Tour de France und Doping
Montag, den 7. Juli 2008 um 12:35Ich weiß, kaum noch jemand will es hören. Ist auch verständlich. Aber das Schlimmste sind eigentlich die Öffentlich-rechtlichen.
Ich hatte vorgestern im Auto-Radio gehört, dass wieder Tour-de-France wäre und nun ein Spanier die erste Etappe gewonnen hätte. Der Moderator konnte es nicht lassen und meinte noch, dass dieser Spanier möglicherweise auch ein Kunde des Dopping-Doktors Fuentes gewesen wäre. Bitte? Möglicherweise? Was soll den diese Mutmaßung? Naja, das sind halt die GEZ-finanzierten…
Ach ja, wo wir gerade mal dabei sind. Spanien hatte überraschend die EM gewonnen. Und es scheint so, als wären viele spanischen Fußballer auch Kunden dieses Arztes gewesen. Warum regt sich darüber eigentlch niemand auf? Beim Radsport steht halt doch noch der Sport im Vordergrund, beim Fußball scheinbar nicht.



Am 17. Oktober 2008 um 19:51 Uhr
(Ja, ich weiß, ich antworte auf einen etwas älteren Beitrag.)
Zum Vergleich “Doping im Radsport” vs. “Doping im Fußball”: Im Radsport geht es abgesehen von ganz grundlegenden Dingen (Gleichgewichtssinn…) rein um körperliche Leistung. Doping kann diese ganz erheblich beeinflussen. Im Fußball ist körperliche Leistungsfähigkeit hingegen zwar alles andere als unwichtig, aber nur ein Teil des Ganzen. Spieltaktik und -strategie sowie der Umgang mit dem Ball und den Mitspielern lassen sich durch Selbstmedikation zumindest derzeit kaum verbessern.
Insofern ist der potentielle Effekt von Doping im Fußball geringer als im Radsport und die Thematik dort weniger brisant. (Im Übrigen gab es bei der EM auch Dopingkontrollen, auch der spanischen Mannschaft.)