Kirche und Internet
Montag, den 29. März 2010 um 21:20Es ist eigentlich immer wieder faszinierend zu sehen, wie Gesetze geschaffen werden, mit denen man beispielsweise gegen Mißbrauch von Kindern vorgehen möchte. Eines davon war die Vorratsdatenspeicherung. Schockierend ist aber dann die Tatsache, dass genau eine Berufsgruppe, die in letzter Zeit immer mal wieder wegen genau dem vorhin genannten Thema, von diesen Gesetzen ausgenommen werden. Der Arbeitgeber dieser Berufsgruppe ist dabei auch nicht gerade für seine Transparenz auf Aufklärungsbereitschaft bekannt. Angeblich wird sogar der Unterhalt von bis zu drei unehelichen Kindern bezahlt. Ausgerechnet dieser Arbeitgeber bietet dann auch noch eine Hotline für Opfer an…
Okay, in der Kirche gibt es auch sehr viele Mitmenschen, die an das Gute im Menschen glauben, ihre Aufsichtspflicht nicht mißbrauchen und auch Gutes tun. Nur die wenigen schwarzen Schafe werden in den Medien hochgeschaukelt. Ist halt interessanter. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Internet. Auch dort gibt es sehr viele Mitmenschen, die Gutes tun. Und ein paar schwarze Schafe, an denen sich die Medien aufgeilen. Und natürlich von überwachungssüchtige Politiker für verfassungswidrige Gesetze mißbraucht werden.
Ob diese Politiker auch ihre Gesetze gegen die Kirche machen würden? Welche Gesetze wurden den erarbeitet, um den Mißbrauch von Kindern durch Kirchenmitglieder zu unterbinden? Gab es irgendwelche Wünsche an der Kirchen-Tür ein großes Stoppschild aufzuhängen? Überwachungskameras in der Kirche? Nacktscanner in der Kirche? Nö, an die Kirche trauen sich die Politiker nicht ran.
Was mich auch etwas irritiert ist die Tatsache, das der Staat für die Kirchen die Gebühren über eine Kirchensteuer einsammelt, während der öffentlich-rechtliche Rundfunk hier ein komplex Geldeintreibermodell mit der GEZ entwickelt hat. Sinnvoller wäre es doch, wenn auch die Kirche eine KEZ (Kirchengeld Eintreib Zentrale) hätte und die Gebühren gerätebezogen einziehen würde. Jedes Kreuz gilt dabei als Gebetsempfangsgerät. Für Kreuze kleiner als 5cm wird nur die verminderte Gebühr verlangt.
Fazit: Die Kirche darf kein rechtsfreier Raum sein! Auch in der Kirche müssen – wie in der realen Welt und im Internet – Gesetze gelten und eingehalten werden.
Meine Meinung basiert auf der Erfahrung, die ich als evangelisches Kind in Bayern machen durfte. Inzwischen bin ich aus der Kirche ausgetreten, da man für seine Glauben nicht an eine selbsternannte stellvertreter Gottes zahlen muß, um Glauben zu können. Ich habe in der Vergangenheit aber auch sehr viele Kirchenmitglieder kennengelernt, die Gutes tun. Insgesamt war da auch nur ein Pfarrer dabei, der ein gestörtes sexuelles Verhalten hatte. Seine Annäherungsversuche mir gegenüber waren erfolglos. Inzwischen ist er wohl nach langjähriger Behandlung geheilt.





Am 29. März 2010 um 21:42 Uhr
*LOL* Du KEZer, du!
Das Schlimme ist wohl, dass es sich in Pädophilenkreisen die letzten Jahrzehnte (vielleicht sogar schon viel länger) herumgesprochen hat, dass es sich lohnt, im Schutze der Kirche seinen perversen Neigungen nachzugehen… :-(