Der Kampf um die neuen .de-Domains
Freitag, den 23. Oktober 2009 um 12:52Ihr habt es sicherlich schon mitbekommen. Aufgrund eines Urteils des Oberlandesgerichts Frankfurt mußte die DeNIC (zentrale Vergabestelle der .de-Domains) nun die bisher ungültigen Domains (ein- und zweistellige Domains, KFZ-Domains, reine Zahlen-Domains) zulassen.
Damit das Rennen auf die neuen Domains auch spannend bleibt, hatten die Hosting-Provider nur etwa zwei Wochen, um sich darauf vorzubereiten. Eine sehr sportliche Herausforderung. Schließlich sind die Überprüfungen, wann ist eine .de-Domain gültig meist tief in den jeweiligen Bestellsystemen integriert. Dazu kommt natürlich noch ein großer Ansturm, der irgendwie verwaltet werden will.
Ich habe über das Blog meines Hosting-Providers domainFactory das Ganze vom Anfang an mitverfolgt. Dabei überrascht domainfactory sehr positiv mit seiner Offenheit und Transparenz, greift beispielsweise Kritik aus Foren auf und reagiert darauf.
Aus Angst vor Abmahnanwälten (und weil ich für mich keinen Bedarf gesehen habe), hatte ich nicht mitgeboten. Es hat mich dann auch nicht sehr verwundert, dass Einstweilige Verfügungen gegen DeNIC erwirkt wurden.
Die Idee mit den Geboten finde ich eigentlich sehr gut umgesetzt, auch wenn von den 495 Domains gerade einmal 19 (!!) Domains erfolgreich registriert werden konnten. Vorschläge, an welche Organisationen die 18.099 Euro gespendet werden sollen, können ins Forum oder als Kommentar ins Blog geschrieben werden.
Ich glaube nicht, dass die entstandenen Kosten nur halbwegs durch die Spendenquittungen abgedeckt werden können.
Ja, ich bin seit fast 9 Jahren überzeugter Kunde von Domainfactory. Mit diesem Beitrag möchte ich niemand überreden, seine Domains hierher umzuziehen (geht lieber zu mir *g* ich bin Reseller). Mir geht es vorallem darum die Stärke eines Blogs als Kommunikationsmedium hervorzuheben. Vorallem bei einer solchen schwierigen Herausforderung wie die neuen .de-Domains zeigt sich mir, wie wichtig Offenheit und Transparenz ist. Es erhöht zusätzlich die Kundenbindung (Ich fühle mich noch stärker als Kunde wahrgenommen).



