Monatsarchiv für Mai 2009

Episodenguide Zugriffsstatistik

Vor zwei Wochen erhielt ich eine Mail von etracker, dass eine meiner Seiten (der Star Trek Episodenguide) über den Seitenaufrufe/Monat-Limit wäre. Das Limit in meinem Tarif liegt bei 200.000. Inzwischen habe ich diesen Monat schon 341.448 Seitenaufrufe gehabt.

Der Besucheranstieg in diesem Monat ist enorm. Die Besucherzahlen habe sich im Vergleich zum Vormonat verdoppelt.

Besucher pro Monat

Besucher pro Monat

Monat Besucher Quereinsteiger Seitenaufrufe Seitenaufrufe pro Besucher Ansichtszeit pro Besucher Ansichtszeit pro Seite
Mai 2009 31.540 19.450 341.448 10,83 03:41 00:20
April 2009 15.197 9.000 171.522 11,29 04:54 00:26
Februar 2005 31.832 19.816 293.661 9,23 06:43 00:43
April 2008 7.161 3.512 95.862 13,39 04:28 00:20
Februar 2003 9.116 6.913 72.463 7,95 09:38 01:12

In der Tabelle habe ich mal den aktuellen Monat Mai, sowie den Vormonat eingetragen. Dazu dann die je nach Wert besten Monate.

Interessant ist, dass seit September 2006 die Ansichtszeiten pro Besucher immer zwischen vier und fünf Minuten waren. Der aktuelle Monat ist jedoch unter vier Minuten. Von Juli 2002 bis Februar Februar 2005 waren die Besucher zwischen sechs und sieben Minuten auf der Website unterwegs. Februar 2003 sticht da sogar mit über Neun Minuten und 38 Sekunden hervor. Im März 2005 ist die Zeit schlagartig von sechs Minuten und 43 Sekunden auf vier Minuten und 22 Sekunden gefallen. Die Zahlen habe sich von Juli 2005 bis Februar 2006 erholt gehabt. Juni 2006 ging es dann sogar auf drei Minuten und Zwölf Sekunden herunter.

Diese Zahlen sind faszinierend. Leider kann ich keinen Zusammenhang mehr mit Änderungen auf der Website herstellen. Zumindest keinen genaueren.

Bei der oberen Grafik mit Page Impressions (Seitenaufrufen) kann man eigentlich sehr gut sehen, wann Sat.1 die neue Serie Enterprise ausgestahlt hatte. Die Erstausstrahlung der dritten Staffel (November 2004 bis Februar 2005) hat die Zugriffszahlen deutlich nach oben getrieben. Mit dem Finale der dritten Staffel hatte der Episodenguide die bisher höchsten Zugriffszahlen – wurde jetzt aber durch den neuen Film überholt ;-). Während der Ausstrahlung der vierte Staffel (Februar 2006 bis Juli 2006) haben die Besucherzahlen aber wieder nachgelassen. Seitdem dümpelte den Zugriffszahlen knapp unter 100.000 Seitenaufrufen pro Monat herum.

Meine Prognose: Durch den neuen Film ist das Interesse an Star Trek (und auch an den Serien) wieder deutlich angestiegen. Ich denke aber, dass dieses Interesse in einigen Monaten wieder etwas abgeflacht sein wird und auch die Zugriffe sich wieder auf etwa 120.000 Seitenaufrufen pro Monat einpendeln werden. Mal schauen, was in den nächsten Monaten passiert.

Fehler in Star Trek

Nachdem ich den Film jetzt zum fünften Mal im Kino angeschaut habe, sind mir auch noch einige Fehler aufgefallen.

Pike, Kirk, Spock und Sulu sind auf dem Weg zum Shuttle. Ihnen begegnet eine junge Frau, die ihre Haare zu einer kleinen Säule hochgebunden haben. In der nächsten Szenen begegnen sie wieder dieser Frau. Läuft sie nur im Kreis herum?

Als Kirk auf der Narada durch einen Tunnel läuft, hat er einen romulanischen Disruptor in der Hand. Man kann die Waffe zwar nicht genau erkennen, aber sie ist nach vorne hin deutlich länger als ein Sternenflotten-Phaser. In der nachfolgenden Szene trifft Kirk dann auf Nero, ein anderer Romulaner schlägt ihn dabei seinen Sternenflotten-Phaser aus der Hand. Diese Tunnel-Szene hätte eigentlich erst später, kurz bevor Kirk auf Pike trifft, gezeigt werden müssen.

Als Nero erfährt, dass Spock mit der Qualle den Bohrer zerstört hat, ist das Bild spiegelverkehrt. Die Narbe und das verletzte Ohr sind plötzlich auf der linken Seite.

Kurz nachdem Kirk gegen Nero gekämpt hatte, springt Kirk auf eine andere Plattform rüber. Er kann sich am Rand festhalten. Man sieht ihn von oben, wie er versucht auf diese Plattform zu klettern. Vor ihm liegt ein romulanischer Disruptor. Ein Romulaner springt ebenfalls auf die Plattform und hebt Kirk hoch – der Disruptor ist jedoch wieder verschwunden. Kirk schnappt sich den Disrupter des Romulaners und erschießt ihn. Dieser fällt von der Plattform und wir sind wieder bei der gleichen Szenen, nur das wir jetzt im Hintergrund einen Romulaner in die Tiefe stürzen sehen. Der Disruptor liegt wieder an seinem Platz.

So, das waren die Schnittfehler, die mir aufgefallen sind. Ansonst wäre noch die Frage, welche Kadetten in San Francisco zurückgeblieben sind. Ich muß wohl nochmal überprüfen, ob am Anfang alle Kadetten auf die Raumschiffe verteilt werden, oder ob es nur das “letzte Lehrjahr” war. Jedenfalls waren, nachdem Nero mit seiner Bohrung in San Francisco begonnen hatten, noch sehr viele Kadetten an der Sternenflotten-Akademie zu sehen.

Heute ist mir auch aufgefallen, das Scotty in seinem Außenposten einen Käfig mit Tribbles hatte. Das Schnurren der Tribbles war im englischen Film gut zu hören. Ich kann mich nicht erinnern, die Tribbles in der deutschen Version gehört zu haben. Ich glaube, das muß ich nochmal überprüfen.

Dann wäre da noch das Problem der roten Materie, die schwarze Löcher erzeugt, mit denen man in die Vergangenheit reisen kann. Ich habe bisher keine logische, nachvollziehbare Erklärung gefunden. Um ein schwarzes Loch zu erzeugen benötigt man eigentlich sehr viel Masse. Eventuell kann man mit der roten Materie Energie in Masse umwandeln und so ein schwarzes Loch erzeugen… würde vielleicht sogar mit einer Supernova gehen. Könnte auch erklären, warum die Romulaner zum Kern des Planeten vordringen wollten. Aber bei der Zerstörung der Narada dürfte wohl nicht genug Energie vorhanden gewesen sein. Ob so eine Zeitreise möglich wäre, glaube ich nicht.

Eine andere Überlegung wäre, dass die rote Materie quasi beim Kontakt mit normaler Materie eine Art Wurmloch erzeugt, welches Materie woanders hersaugt und deswegen zu einem schwarzen Loch wird. Ein Wurmloch im inneren eines Planeten könnte diesen natürlich auch zerstören und an einem anderen Ort wieder auswerfen. Ähnlich wie ein Gartenhäcksler. Die zerstörerische Wirkung eines sich öffnenden Wurmlochs ist im Kern eines Planeten sicherlich am schlimmsten. Allerdings hätten man damit nicht die Supernova bekämpfen können, sondern nur von Punkt A nach Punkt B verfrachtet.

Viele der “Kanon-Fehler” kann man eigentlich mit dem Eintreffen der Narada in der Vergangenheit erklären. In der ursprünglichen Realität wurde die Enterprise in einem Raumdock und nicht auf der Erde gebaut. Eventuell wurde aber durch die Zerstörung der Kelvin das Budget für den Bau eines Raumdocks nicht genehmigt?

Wenn wir uns aber die Kelvin näher anschauen, sehen wir einige Probleme. James T. Kirk wurde in der ursprünglichen Realität in Iowa geboren. Zudem hat er einen älteren Bruder, George Samuel Kirk. Das Kirk auf der Kelvin geboren wurde, kann man vielleicht noch erklären, müßte dazu aber etwas weiter ausholen. So könnte man sagen, das die Kelvin gerade auf dem Weg zur Erde war, als die Raumanomalie entdeckt wurde. Durch den Stress wäre es sicherlich auch denkbar, dass die Wehen früher eingesetzt haben und Kirk daher vor dem eigentlichen Termin zur Welt kam.

Sehr irritierend ist aber die Tatsache, dass das bekannte Starfleet-Ensigna bereits überall verwendet wurde. Es war bereits auf den Uniformen der Crew der Kelvin zu sehen. Jedoch hatte jedes Schiff zu Kirks Zeit sein eigenes Symbol. Erst durch die Bekanntheit der Enterprise entschied sich die Sternenflotte, dass Symbol zu verwenden.

Der Verlust von Vulkan ist hart. Viele Episoden und Filme sind dadurch stark beeinträchtigt. Vulkanische Optimisten (wie ich), nennen die neue Kolonie einfach “Vulkan” ;-). Damit wäre auch geklärt, warum man eigentlich nur so wenig Vulkanier in den Serien und Filmen zu Gesicht bekommt.

So, wer hat noch Lust, den Film mit mir anzuschauen? Es gibt sicherlich noch viele weitere Kleinigkeiten, die mir bisher entgangen sind *g*

Platz auf dem Schreibtisch

Gelegentlich muß ich meinen Schreibtisch erst suchen. Er ist begraben. Sobald ich aber einen Blick auf meinen bevorzugten Webshop GetDigital.de werfe, merke ich, dass ich doch noch etwas Platz am Schreibtisch habe, den ich sinnvoll verwenden könnte ;-) Auf jeden Fall wäre noch Platz für ein USB Laserschwert und ein R2D2 USB Hub.

Folgende Links sind nur eine Merkliste für mich ;-) Ich brauche dafür erstmal mehr Platz im Kleiderschrank oder mal ne freie Wand ;-)

Ich glaube, ich mache Ende des Monats mal wieder eine Großbestellung ;-)

Dekoration für die Hochzeit

Endlich habe ich meine Kiste mit den Micromachines wiedergefunden. Diese werden wir wohl als Deko auf unserer Hochzeit verwenden. Ich denke, die passen gut dazu.

Allerdings gehe ich davon aus, dass unsere jetzige Flotte nach der Hochzeit wohl etwas reduziert sein wird :-(. Ich hoffe, dass der Verlust nicht zu groß sein wird.

Crazy Trekkie Fan Voting

Exokomp hat mich auf das Gewinnspiel von der TIKonline.de Community: Crazy Trekkie Fan Voting aufmerksam gemacht. Ich habe mich dort jetzt auch angemeldet und dazu ein Foto von mir als Marathon-Klingone (Würzburg 2007) hinzugefügt. Für den Ferengi in mir wäre es natürlich schön, wenn ihr mich (bzw. auch exokomp und weyoun in seiner First Content-Uniform) stimmt ;-). Wenn ihr andere Fotos besser findet, dann bin ich Euch natürlich auch nicht böse, wenn ihr diese besser bewertet.

Damals, Fotos vom Nemesis Startwochenende

Inzwischen haben die meisten Fans den neuen Film wohl gesehen. Einige finden den Film gut, viele sind aber nicht sonderlich glücklich. Ich habe mir bisher nur zweimal den Film angeschaut – und es waren gefühlsmäßig weniger kostümierte Fans dabei als vergleichsweise bei Star Trek Nemesis. Okay, bei Nemesis hatte ich das Glück, mit den Khemorex-Klingonen im gleichen Kino zu sein, die machen schon viel aus.

Hier mal Fotos von zwei Nemesis-Kinobesuchen (2003).

Es ist passiert

Nun ist es also passiert. Ich war beim Friseur. Um in der Kino-Sprache zu bleiben: “Reboot” meiner langen Haare. Und dazu müssen die Haare erstmal wieder kurz sein, um wieder wachsen zu können.

Warum? Das ist natürlich eine interessante Frage. Einer der Gründe, warum ich lange Haare hatte: Wenn ich als Klingone Marathon laufe, dann will ich keine Perrücke tragen müssen. Nun, mein Lauftraining habe ich in den letzten Monaten doch stark vernachlässigt und ein Marathon ist in absehbarer Zeit erstmal nicht mehr drin. Bis ich wieder genug trainiert habe und mein Gewicht wieder auf einem lauffähigem Niveau ist, sind auch meine Haare wieder schön lang…

Ansonst ist eigentlich im Moment auch ein guter Zeitpunkt gewesen. Meine “Kirche” wurde reformiert (= das neue Star Trek) und die Gemeinde spaltet sich zur Zeit in zwei Lager (was aber ein anderes Thema ist). Meine spitzen Ohren kommen bei kurzen Haaren einfach besser zur Geltung.

Tja, es ist passiert. Und es gibt keine Rückgängig-Funktion.

Kinoevent des Jahres: Star Trek

Florian bei der Star Trek Preview im Mathäser

Florian bei der Star Trek Preview im Mathäser

Gestern abend haben wir zusammen vom Trekdinner München und viele anderen Fans im Mathäser das Kinoevent des Jahres angeschaut: Star Trek.

Ich finde, dass die Macher die Verbindung zwischen alt und neu sehr gut hinbekommen haben. Es gibt natürlich einige, zum Teil sehr massive Veränderung, an die man sich als Alt-Fan gewöhnen muß. Dabei handelt es sich jetzt nicht um Veränderungen a la Battlestar Galactica (Spock ist weiterhin männlich). Der Film startet im bekannten Star Trek Universum und die Ereignisse in dem Film verändern die bekannte Zukunft. Nachvollziehbar.

Wir werden sicher im Star Trek Forum jetzt viel über den neuen Film diskutieren. Wobei mich persönlich auch sehr die Meinung derer interessiert, die jetzt noch keine Fans sind. Der Film soll schließlich auch Neu-Fans ansprechen. Kommen die Zuschauer, die sich mit Star Trek bisher nicht auskannten mit dem Film zurecht?

Mein Fazit: Anschauen. Definitiv anschauen. Und mir dann sagen, wie ihr den Film gefunden habt. Und dann nochmal anschauen. Vielleicht können wir noch über die vielen kleinen Details sprechen und unser Hintergrundwissen austauschen. Und dann nochmal anschauen.

Kondome aus Koblenz

Auch dieses Jahr war ich wieder auf dem Science Fiction und Fantasy Kongress in Bonn. Leider kann der Zeitplan meist nicht eingehalten werden und so startete der Kostümwettbewerb, den ich noch sehen wollte, etwas später als geplant. Da ich jedoch noch zum ARG Get-Together in Koblenz wollte, habe ich den Saal vorzeitig verlassen.

Auf dem Weg zur Strassenbahn habe ich mir noch einen Kappe gekauft, um meine klingonische Stirn (bzw. die Kleberückstände, falls ich die Stirn abnehme) verdecken zu können.
Die Kappe habe ich aber erstmal in die Tasche geworfen.

Am Bahnsteig mußte ich erstmal herausfinden, wie ich an eine Fahrkarte komme. Am Bahnsteig standen mehrere Service-Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung und so bekam ich auch fachmännische Hilfe beim Erwerb einer entsprechenden Fahrkarte. Diese galt jedoch nur bis Bad Godesberg. Die Bahn kam aber nicht und ich machte mir schon sorgen, ob ich meinen Zug noch erwischen würde. Beim Warten auf die Bahn kam ein Service-Mitarber auf mich zu und bat mich, den Kindern weiter hinten am Bahnsteig kurz zu erklären, was genau ich darstelle. Das machte ich natürlich gerne. Also erzählte ich kurz von Klingonen. Auf die Frage, ob Klingonen böse wären, fragte ich, ob “Menschen” die Bösen wären. Klingonen sind eine andere Kultur und es gab in der Vergangenheit Mißverständnisse. Als Böse könnte man sie aber nicht bezeichnen. Wir sprachen kurz über die Convention und auch über den neuen Kinofilm und das wir auf der Veranstaltung bereits 28 Minuten sehen durften. Es gab dort natürlich entsprechende Sicherheitsmaßnahmen mit Nachtsichtgeräten. Dies führte uns natürlich zur Frage, ob der Film nicht schon im Internet zu finden sei. Ich weiß es nicht, habe aber auch nicht danach gesucht. Der Film ist auch noch nicht in den USA angelaufen. Es ist nicht einfach ein Kinofilm der “anläuft”, sondern ein weltweites Sommer-Event. Das Event des Jahres. Daher starten der Film in allen Ländern relativ gleichzeitig. Die Bahn war noch immer nicht zu sehen. Aber was man gerade deutschlandweit überall sehen kann, sind die Kabel1-Plakate zu den Star Trek Specials. Einer der Väter meinte, dass er einige Folgen aufnehmen werde, damit er den Kindern die Serie auch mal näher bringen kann. Richtig so. So kann er den Kindern auch zeigen, wer Uhura ist. Sie ist ja schließlich auch auf der Convention. Möglicherweise auch die einzige Schauspielerin, deren Charakter die Leute kennen. Dann kam endlich die Bahn und wir stiegen ein. So konnte ich noch erklären, warum ich jetzt nach Koblenz fahre. Ich versuchte also kurz zu erklären, was ein ARG ist und wie das funktioniert. Ob es verstanden wurde, kann ich nicht sagen. Ich denke, es wirkte eher, als wäre das nur für merkwürdige Freaks. Gut, aus meiner perspektive würde ich es als “endlich normale Menschen” bezeichnen *g*. Einige der Kinder sind nur zu Besuch in Bonn und kommen aus München. Die andere Familie eigentlich auch… aber das war vor drei Jahren ;-) Tja, das Problem kommt mir bekannt vor. Wenn man meint, aus Bonn endlich mit dem Auto rausgefahren zu sein, stellt man fest, dass man wieder im Zentrum ist…

Schließlich überlegte die Gruppe, ob sie an der nächsten oder übernächsten Stadion aussteigen sollte. Einer der Jungs sagte, dass die übernächste besser wäre, weil wir dann länger über Star Trek sprechen könnten. Kurz bevor sie dann an der übernächsten Stadion ausstiegen, fragte der Junge noch, ob Star Trek die Serie mit dem Beamen sein. Yeah ;-) So gehört sich das. Gute Erziehung, weiter so.

Irgendwann erreichte die Strassenbahn dann doch noch den Bahnhof. Gerade noch rechtzeitig. Ich hatte noch drei Minuten, eine Fahrkarte zu kaufen und meinen Zug zu erwischen. Und ich habe es geschafft. Am Bahnsteig traf ich dann auf zwei Mädel mit Luzifer-Hörnern. Sie sind auf dem Weg zum “Rhein in Flammen”-Feuerwerk und wollte wissen, was mit meiner Stirn sei. Okay, kurz die Klingonen und Star Trek erklärt. Leider konnten Sie damit nichts anfangen. Als der Zug einfuhr zeigte ich noch auf das Kabel1-Plakat am Bahnsteig und stieg ein. Im Zug hatte ich dann etwas Zeit, die Kappe aufzusetzen. Mein Notebook mit Webcam diente als Spiegel ;-)

Florian verbirgt seine Stirn unter der Kappe

Florian verbirgt seine Stirn unter der Kappe

An der nächsten Stadion hörte ich schon eine gröllende Gruppe, (leicht) alkoholisierter – vielleicht auch nur angetrunkener – junger Erwachsener. Sie feierten einen Junggesellenabschied. In der Zwischenzeit hatte ich aber meine Kappe auf. Nicht das ich mich verstecken wollen würde – aber Alkohol hat einen merkwürdigen, unberechenbaren Einfluss auf Menschen. Mir wurde auch etwas Alkohol angeboten, ich lehnte jedoch dankend ab. Zwischenzeitlich wurde die Diskussion zwischen zwei der Gruppe immer lauter und es gab einen – sagen wir mal freundschaftlichen – Kampf. So zwischen echten Kumpels. Passiert ist nichts. Sie sind zusammen an der Endstation ausgestiegen. Dort war auf dem anderen Bahnsteig auch eine Gruppe von jungen Frauen zu sehen, wobei eine rosa Häschenohren hatte. Ob die zwei Gruppen zusammengehören?

Ich machte mich auf dem Weg Richtung Norden. Ich hatte die Koordinaten vorher aus Google Maps ausgelesen und ins Navi einprogrammiert. Eigentlich war es ganz einfach. ca. 1,2 km gerade aus. Wenige Meter vor dem Ziel viel mir eine rothaarige, winkende, große Person auf. Drakurius. Ich setzte mich zu den anderen ARGlern. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und ein wenig fachsimpeln bin ich mit Drakurius und seiner Freundin in eine nahegelegene Pizzeria entschwunden. Diese war günstiger als das Kaffeewirtschaft. Wir unterhielten uns über Rüstungen, Hümmelchen, LARPs und entsprechenden Veranstaltungen. LARPs sind eine eigene Welt. Eine große, eigene Welt.

Nachdem wir wieder zurück zum eigentlich ARG-Treffen gekommen sind, waren alle noch da. Keine Entführungen, keine Rabbit-Holes, keine Romulaner. Nichts passiert. Aber da die zu sich genommene Flüßigkeit wieder abgegeben werden muß, suchte ich eine passende Entleerungsstelle. Auf dem Weg mußte ich erst eine Treppe runter auf eine Spiegelwand zulaufen. Im Spiegelbild konnte ich bereits die Schilder für “Herren” und “Damen” erkennen und ging nach links. Die Dame hinter mir folgte, meinte noch beiläufig, dass die Zettel am Spiegel gut seien, da man sonst dagegen laufen würde. Sie wollte mir wohl in das Herren-WC folgen. Okay, von hinten mit langen Haaren könnte man mich eventuell mit weiblichen Terranern verwechseln. Ich drehte mich um und zeigte auf das andere WC. Die Dame schien nur verwirrt, da sie das Schild “Damen” nicht gleich sah. Zu meiner Stirn sagte sie aber nichts.

Wieder am Tisch angekommen war mein Getränk bereits bezahlt gehabt. Danke nochmal ;-)

Uns wurde auch mitgeteilt, dass wir den Tisch langsam räumen müssen, weil das Lokal (zumindest den Außenbereich) schließen wollen. Da tauchten dann noch einige Personen der Aids-Hilfe auf und verteilten Kondome mit Gebrauchsanweisung. Wir spendeten natürlich etwas für die Aids-Hilfe. Die Gebrauchsanweisung wurde gleich nach irgendwelchen Hinweisen abgesucht. Es war jedoch kein Rabbit-Hole zu entdecken. Dann mußten wir aber auch schon gehen.

Die Kondome mit Anleitung

Die Kondome mit Anleitung

Unterwegs holten wir uns noch ein sehr leckeres Eis und starteten eine kleine Sight-Seeing-Tour. Wir gingen zum Schangelbrunnen. Auf dem Schild vor dem Brunnen ist etwas über den Koblenzer “Schängel” zu lesen. Wenn ihr mal dort seid, viel Spass beim Lesen ;-)

Das Eis ist wohl sehr beliebt

Das Eis ist wohl sehr beliebt

Das Schild vor dem Schängelbrunnen in Koblenz

Das Schild vor dem Schängelbrunnen in Koblenz

Der Schängel

Der Schängel

Es ging dann weiter durch einen Park. Und dort trafen wir wieder auf das Hochzeits-Bunny. Irgendwie passiert mir sowas immer, wenn ich als Klingone durch fremde Städte laufe. Diesmal gab es keine Bändchen, die man sich erkaufen mußte, sondern es handelte sich um eine lebende Musikbox. Der Versuch, die Musikbox mit den Kondomen der AIDS-Hilfe zum Singen zu bringen, war erfolglos. Wir hatten aber doch noch ein Paar Euronen übrig (Wechselgeld vom Eisessen) und erkauften uns das Lied “Biene Maja”. Ich hätte ja gerne mitgesungen, kenne aber nur den Original-Text *g*.

Singendes Bunny

Singendes Bunny

Unsere Tour ging dann zu einem anderen Lokal. Vor dem Lokal wurde ich von einem leicht alkoholisierten jungen Mann als “Chewbacca” angesprochen. Ich musterte ihn von oben bis unten und meinte dann etwas überlegend. “Hmmm. Katze?”. Er blickte verwirrt zurück. Daraufhin meinte ich, dass ich mich mit den terranischen Lebensformen nicht so gut auskennen würde. Dibtych stand nur grinsend im Eingang.

Dort mußten wir uns erstmal durch die Menschenmassen einen Weg bannen. Jedoch war kein Platz mehr frei. Aber scheinbar waren einige Gäste von meiner Erscheinung ein wenig überrascht und schauten etwas verwundert. Daraufhin kam die Idee, ich sollte vorangehen ;-) Tja, so ein Klingone fällt auf. Auf dem Weg nach draußen kam mir ein Kellner entgegen. Dieser bemerkte nicht, dass die Dame am Tisch neben ihm etwas bestellen wollte. Als der Kellner schon halb an mir vorbei war, legte ich meine Hand auf seine Schulter. Etwas verunsichert drehte sich der Kellner um und schaute mich an. Ich zeigte nur auf die Dame und ging weiter.

Leider war es dann schon sehr spät und ich mußte zurück zum Bahnhof. Verschiedene Versuche, mir den Weg zu erklären, scheiterten. Wir einigten uns dann einfach auf die Himmelsrichtung. Ich hätte den Bahnhof vielleicht bei der Ankunft markieren sollen. Nein, nicht wie ihr denkt. Ich hätte die GPS-Koordinaten mit dem GPS-Empfänger meines Vaters erfassen und speichern können. Somit hätte ich dann einfach zu diesem Wegpunkt navigieren können. Auf der Suche ging ich auch an einer Discothek mit Security vorbei. Einer fragte mich, welche Drogen ich nehmen würde. “Keine, und Du?”. Auch er nahm keine, wollte aber dann doch den Grund für meine komische Erscheinung wissen. Ich erklärte ihm also, dass dieses Wochenende ein Kongress für Science Fiction und Fantasy-Interessierte in Bonn stattfinden würde. Das war nachvollziehbar für ihn. Aber warum bin ich dann in Koblenz? Ich schaute ihn fragend an. “Was? das ist gar nicht Bonn. Dann bin ich wohl falsch ausgestiegen. Wo ist der Bahnhof?”. Grins. Aber mal ehrlich. Wie soll man als TNG-Klingone in einer Classic-Uniform jemanden erklären, dass man in Bonn auf einer Star Trek Convention ist und mal schnell für ein ARG-Treffen nach Koblenz fährt, wo man sich unterwegs nicht umziehen bzw. abschminken kann. Ich blieb dann einfach bei der Kurzfassung. “Ich habe mich mit Freunden getroffen”. Ich mußte dann überlegen, wie es normalerweise in München wäre. Ich kann mich nicht erinnern, dort mal gefragt worden zu sein, welche Drogen ich nehmen würde. Dort wurde ich eher als Idiot bezeichnet. Und das waren dann auch eher ungemütlich Zeitgenossen. Hier hat sich eigentlich ein kleines, nettes Gespräch ergeben.

Unterwegs höre ich immer wieder Leute, die mich erblickten, über “Star Wars” reden. Klingonen sind wohl nicht so oft in Koblenz zu finden… Noch nicht *g* Mit einigen Leuten hatte ich auch gelegentlich auch eine etwas längere Konversation. Auf die Frage, welcher der beste Star Trek Film wäre, meinte ich nur “der Elfte”. Ich meinte auch, dass es sich auf jeden Fall lohnen würde, sich den kommenden Film anzuschauen. Dieser Film sei nicht nur für die Altfans gedacht. Man benötigt kein Vorwissen. Es ist das Kino-Event des Jahres ;-)

Kurz vor 2 Uhr war ich dann auch endlich wieder im Hotel und ries mir die klingonische Stirn runter. Der Mastix (Hautkleber) hat sich inzwischen um meine (echten) Augenbraue herum kristallisiert… das ist schmerzhaft…

So schaut Florian aus, wenn er seine klingonische Stirn abgenommen hat

So schaut Florian aus, wenn er seine klingonische Stirn abgenommen hat

Rettet die Erde

Wie auf der Wikibruce-Website zu AlertVulcan.com, im unfiction-Forum oder bei Merzmensch beschrieben habe ich das Signal erzeugt. Damit die Vulkanier dieses Signal bemerken, ist es wichtig, dieses so oft wie möglich zu übertragen.

Square 300, Sine 100, Saw 200, Phases: 5, 0, 5 FR: 232, OR: V160574_A

http://www.alertvulcan.com/widget.php?user_id=KZZ3Q