Ich hatte es ja in Twitter bereits angekündigt. Ich will Windows 7 auf meinem Hauptrechner installieren. Zuvor muß ich aber erst richtig aufräumen. Und das mache ich nun schon seit ein paar Tagen.
Ich habe zwar Daten und Systempartition sauber getrennt, aber nicht jede Anwendung hält sich an daran. Auch habe ich bei meinen Daten eine – sagen wir mal – wechselhafte Struktur gewählt. Jetzt bin ich dabei, diese Struktur mal wieder etwas zu vereinheitlichen. Aber welche Form macht Sinn?
Verzeichnis für Web-Projekte
In meinem Verzeichnis für Web-Entwicklung liegen verschiedene Backups der Server, Installationspakete (z.B. Joomla, WordPress, Zend, jQuery, etc) sowie eigene und Kundenprojekte. Teilweise sind bei den Backups auch noch jede Menge Logfiles der letzten 10 Jahre dabei. Aber es sind dort auch Arbeitsdateien wie per Mail geschickte Word-Dokumente, web-ungeeignete Bilder, PSD-Dateien etc. zu finden. Zusätzlich habe ich aber noch weitere Kundenspezifische Verzeichnisse mit Rechnungen und anderen Dokumenten (z.B. Domainumzug) – aber auch mal zugemailte Word-Dokumente, PSD-Dateien oder andere Dateien, die ich erst für das Web aubereiten mußte. Teilweise natürlich auch doppelt und dreifach :-(
Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass dort einige Hunderttausend Dateien rumliegen. Insgesamt etwa 50 GB. (vergleichsweise mit den fast 200 GB für Fotos noch wenig, dazu aber später).
Pro Kunden werde ich jetzt drei Verzeichnisse machen:
- Alle Dateien, die aktuell auch auf dem Webserver für den Kunden vorhanden sind
- Alle Dateien, die ich zum Bearbeiten benötige (Word-Dokumente mit Inhalten, PSD-Dateien, E-Mail-Anlagen etc.)
- Alle Dateien für die Verwaltung (Rechnungen und andere Dokumente)
Wie ich jetzt genau die Backups verwalte, weiß ich noch nicht genau. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ein Backup-Verzeichnis für alle Kunden – oder aber für jeden Kunden ein eigenes Backup-Verzeichnis anlege.
Der Begriff “Kunde” ist dabei jedoch eher sehr umfassend gemeint. So habe ich natürlich auch ein Verzeichnis für mich mit meinen Web-Projekten (z.B. Spitzohr.de, Episodenguide.de) und für weitere Organisationen (z.B. Trekdinner München, IIVS) angelegt. Rechnungen schreibe ich mir jedoch nicht ;-)
Jedenfalls habe ich die doppelten Dateien rausgeworfen und einige uralte Backups gelöscht und konnte somit meine Speicherplatzbedarf für Web-Projekte auf 27,7 GB reduzieren – auch wenn es sich noch immer um 586.020 Dateien handelt.
Fotos
Ich habe etwa 200 GB an Fotos auf meiner Festplatte liegen. Teilweise sogar schon nach Jahren sortiert. Aber einige Dateien lassen sich weder anhand des Dateinamens, noch über andere Informationen einem Datum zuordnen. Aber eventuell habe ich diese Fotos ja nochmal – mit den entsprechenden Datumsinformationen. Ich habe das halbe Wochenende als nichts anderes gemacht als x-tausend Fotos anzuschauen, Jahre und Monate zu erraten, mit anderen Dateien vergleichen und doppelte zu löschen.
Früher hatte ich die Fotos auch mit dem Photoshop Elements Importer auf die Festplatte kopiert – der leider nur ein Verzeichnis mit Datum des Imports anlegt und den Dateien eigene Namen (z.B. joggen-001.jpg) gegeben hat. Was natürlich wenig hilfreich ist, wenn man die gleichen Dateien später nochmal unter zoo-001.jpg heruntergeladen hatte… Zumindest die Meta-Daten wie Datum waren da noch vorhanden. Aber mit den Dateinamen kann man unmöglich arbeiten.
Dazu kommt, dass ich natürlich schon sehr lange Fotos vorallem fürs Web gemacht habe. Also hatte ich dann meist noch einen Unterordner “web” mit webgeeigneten Versionen der Bilder, sowie natürlich Thumbnails. Diese dann natürlich auch mal wieder gezippt, auf CDs gebrannt, wieder auf Festplatte kopiert, verschoben, umbenannt, verloren, wiedergefunden, kopiert, verschoben, gesucht…
Aber gestern Abend hatte ich es dann endlich geschafft. Für meinen “Judo und Karate”-Ordner habe ich etwa 5 Stunden gebraucht und eigentlich fast alle Fotos gelöscht. Von den ca. 40.000 Dateien sind jetzt noch 120 Dateien übrig. Viele Dateien waren in verschiedenen Versionen fünf oder sechs Mal vorhanden, aber auf den meisten Fotos war ich ja eh nicht zu sehen, da ich meist hinter der Kamera war. Die meisten Fotos hatte ich damals (2002 bis 2005) für die Judo-Website gemacht. Daher habe ich nur die Fotos aufgehoben, auf denen ich zu sehen bin. Und da sind schon ein paar interessante Bilder dabei – z.B. mein erstes und letztes Judoturnier: 17.01.2004 in Weilheim – nur wenige Tage nach meiner Wahl zum stellv. Kassier des Bezirks Oberbayern. Beim ersten Kampf habe ich mir leider meine Schulter wieder ausgekugelt… :-(
Jetzt muß ich eigentlich nur noch die Judo-Fotos nach Jahren und Monaten sortieren und sichern. Dann kann ich mit den Videos weitermachen.
Videos
An die 2.833 Dateien im Video-Verzeichnis habe ich mich noch nicht rangetraut. Insgesamt 133,8 GB an Videomaterial. Irgendeine Struktur? Nicht wirklich – oder halt wieder viele historisch zusammengewachsene nicht mehr nachvollziehbaren Strukturen. Schön sind natürlich auch die Dateinamen mit “Unbenannt 01 1.avi” oder “Sequenz 01.flv”. avi, mpg, flv, wmv… eigentlich auch alle möglichen Formate vorhanden. Und was habe ich in den Zip-Dateien? Argh. Warum liegen da Fotos?
Fazit
So eine Windows-Installation ist auf jeden Menge sehr viel Arbeit. Aber es muß sein. Bevor ich auf meinem Hauptrechner ein neues Betriebssystem drüberbügel, möchte ich alle wichtigen Daten gesichert wissen. Und inzwischen sind meine Daten so umfangreich, dass eine “Laufwerk-d.zip” nicht mehr ganz ausreicht… außerdem habe ich noch mehr als genug von diesen Zip-Dateien bei mir auf dem Rechner rumliegen, welche ich von Installation zu Installation mitnehme.
Mal schauen, ob ich Windows 7 noch im November hier installieren werde…
Vorher werde ich aber vielleicht noch mal einige der gefunden Fotos von mir hier bloggen ;-)