Streit ums iPhone
Montag, den 3. Dezember 2007 um 12:41Der Streit ums IPhone ist eigentlich sehr interessant. Vodafone befürchtet, dass auch andere Handy-Hersteller am Umsatz durch die Mobilfunknutzung beteiligt werden will. Und so unwahrscheinlich ist das doch gar nicht. Es wird vermutlich über kurz oder lang sowieso so kommen. In anderen Bereichen gibt es sowas schon längst. Als pauschale. So bekommt die Musikindustrie mit jedem verkauften CD-Rohlinge einen entsprechenden Anteil. Die Firmen produzieren die Rohlinge und verkaufen diese, aber die Musikindustrie bekommt das Geld. Schließlich könnte darauf ja Musik gebrannt werden. Und auch bei Druckern und Kopierern wurde (oder sollte?) eine entsprechende Abgabe eingeführt werden – weil man ja urheberrechtlich geschützte Texte und Bilder kopieren oder ausdrucken könnte. CD- und DVD-Brenner ja sowieso. Also warum sollten jetzt die Handy-Hersteller nicht auch am Umsatz beteiligt werden?
Parallelen sehe ich da auch beim Autoren-Streik in den USA. Auch hier will man sich an den Umsätzen beteiligen.
Aber zurück zu den Handys. Gelten da nur Umsätze, die mit der jeweiligen Hardware erzeugt werden? Wenn ja, dann müßte der Handy-Anbieter zusätzlich zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung auch immer das Handy-Modell mitspeichern, damit der Anbieter auch den richtigen Umsatz an den Hersteller zahlen kann. Oder bekommt Apple zwei Jahre lang den Umsatz, auch wenn das IPhone nach drei Tagen kaputt geht und ich mir dann ein richtiges Handy kaufe (weil ich ja sicher nicht aus dem Vertrag raus kann). Wo sollte aber das Geld der unverwüstlichen Siemens-Handys hingehen? Fragen über Fragen.




