Mal was technisches für #zensursula
Mittwoch, den 30. September 2009 um 08:53Wie erschwert man effektiv den Zugang zu Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten? Durch Löschen.
Wie erleichtert man pädophilen bzw. pädokriminellen Personen das Auffinden neuer Seiten? Durch DNS-Sperren.
Diese Personen überlassen die Sucharbeit einfach dem BKA und vertrauen der Zusage, dass diese Seite “nicht gelöscht werden könnten”. Das “Stopp”-Schild ist daher leider keine ernsthafte Bekämpfung, sondern eher eine Art “Gütesiegel” für “vom BKA nicht zu bekämpfende (löschende) Seiten mit KiPo-Inhalten”. :-(
Das Einzige, was durch diese Sperren bekämpft wird, sind die Bürger, Opfer die unabsichtlich auf diesen Seiten landen und deren Zugriff protokolliert wird (um dies später gegen diese Mitmenschen verwenden zu können). Glücklicherweise darf es zumindest nicht als Anfangsverdacht verwendet werden (was einige Politiker – die keinerlei Verständnis für das Unschuldsvermutungs-Prinzip haben – nicht so toll finden.)
Bei der Union scheint der Begriff “Unschuldig” wohl nicht zu existieren. Es gibt dort nur “verdächtig” und “schuldig”. Ich hoffe, dass die FDP dies korrigiert und die Union wieder auf den Weg zu einer verfassungstreuen Partei zurückbringen wird.
Das wird für die nächsten Jahre die wichtigste Aufgabe für Guido Westerwelle sein. Wird er es schaffen, dass das Innenministerium und das Familienministerium sich wieder an ihre eigentlichen Aufgaben erinnert und diese auch endlich wieder ernsthaft wahrnehmen wird?




