Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Monatsarchiv für März 2010

Was bringen Internetsperren wirklich?

Dienstag, den 30. März 2010

Wir hatten erst letztes Jahr die Diskussion über das sogenannte Zugangserschwernisgesetz. Es wurde ein Gesetz verabschiedet, bei dem eine Liste mit Seiten, die angeblich Kinderpornografie enthalten, an Providern übergeben wurden. Die Provider sollten dann den Zugang zu diesen Seiten über sehr leicht zu umgehende DNS-Sperren verhindern. Man wolle damit Kinderpornografie im Internet bekämpfen.

Aber es gibt zahlreiche Probleme dabei:

  • Die Liste sollte ohne rechtsstaatliche Kontrolle erstellt und gepflegt werden – keinerlei Überprüfung, ob hier wirklich nur Seiten aufgelistet sind, die entsprechende illegale Inhalte anbieten
  • Die “geheimen” Listen mußten an die Provider verteilt werden, damit sie diese in ihre DNS-Sperr-Infrastruktur einbinden können. Da DNS nichts anderes als ein Telefonbuch für Internet-Adressen ist, kann man daraus ebenfalls sehr leicht die Liste wieder herauslesen. Somit wird eine Liste mit Seiten für die eigentlich Zielgruppe sogar leichter zugänglich gemacht
  • Die “DNS-Sperren” sind sehr leicht zu umgehen.
  • Der Austausch des jeweiligen Materials erfolgt größtenteils gar nicht über Websites, wodurch diese Sperren keinerlei Auswirkungen auf den “Markt” hat.
  • Staaten, die bereits ähnliche Sperren verwenden, mißbrauchen diese für Zensur
  • Wenn Seiten gesperrt sind, wird nicht mehr ausreichend Energie in die Löschung der Inhalte und Ermittlung der Täter gesteckt. Schließlich sind die Seiten ja “effektiv gesperrt”.

Die Liste läßt sich beliebig weiterführen. Schaut Euch dazu auch mal den interessante und empfehlenswerten Beitrag von Alvar Freude an.

Tatsache ist aber, dass solche Sperren grundsätzlich nicht nur ungeeignet, sondern sogar kontraproduktiv sind. Durch diese Sperren wird quasi eine “Favoriten-Liste” zugänglich gemacht.

Um Kinderpornografie im Internet ernsthaft bekämpfen zu können, müssen daher die Betreiber der Seiten ermittelt und verhaftet werden. Dies gestaltet sich natürlich etwas schwieriger, wenn die Betreiber im Ausland (z.B. Amerika, Australien, Holland = die drei Top-Hoster für dieses Material) sitzen. Das erfordert eine internationale Zusammenarbeit.

Das scheint aber eine Censilia Malmström nicht verstanden zu haben. Sie versucht jetzt auf EU-Ebene neue Favoriten-Listen zu erstellen, auf denen Kinderpornografische Seiten beworben eingetragen werden. Aber warum?

Mit dem Kampf gegen Kinderpornografie im Internet läßt sich diese Frage nicht beantworten. Diese Sperrinfrastrukturen fördern eher noch diesen Markt und machen es noch schwerer, diesen erfolgreich zu bekämpfen. Zudem sind solche Systeme mit der Verfassung nicht vereinbar. Wenn man sich aber die Begehrlichkeiten anderer Politiker und Lobbyisten anschaut, kommt eine Antwort schon in greifbare Nähe. Sobald eine Sperrinfrastuktur vorhanden ist, kann man diese auf andere Themen wie Killerspiele, russische Musikwebshops oder Kritik am Staat/an der EU ausweiten. Und dann sind wir wieder bei der Zensur.

Ich glaube nicht, das Malmström so dumm ist, dass sie nicht versteht, dass Sperren absolut kontraproduktiv im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet sind. Dieses Thema wird von ihr zweckentfremdet. Was sie genau erreichen will, ist noch unklar.

Die Berichterstattung zu diesem Thema ist – wie leider gewohnt – von einigen Medienhäusern sehr einseitig. Der WDR 2 behauptet sogar dass das Ungetüm Internet bekämpft werden müsse. Leider hat Frau Katrin Brand nicht verstanden, dass den Quälern und Kunden mit den Sperren sogar mehr geholfen wird. Um es diesen Personen zu erschweren, bleibt nur Löschen und Täter ermitteln. Es ist schon erschreckend, dass sie dann den Sperrgegnern (welche dieses Verbrechner wesentlich ernsthafter bekämpfen wollen) vorwirft, diese Verbrechen mit freier Meinung gleichsetzen zu wollen. Aber wie Frau Brand geschrieben hat: Das Internet muß bekämpft werden. Das Internet gefährdet nämlich die Meinungsbildung durch die “öffentlich-rechtlichen” Sender. Auch für andere Medienhäuser ist das Internet eine Gefahr, wie sich unschwer am Beitrag von Knut Priest von Der Westen erkennen läßt. Also kein Wunder, das die altmodischen Medien die Sperren als “Allheilmittel” darstellen. Das es bei Öffentlich-Rechtlichen auch seriös zugehen kann, zeigt Mario Sixtus in seinem Beitrag, den er als Reaktion auf die Äußerung seiner Kollegin Patricia Wiedemeyer verfaßt hat. Zu Wiedemeyers Verteidigung: Sie sitzt im Auslandsbüro in Brüssel und hat daher vermutlich die Diskussion letztes Jahr gar nicht mitbekommen. Das würde zumindest ihren fragwürdigen, überflächlichen und polemischen Text erklären.

Kirche und Internet

Montag, den 29. März 2010

Es ist eigentlich immer wieder faszinierend zu sehen, wie Gesetze geschaffen werden, mit denen man beispielsweise gegen Mißbrauch von Kindern vorgehen möchte. Eines davon war die Vorratsdatenspeicherung. Schockierend ist aber dann die Tatsache, dass genau eine Berufsgruppe, die in letzter Zeit immer mal wieder wegen genau dem vorhin genannten Thema, von diesen Gesetzen ausgenommen werden. Der Arbeitgeber dieser Berufsgruppe ist dabei auch nicht gerade für seine Transparenz auf Aufklärungsbereitschaft bekannt. Angeblich wird sogar der Unterhalt von bis zu drei unehelichen Kindern bezahlt. Ausgerechnet dieser Arbeitgeber bietet dann auch noch eine Hotline für Opfer an…

Okay, in der Kirche gibt es auch sehr viele Mitmenschen, die an das Gute im Menschen glauben, ihre Aufsichtspflicht nicht mißbrauchen und auch Gutes tun. Nur die wenigen schwarzen Schafe werden in den Medien hochgeschaukelt. Ist halt interessanter. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Internet. Auch dort gibt es sehr viele Mitmenschen, die Gutes tun. Und ein paar schwarze Schafe, an denen sich die Medien aufgeilen. Und natürlich von überwachungssüchtige Politiker für verfassungswidrige Gesetze mißbraucht werden.

Ob diese Politiker auch ihre Gesetze gegen die Kirche machen würden? Welche Gesetze wurden den erarbeitet, um den Mißbrauch von Kindern durch Kirchenmitglieder zu unterbinden? Gab es irgendwelche Wünsche an der Kirchen-Tür ein großes Stoppschild aufzuhängen? Überwachungskameras in der Kirche? Nacktscanner in der Kirche? Nö, an die Kirche trauen sich die Politiker nicht ran.

Was mich auch etwas irritiert ist die Tatsache, das der Staat für die Kirchen die Gebühren über eine Kirchensteuer einsammelt, während der öffentlich-rechtliche Rundfunk hier ein komplex Geldeintreibermodell mit der GEZ entwickelt hat. Sinnvoller wäre es doch, wenn auch die Kirche eine KEZ (Kirchengeld Eintreib Zentrale) hätte und die Gebühren gerätebezogen einziehen würde. Jedes Kreuz gilt dabei als Gebetsempfangsgerät. Für Kreuze kleiner als 5cm wird nur die verminderte Gebühr verlangt.

Fazit: Die Kirche darf kein rechtsfreier Raum sein! Auch in der Kirche müssen – wie in der realen Welt und im Internet – Gesetze gelten und eingehalten werden.

Meine Meinung basiert auf der Erfahrung, die ich als evangelisches Kind in Bayern machen durfte. Inzwischen bin ich aus der Kirche ausgetreten, da man für seine Glauben nicht an eine selbsternannte stellvertreter Gottes zahlen muß, um Glauben zu können. Ich habe in der Vergangenheit aber auch sehr viele Kirchenmitglieder kennengelernt, die Gutes tun. Insgesamt war da auch nur ein Pfarrer dabei, der ein gestörtes sexuelles Verhalten hatte. Seine Annäherungsversuche mir gegenüber waren erfolglos. Inzwischen ist er wohl nach langjähriger Behandlung geheilt.

Kleine Tiger müssen toben

Dienstag, den 23. März 2010

Den Ausspruch “Kleine Tiger müssen toben” hatte ich damals bei meiner Ausbildung zum Übungsleiter “A” gehört. Er sagt aus, dass Kinder sich einfach (lautstark) austoben müssen. Und das ist auch gut so. Für mich damals als Judo-Kinder-Trainer auch kein Problem. Ich hatte da eine große Sporthalle und dort konnten die kleinen Tiger sich auch richtig austoben – gemischt mit Judo-Techniken, Fallschule und anderen Trainingsarten. Mein Vorteil war, dass die Kinder nach einer Stunde wieder nach Hause sind. Ob sie sich da weiter ausgetobt haben, kann ich nicht sagen. Aber vermutlich schon.

Eine Mutter hatte sich mal bei mir beschwert, dass ihr Kind jetzt schon dreimal beim Probetraining gewesen ist und immer noch so frech wäre. Klar doch. Die Aufgabe eines ehrenamtlichen Judo-Trainers ohne pädagogische Ausbildung ist es, 15 Kinder bei einer dreiviertel Stunde pro Woche so zu erziehen, dass sie alle brav werden… (Ist das nicht die Aufgabe der Eltern? Trauen sich die Eltern das nicht mehr? Werden Eltern durch die unmöglichen Sendungen in den alten Medien wie Fernsehen auch beeinträchtigt?).

Heute weiß ich mehr. Seit ein paar Jahren habe ich hier durchgehend zwei kleine größere Tiger lautstark hier rumwetzen. Rund um die Uhr (wenn ich mal die Arbeitszeit nicht berücksichtige). Ist auch weiter gar nicht so schlimm. Nur wenn ich mal gesundheitlich etwas angeschlagen bin und die Geräuschkulisse deutlich intensiver wahrnehme, ist es gar nicht mehr so leicht sich an “Kleine Tiger müssen toben” zu halten.

Aber es geht ja auch nicht darum, dass die kleinen Tiger in der Wohnung krach machen. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie sie sich austoben. Das einfachste ist (bei schönem Wetter) draußen. Aber auch Sportvereine helfen natürlich, die Tob-Energie zu kanalisieren. Oder vielleicht diese Energie einfach in Kreativität umwandeln. Kinder brauchen nämlich auch ruhigere Momente. Daher ist es natürlich auch sinnvoll, zusätzlichen zum Praxistest der Chaostheorie (=Kinder) auch das nötige Material zum kreativen Austoben vorrätig zu haben. Da fällt mir ein, dass ich ja eigentlich noch was aus Fimo basteln wollte – schließlich will ich meine kindlich-verspielte Kreativität nicht aufs Blog-Artikel schreiben begrenzen. Aber zurück zu unseren kleinen Tigern.

Als weitere Indoor-Austob-Möglichkeiten haben wir seit drei Monaten eine Wii. Zusammen mit dem Wii Balance Board kann man sich da auch schön austoben. Allerdings will ich, dass die Kinder sich vorhin draußen etwas austoben, damit beim Wii-Spielen unsere Wohnung heil bleibt ;-)

Kinderpornografie im Internet bekämpfen

Donnerstag, den 18. März 2010

Nachdem inzwischen scheinbar auch die CDU endlich eingesehen hat, dass die DNS-Sperren im Kampf gegen KiPo absolut nichts bringen, ist die Diskussion über die Bekämpfung wieder aufgefacht. So hat Obstaatsanwalt Peter Vogt aus Halle klar gemacht, dass seine Sorge vorallem der Verbreitung per E-Mail und P2P gilt. Peter Vogt? Der Name ist mir schonmal begegnet. Ach ja, “Operation Himmel”. Damals sind den Ermittlern Logfiles eines Server mit KiPo-Material in die Finger gefallen. Und plötzlich hatte man 12.000 Verdächtige. Andere Staatsanwaltschaften mußten dann aber feststellen, dass nicht jeder Ermittler in der Lage ist, Logfiles richtig lesen zu können – und so wurden ziemlich alle Ermittlungen wieder eingestellt.

Interessant finde ich auch die Aussage, dass Herr Vogt 30 Akten mit einem Schadensvolumen von 30 Millionen Euro zumachen mußte – weil die verfassungsfeindliche, verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung gestoppt wurde. Woher die Zahl mit 30 Millionen Euro kommt, ist leider nicht klar. Solche Summen in Zusammenhang mit P2P und Vorratsdatenspeicherung kenne ich sonst nur von der Musikindustrie…

Auch wurde wieder vom KiPo-Markt (kommerzielle Websites) berichtet, der jährlich zwischen drei und 20 Milliarden Euro Umsatz hätte. (Im Vergleich dazu hat die setzt die Musikindustrie etwa 1,5 Milliarden Euro um). Und die Musikindustrie meckert die ganze Zeit, dass ihnen durch die ganzen Tauschbörsen Umsatz flöten gehen. Rein theoretisch würde es ja dann bedeuten, wenn man den Austausch von KiPo in P2P-Netzen stärker bekämpft, wächst der KiPo-Markt stärker. Wenn man sich mehr auf den KiPo-Markt konzentriert, dann bekämpft man aber auch vorallem die kommerziellen Produzenten und Urheber dieses Materials.

Die Motivation von Herrn Vogt erscheint für mich nicht nachvollziehbar. Anstatt zu jammern, dass es kein Konzept zur Bekämpfung von KiPo im Internet gäbe, solle er doch eins (oder lieber andere Kollegen!) erstellen. Oder wer ist für die Erstellungen eines solches Konzeptes zuständig, wenn nicht LKA/BKA? Auch das Hinterherweinen einer verfassungsfeindlichen, verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung finde ich etwas fehl am Platz. Wie im Heise-Forum schon öfters erwähnt wurde, sollte sich die Staatsanwaltschaft lieber auf die realen Verbrechen konzentrieren. Und vorallem, wenn da jährlich drei bis 20 Milliarden Euro fließen würden, dann kann man das doch nachvollziehen. Selbst die Cent-Beträge bei Hartz IV-Empfänger können überwacht werden, wie kann es dann passieren, dass man Milliarden-Beträge übersieht?

Vogt meinte als “Experte” auch, dass zwei Jahre für den Besitz von KiPo zu wenig sei. Eventuell sollte er da lieber auf das Urheberrecht ausweichen – da gibt es Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob Vogt in den Medien nur falsch rüberkommt. Was ich bisher von ihm gelesen habe, spricht nicht sehr für ihn. In meine Augen sollte sich die Staatsanwaltschaft darauf konzentrieren die Täter und Opfer zu ermitteln. Und dafür zu sorgen, dann den Opfern geholfen und die Täter rechtsstaatlich zur Verantwortung gezogen werden. Den “Konsumenten” muß jedoch auch geholfen werden (eventuell auch mit Freiheitsstrafen), sie sind aber nicht mit den Tätern gleichzusetzen. Ich kann natürlich verstehen, dass man viel leichter Konsumenten zu Tätern abstempeln kann, aber der Fokus sollte weiterhin wieder auf den wahren Tätern liegen.

Lange oder kurze Haare

Mittwoch, den 17. März 2010

Meine Haare haben jetzt wieder diese Zwischenlänge (ca. 12 cm vorne) erreicht, bei denen sie sich immer wieder unmotiviert in meine Augen stürzen. Leider sind sie aber noch zu kurz, um sie hinter meinen spitzen Ohren zu verstauen oder mit einem Haargummi besser zu fixieren. Das ist dann auch immer wieder die Zeit, in der ich überlegen muß, ob ich meine Haare opfere oder doch lieber meine Individualität stärker unterstreichen will.

Was meint ihr? Soll ich mir lieber die Haare wieder kurzschneiden lassen oder mal wieder schön lang wachsen lassen?

Anbei ein paar Fotos mit langen und kurzen Haaren:

Vorteile kurze Haare:

  • Fallen nichts in die Augen
  • Sind schneller trocken
  • Schaue Business-mäßiger aus
  • Meine spitzen Ohren kommen besser zu Geltung
  • Entspricht der Sternenflottenvorschrift
  • Wirke schlanker

Vorteile lange Haare:

  • Kann wieder als Klingone rumlaufen (vielleicht auch mal wieder Marathon)
  • Die Frisur sitzt einfach (durch die Schwerkraft)
  • Haare lassen sich zusammenbinden
  • Meine Individualität wird stärker unterstrichen
  • Kostet weniger Friseurkosten

Nachteile kurze Haare:

  • Haare führen ein Eigenleben, Frisur ist nur mit 2,3 kg Gel machbar
  • Regelmäßig zum Friseur gehen (Geld, Wartezeit)
  • Schaue langweiliger aus

Nachteile lange Haare:

  • Nicht so Business-mäßig
  • Meine spitzen Ohren werden verdeckt
  • Wirke dicker
  • Können gelegentlich stören

Copyright und Urheberrecht

Samstag, den 13. März 2010

Ich finde es irgendwie als sehr verwirrend, dass Urheberrecht mit Copyright übersetzt wird. Für mich sind Urheber etwas anderes als Inhaber von Kopierrechten. Urheber ist für mich derjenige, der das Werk (was auch immer es ist) geschaffen hat. Der Urheber kann dann Dritten das Recht einräumen, dieses Werk (bzw. deren Kopien) zu vermarkten – was in meinen Augen das Copyright ist.

Lustig ist es dann, wie dann Organisationen, die definitiv keine Urheber der Werke sind (denen fehlt einfach die Kreativität, um künstlerisch wertvolle Werke zu schaffen) mit dem Urheberrecht auf harmlose Kunden, Konsumenten und Bürger los gehen. Und diese Organisationen verdienen daran eigentlich sehr gut. Der Urheber bekommt dabei aber viel zu wenig ab – obwohl er ja immer auch als Argument angeführt wird, warum das “Urheberrecht” auf so brutale Weise durchgesetzt werden muß.

Bei einigen Gesetzesentwürfe (speziell für die bessere “Durchsetzung” des Urheberrechts) habe ich jedoch schon das Gefühl, dass zu deren Urhebern auch einige der oben genannten Organisationen (oder deren Vertretern/Lobbyisten) gehören. Leider wird die Verbreitung dieser Texte nicht durch das Urheberrecht verhindert…

Naja, das ist natürlich nur meine Sichtweise. Das Urheberrecht sollte mehr die Urheber schützen und nicht deren Rechtevermarker. Die Idee der Grünen den Ausgleich der berechtigten Interessen der drei beteiligten Parteien (Kreativen, Verwerter und Werknutzenden) zu schaffen, ist daher deutlich zu begrüßen. Bisher wurden ja nur die berechtigten Interessen der Verwerter berücksichtigt. Das die Kreativen und die Werknutzenden nun auch endlich eingebunden werden, ist auf jeden Fall ein guter Schritt in die richtige Richtung!

Allerdings wirkt das Konzept der Grünen auf mich ein wenig übertrieben. Ob das vielleicht daran liegt, dass sie sich ein wenig Spielraum für Kompromisse bereithalten? Oder versuchen sie Tauschbörsennutzer anzuwerben?

Heute vor 10 Jahren…

Freitag, den 12. März 2010

… habe ich mit einer kleinen datenbankbasierten Website angefangen, die heute mein erfolgreichstes (privates) Webprojekte ist. Ich rede natürlich vom Star Trek Episodenguide. Dazu habe ich mal tief in meinen Backups gegraben um ein paar Eckdaten für den ersten Teil zum 10-jährigen Jubiläum zu haben. Vielleicht kann ich auch noch das eine oder andere Design rekonstruieren (sind ja alles Cold Fusion Scripts und mir sind gerade die Cold Fusion Server ausgegangen…).

Einen kleinen Vorgeschmack gibt es natürlich bei der Wayback Machine. Beispielsweise die alte Startseite STARTREK.EPISODENGUIDE (31. März 2001) (Intersssant natürlich auch die alte Startseite von episodenguide.de – in meinem Star Trek Fan Network-Design *g*).

Der März-Artikel

Dienstag, den 9. März 2010

Anfang Februar war ich ja hochmotiviert wieder regelmäßig zu bloggen. Und was ist jetzt? Seit nun zweieinhalb Wochen gab es nichts neues mehr zu lesen. Dabei gibt es doch soviele interessante Themen über die ich schreiben könnte. Beim Aktenjäger-ARG gibt es ein Live-Event nach dem anderen (in Hamburg). Parallel dazu ist jetzt auch Nanas kleine Welt gestartet (mehr dazu siehe ARG-Reporter Forum).

Auch politisch ist es im Moment wieder sehr interessant. Die jetzige Form der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung wurde gekippt. Ob wir Bürger das nun als Sieg feiern können oder es doch eine Niederlage (da nur die “jetzige Form” gekippt wurde, Vorratsdatenspeicherung ansich aber wohl in Ordnung sei) ist, kann man nicht wirklich sagen.

Aber auch die Kirche ist im Moment mit negativen Schlagzeilen immer wieder in den Medien aufgetaucht – und eigentlich könnte ich dazu meine Meinung wiedergeben. Aber um ehrlich zu sein, habe ich Angst davor. Wichtig ist mir aber trotzdem, dass Kirche nicht gleich Religion nicht gleich Glaube ist! Kirche ist nur eine von Menschen geschaffene Organisation, welche auf einer von Menschen geschaffenen Religion aufsetzt. Ob man an die Geschichten, welche ebenfalls von Menschen geschriebenen wurden, glauben möchte, ist jedem selbst überlassen. Ich glaube, dass die Menschheit es irgendwann schafft, friedlich miteinander zu koexistieren. Unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft, Glauben, religiösen und politischen Anschauungen und sexuellen Ausrichtung. Mir gefällt in diesem Zusammenhang der Kategorische Imperativ besonders gut.

Zudem gibt es eigentlich noch viele weitere interessante Themen, an denen ich arbeiten wollen würde. So bin ich im Moment in Kontakt mit einem Entwickler, der eine mobile Version des Episodenguides entwickelt und dabei eine Schnittstelle zu meinem Original nutzt. Diese Schnittstelle muß ich aber noch ein wenig erweitern.

Und wo wir gerade beim Episodenguide sind: Vor 9 Jahren und 362 Tagen habe ich mit der Website angefangen. Also in drei Tagen wird der Episodenguide ein Jahrzehnt alt. Und was habe ich dafür gemacht? Gar nichts. Keine neuen Serien, kein neues Design, keine Community… nicht mal eine History-Seite habe ich vorbereitet. Schade eigentlich. Aber ich habe ja noch bis Freitag Zeit ;-)

Aber was habe ich dann die ganze Zeit gemacht? Okay, ich habe beruflich und auch etwas gewerblich an einigen Themen gearbeitet und mich wieder tiefer in WordPress und auch in Buddypress eingearbeitet. Außerdem versuche ich mich wieder mehr mit objekt-orientierter Programmierung in PHP (anhand des Zend-Frameworks, welches auch in Magento eingesetzt wird und grundsätzlich einige gute Ansätze für das Modell-View-Controller-Konzept bietet) zu beschäftigen. Vielleicht kann ich ja dann auch mein eigenes PHP-Framework (welches ich vor etwa einem halben Jahr angefangen hatte) wieder weiterzuentwickeln und in einigen meiner Projekte (z.B. Episodenguide) zu verwenden.

Und ich muß dringend einen Weg finden, dass meine Blog-Artikel in meinem Blog und nicht in Facebook kommentiert werden.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: