Werbung auf Spitzohr.de
Donnerstag, den 4. Februar 2010 um 23:09Schon vor ein paar Wochen habe ich eine E-Mail aus England erhalten. Es geht darum, ob ich nicht Werbung auf meiner Seite schalten wollen würde. Es würde sich dabei um rein textliche Inhalte handeln. Ich habe die E-Mail gelöscht. Sie wirkte doch eher, als ob sie von einem Bot erstellt wurde. Einige Zeit später bekam ich eine weitere Mail. Scheinbar wurde die Mail doch von einem echten Menschen – vermutlich aber zumindet mit einigen Textbausteinen – geschrieben. Also habe ich darauf geantwortet. Ich meinte nur, dass ich nicht interessiert sei, englische Werbung auf meinem privaten, deutschsprachigen Blog zu packen.
Kurz darauf kam auch schon die Antwort. Erstmal hat sie sich dafür bedankt, dass ich geantwortet habe und versucht meine Bedenken ein wenig zu zerstreuen. Die Werbung würde in meine Sprache übersetzt und an meine Inhalte angepaßt werden. Und sie wäre nur auf einer Seite. Sie bietet mir zwei Optionen an. Beide Optionen wären ausschließlich Textbasiert und auf einer Unterseite – welche ich aber schon lange nicht mehr aktualisiert hatte. Der Unterschied zwischen den beiden Optionen sind Kundentypen und entsprechend auch die Bezahlung.
- Bei Option 1 handelt es sich um einen Kunden aus dem Bereich “gaming (poker, casino, bingo)”. Der Preis wäre 40 – falls ich die Werbung sofort einbaue sogar 70 USD.
- Bei Option 2 handelt es sich um “NON-gaming (telecommunication, financial, hotel and travel)”. Und 20 USD.
Beide Optionen sprechen mich jetzt nicht wirklich an. Werbung für Glücksspiele zu machen finde ich doof. Auch der NON-gaming Berich spricht mich nicht wirklich an. Bei einigen deutschen Telekommunikationsanbietern habe ich starke moralische Bedenken. Auch bei Finanzen gibt es zu viele unseriöse Anbieter. Hotels empfehle ich nur, wenn ich es selber schon genutzt hatte und zufrieden war. Und auch Reisen finde ich jetzt nicht wirklich interessant – außer ich bin selber unterwegs. Und dann berichte ich natürlich ausführlich.
Ne, da ist nichts dabei. Ich schreibe aber der guten Dame zurück, dass selbst 70 USD am Tag mir zu wenig wären, um die Integrität meines Weblogs durch verkaufte Textbeiträge aufs Spiel zu setzen. Wenn ich etwas hier veröffentliche, dann nur, weil es mich persönlich sehr interessiert und ich dies mit Euch teilen möchte. Manchmal werde ich auch durch Firmen positiv überrascht (das ist kein Aufruf für Bestechungsversuche! *g*) und ich gebe das halt hier wieder. Aber Text von Werbetextern erstellen zu lassen um diese auf meiner Website gegen Geld zu veröffentlichen? Nö.
Eine Firma – beziehungsweise eine sehr pfiffige Angestellte dieser Firma – hatte mich gestern positiv überrascht. Es ist immer wieder erstaunlich, warum und wie Besucher auf meine Website gelangen. Schön finde ich es auch, dass einige davon schließlich auch direkt Kontakt aufnehmen. Mehr dazu demnächst. Hier. Von mir geschrieben und kostenlos.


