Nun hat Google auch endlich einen Webbrowser rausgebracht. War eigentlich nur eine Frage der Zeit. Es wird natürlich jetzt im Browser-Markt sehr spannend. Nun gibt es drei große Konzerne, die sich gegenseitig bekämpfen.
Microsoft hatte mit den IE6 vor langer Zeit den Netscape vom Markt verdrängt, ist aber dann lange in der Entwicklung stehen geblieben. Der IE7 ist weitesgehend gefloppt und wurde vorallem nur durch Zwangsupdates verbreitet. Der kommende IE8 scheint aber gar nicht mal so schlecht zu werden. Allerdings hat Microsoft den Vorteil, dass der Internet Explorer bei Windows vorinstalliert ist und daher erstmal eine sehr hohe (Zwangs-)Verbreitungsgrad hat. Alle anderen Browser muß der Benutzer erstmal herunterladen und installieren.
Apple versucht mit seinen Safari (Vorinstalliert beim Mac) jetzt auch mit der Windows-Version ein wenig vom Webkuchen abzubekommen. Allerdings hat die dreier Version noch einige Mängel, was die Sicherheit angeht. Apple hat mit seinem Update-Programm für iTunes/Quicktime einigen Nutzer auch den Safari unterjubeln können – was meiner Meinung nach nicht so ganz die feine Art ist. Die Version 4 von Safari soll sehr schnell sein.
Und nun ist auch Google mit einem eigenen Browser vertreten. Ob nun auch Google versuchen wird über irgendwelche Hintertürchen den Browser auf den Desktop zu platzieren? Viele Computer-Interessierten werden sich diesen Browser wohl sowieso installieren. Aber die breite Masse der Internet Explorer-Nutzer – die wohl den Internet Explorer nutzt, weil Programme zu installieren etwas komplizierter ist – wird man so wohl nicht bekommen. Google Chrome stellt daher wohl eher eine Gefahr für Mozilla und Opera dar. Andererseits gilt Google als fleißiger Datensammler und viele könnten Angst um ihre Daten bekommen, wenn nun auch noch das Surfverhalten von Google noch genauer protokolliert und ausgewertet werden könnte. Dagegen spricht jedoch, dass es Open Source sein soll. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der eine oder andere Nutzer Googles Browser nach genau solchen Mechanismen durchsuchen und darüber berichten wird ;-)
Neben den drei Konzernen gibt es natürlich noch die Firma Opera, deren Browser oftmals als Vorlage für tolle Features der anderen Browser diente ;-). Ich kann mich noch an die werbefinanzierte Opera-Version erinnern – das waren noch Zeiten. Jeder Webentwickler sollte Opera ebenfalls auf seinem Rechner installiert haben.
Und dann ist da noch Mozilla mit dem meiner Meinung nach besten Webbrowser Firefox. Wer das Internet wirklich genießen will, der muß sich Firefox installieren. Mozilla können sich ganz auf die Weiterentwicklung ihres Webbrowser konzentrieren.
Update: siehe dazu auch den heise-Artikel: Googles Webbrowser Chrome wühlt das Web auf