner Heisenberg und Niels Bohr in Kopenhagen formuliert wurde. Diese sagt aus, dass nur etwas existiert, wenn es auch beobachtet wird. Aber wo ist jetzt der Zusammenhang mit der Politik? Wenn man jetzt die Kopenhagener Deutung anwenden will, muß man also dafür sorgen, dass Verbrechen nicht beobachtet werden und damit gar nicht existiert. Neben Frau von der Leyen ist nun auch eine Frau Malmström von dieser Deutung überzeugt und will deswegen Mißbrauch von Kindern damit bekämpfen, indem man die Beobachter entfernt => Wegschauen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn sich die Kopenhagener Deutung als Richtig erweist und auch auf diesen Sachverhalt anwendbar ist. Das ist aber eher unklar.
Wenn man jetzt die Idee umdreht, bedeutet das aber auch, dass mehr Verbrechen passieren, wenn man mehr beobachtet. Ist die Anzahl der Verbrechen durch die stärkere Überwachung gestiegen? Oder wird einfach nur mehr darüber berichtet und für uns Bürger werden dadurch mehr Verbrechen real? Folglich würde das auch bedeuten, dass durch weniger Überwachung auch weniger Verbrechen passieren ;-)
Die Kopenhagener Deutung läßt sich mit Hilfe von Kindern beweisen. Der Quantenzustand “Leiden” existiert nur, wenn es einen Beobachter gibt:




