Alte Browser und Flashlesende Suchmaschinen
Dienstag, den 1. Juli 2008 um 19:37Bei Heise habe ich heute zwei interessante Artikel entdeckt. Im ersten Artikel fordern Forscher, dass Browser mit einem Verfallsdatum ausgestattet werden. Grund: Alte Browser sind Sicherheitsprobleme. Im Artikel heißt es auch, dass Firefox-Nutzer “umsichtiger” sind und schon länge aktuelle Versionen verwenden. Die Nutzer der Internet-Explorer kommt dabei nicht gut weg. Verständlich. Wer IE verwendet, hat entweder keine Ahnung, wie man einen richtigen Browser installiert (bzw. dass es sowas gibt), ist ein Masochist oder darf auf seinen Firmenrechner keine echten Browser installieren. Diese Leute tun sich dann auch schwer mit dem Updaten. Auch ich habe noch sechser Version des IE bei mir auf dem Rechner, um Seiten zu testen – da noch immer die meisten IE-Besucher bei mir den IE6 verwenden. Auch wenn der IE7 noch sehr viele Fehler hat, so sind die meisten davon auch im IE6 verfügbar. Seiten die mit IE6 funktionieren, funktionieren oftmals auch im IE7.
Um sicherzustellen, dass die Nutzer immer die aktuellen Browser verwenden, müßten wir Webdesigner ausschließlich auf die neusten Technologien setzen und alte Browser aktiv aussperren. Dann werden die Nutzer gezwungen, auf die neueren/sicheren Versionen umzusteigen. Es würde die Sicherheit stark erhöhen (und das ganz ohne Überwachung…) aber auch gleichzeitig die Besucherzahlen und Umsatz stark reduzieren… Möglicherweise wäre damit auch die Barrierefreiheit eingeschränkt. Auch keine gute Option.
Desweiteren muß ich doch anmerken, dass es sicherlich auch einige Gründe gibt, um noch nicht die aktuellste Version zu verwenden. Bestes Beispiel: Vista. Vista brauch einfach viel zu viel Ressourcen, bringt aber kaum Mehrwert. Zudem gibt es wohl noch immer einige Anwendungen, die dort nicht richtig funktionieren. Aber auch beim Firefox 3 konnte ich kurz nach Veröffentlichung meinen Firebug nicht installieren – inzwischen habe ich zwar eine Beta-Version von Firebug – aber die Stable gibt es im Moment wohl nur für Firefox 2.
Ob jetzt die Forscher als “sichere” Browser nur die neusten Versionen gezählt haben – oder auch die sichersten Unterversionen zählen, konnte ich leider nicht erkennen. Die aktuellste Firefox 2-Version ist meiner Meinung ähnlich sicher wie Firefox 3.
Aber nochmal zurück zur Barrierefreiheit. Eine große Barriere ist Flash. Okay, Marketing-Menschen mögen diese kleinen Filmchen und Spielereien. Aber für Barrierefreiheit – und auch für Suchmaschinenoptimierung ist das unbrauchbar. Aber zumindest das zweite scheint jetzt besser zu werden. Adobe hat Google und Yahoo nun eine Technik bereitgestellt, dass diese nun auch Flashinhalte durchsuchen können. Ob sich dadurch die Arbeit für uns Webdesigner erleichtert? Es gibt im Adobe Developer Center eine Seite: SWF searchability FAQ die hilfreich beim Erstellen von Flash-Filmchen hilfreich sein wird. Allerdings wird damit nur die Barrieren für Suchmaschinen reduziert – nicht aber für eingeschränkte Nutzer.




