Politiker-Stopp

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.


Monatsarchiv für November 2007

Bessermenschen

Sonntag, den 11. November 2007

Abgeordnete sind Menschen, die besser sind als wir normale Menschen. Zumindest das meinen sie. Sie wollen sich gar nicht zu uns, dem niedrigen Volk, herablassen. Aber sie bestimmen über uns. Und dann reden sie von “Nähe zum Volk”.

Nähe zum Volk wäre meiner Meinung nach, wenn sie die gleichen Rechten und Pflichten hätten. Wenn sie unter denen von ihnen entworfenen Gesetzen leben würden. Aber Nein. Totale Überwachung und verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung wollen sie nicht. Das gilt nur für das Volk – Abgeordnete sind davon ausgenommen. Auch Entscheidung zur gesetzlichen Krankenversicherungen treffen sie – aber welcher Abgeordnete ist den schon gesetzlich versichert. Auch müssen Hartz IV-Empfänger alle ihre Einkünfte offen legen. Die Abgeordneten bekommen von vielen Firmen sehr viel Geld und dürfen das auch noch verheimlichen. Sie müssen nur sagen, ob sie sehr viel, sehr sehr viel oder utopisch vielzuviel Geld bekommen. Aber von welcher Firma das stammt (und ob diese Firmen durch deren Gesetzesentwürfe profitieren).

Jetzt wurde es also entschieden. Jeder deutsche Bürger (außer Abgeordnete, Strafverteidiger und Seelsorger) steht jetzt grundsätzlich schonmal unter Generalverdacht. Jeder deutsche Bürger (also wir, das niedrige Fußvolk) ist ein potentieller Terrorist.

Und was kam als Argumente dafür:

  • “Wer nichts zu verbergen hat…” – Aber es geht dem Staat auch nicht an, was ich nicht zum verbergen haben.
  • “Wurde ja eh schon gespeichert” – Teilweise richtig. Aber jetzt länger und mit der Absicht, dass der Staat auf diese Daten zugreifen kann. Das bedeutet zusätzliche Kosten der Provider, die das Volk wieder zahlen muß.
  • “EU-Richtlinie muß umgesetzt werden” – Also wenn die EU-Richtlinie einen Überwachungsstaat fordert, dann sollten unsere Volksvertreter diese in Frage stellen und nicht einfach umsetzen

Ja, es ist einfach, etwas zu Entscheiden, wovon man selber nicht betroffen ist. Willkommen im Überwachungsstaat Deutschland.

Weitere Reaktionen gibt es bei Heise zu lesen.

Ubuntu Linux auf einem MD40100 und WLAN…

Freitag, den 9. November 2007

Seit Tagen versuche ich schon mein WLAN zum laufen zu bringen. Ist aber – wie gesagt – nicht ganz so einfach. Unter Windows hatte ich ähnliche Probleme. Dort hatte es erst funktioniert, als ich die “Hotkeys”-Software installiert hatte. Das gleiche gilt auch für Linux. WLAN geht erst, wenn die WirelessLED aktiviert wurde.

Das ganze geht mit acerhk. Nur die ursprüngliche Seite dazu gibt es nicht mehr. Also erstmal in Google nach “acerhk” suchen. Aber meist sind es Forenbeiträge, in dem einer sagt, man solle die acerhk verwenden – die nachfolgende Antwort ist, dass es die Seite nicht mehr gibt :-(. Hilft mir natürlich nicht viel weiter.

Aber nach einigen rumsuchen habe ich den acerhk Treiber dann doch endlich gefunden. Allerdings hat das mit “make” nicht funktioniert. Es gab immer eine Fehlermeldung. Der Grund: linux/config.h wurde nach linux/autoconf.h umbenannt. Mir ist zwar nicht klar, was das sein soll, aber nachdem ich dies in der Datei acerhk.c in Zeile 38 geändert hatte, funktionierte auch der Befehl “make” einwandfrei.

Datei acerhk.c, Zeile 38:
von #include <linux/config.h>
nach #include <linux/autoconf.h>

Dies scheint so ab der Kernel-Version 2.6.19 geändert worden zu sein – und leider nicht mit acerhk-Paket aktualisiert.

Mit “insmod acerhk.ko” konnte ich den Treiber auch aktivieren und dann nur noch ein “echo 1 > /proc/driver/acerhk/wirelessled” und schon war mein WLAN voll funktionsfähig.

Nur beim nächsten Reboot war acerhk nicht geladen. Johnny von der Dorfener Linux User Group hat mir den Tipp gegeben, dass ich “acerhk” einfach in /etc/modules eintragen soll.

Jetzt muß ich nur noch dafür sorgen, dass die LED automatisch mit WLAN aktiviert wird. Nachdem ich einige Hilfreiche Seiten wie z.B. die von ookii-san oder auch Gentoo Linux on Medion MD40100 durchgesucht hatte und schließlich beim Linuxwiki-Artikel zum MD40100 gelandet bin, hatte ich den “echo 1 > /proc/driver/acerhk/wirelessled”-Befehl in die /etc/network/if-pre-up.d/wireless-tools eingetragen. Und jetzt geht alles vollautomatisch ;-)

Im nächsten Schritt versuche ich die LED mit der dazugehörigen Taste auf dem Notebook zu konfigurieren. Sonst ist mein WLAN ja dauernd aktiv.

Vielen Dank an alle Linux-Fans, die mir passiv (über Forenbeiträge, Websites) auch aktiv (Weblog-Kommentare, Mails) geholfen haben.

Verbindungsdaten und Überwachung

Mittwoch, den 7. November 2007

Was bringt es eigentlich, wenn die Daten gespeichert werden? Der Staat kann dann längerfristig nachschauen, wer mit welcher IP-Adresse im Internet war. Aber kann beispielsweise die Polizei damit etwas anfangen?

Einige von Euch erinnern sich sicher noch an die Geschichte mit der Telecall. Die IP-Adresse des Übeltäters gehört zu einem Internet-Cafe. Es gab eine Anzeige gegen mich wegen Leistungskreditbetrug. Der Täter ist vermutlich noch immer auf freien Fuß. Ich konnte der Polizei genau sagen, welche IP-Adresse der Täter hatte, mit welchem Suchbegriff er auf meine Website gekommen ist und welche Seiten er angeschaut hat. Die örtliche Polizeidienststelle hatte jedoch schon leichte Schwierigkeiten mir zu sagen, wer eigentlich die Anzeige gegen mich erstattet hatte (ich war nach dem Gespräch der Meinung, dass es die Telecall gewesen wäre). Auch fand ich es jetzt nicht so toll, dass meinen Kollegen am Telefon gesagt wurde, dass eine Anzeige gegen mich vorliegen würde. Mein Erkenntnis daraus: Die Polizei ist zwar wichtig, aber stellenweise ist einfach zu wenig qualifiziertes Personal vorhanden. Jetzt bekommen sie mehr Daten zum auswerten und dafür sollen auch noch Stellen gekürzt werden? Als würden weniger Polizisten mit mehr Daten mehr machen können? Hallo???

Es gibt aber schon einige unsinnige Gesetze, wodurch Provider gezwungen sind, dem Staat Zugriff auf bestimmte Daten zu ermöglichen. Der Provider muß das ganze finanzieren. Für große Konzerne natürlich kein Problem. Für kleine Vereine, die den Bürgern die neuen Medien näherbringen wollen ist das ein großes Problem. Statt sich wichtigen Themen wie Online-Erziehung annehmen zu können, muß sich der Verein jetzt mehr auf gewinnbringende Sachen konzentrieren. Statt die Bürger zu fördern muß der Verein ums Überleben kämpfen. Es wäre meiner Meinung nach sinnvoller, dass den Kinder und Jugendlich ein verantwortungsvoller Umgang mit den neuen Medien gezeigt wird. Aber Nein, der Staat will alles überwachen und die Provider müssen dafür zahlen und daher Projekte, die zwar wichtig sind aber nichts einbringen, zurückstellen.

Und da ich jetzt auch noch für meine Grundrechte kämpfen muß (z.B. mit Demonstration), fehlt mir auch die Zeit, entsprechend da etwas zu machen. Ich könnte mit meiner Erfahrung als ehemalige Chat-Operator/Moderator, ehemaliger Kindertrainer und Quasi-Vater zu dem Thema sicher einiges beitragen. Aber der Tag hat nur 24 Stunden und der Kampf gegen den Überwachungswahn kostet viel Zeit. Und ich glaube, dass es da nicht nur mir so geht.

Ein kleiner Schritt

Mittwoch, den 7. November 2007

Durch die über 40 Demos (sogar in Second Life) haben die Politiker wohl doch endlich mal gemerkt, dass sie nicht alles mit uns machen können und daher die Abstimmung über die Vorratsdatenspeicherung verschoben. Nächsten Mittwoch wird der Rechtsausschuss nochmal darüber beraten. Mehr dazu bei der Süddeutschen Zeitung.

Auch haben diesmal die Medien über die Demos berichtet (die große Demo in Berlin wurde weitesgehend verschwiegen…). Wir können doch noch etwas bewegen.

Zwar haben wir Volksvertreter “gewählt”, damit wir uns auf unser Leben konzentrieren müssen, aber wenn diese Volksvertreter nicht mehr die Interessen des Volkes und deren Rechte vertreten, dann müssen wir alle politisch aktiv werden.

Update: Die Abstimmung wurde scheinbar doch nicht verschoben.

Demo “Freiheit statt Angst” in München

Dienstag, den 6. November 2007

Heute war ich bei der Demo “Freiheit statt Angst“. Einige scheinbar nicht verfassungsfreundlich gestimmten Politiker fordern immer mehr Überwachungsmöglichkeiten und zerstören dadurch unsere Grundrechte – vorallem die Meinungsfreiheit. Forderungen nach Bundestrojanern, Bundeswehreinsätze im Inneren und Vorratsdatenspeicherung werden immer wieder mit Terrorismusbekämpfung und Kinderpornografie begründet. Jedoch bringen genau diese Forderung nicht mehr Sicherheit, sondern verängstigen uns Bürger. Deutschland wird dadurch zu einem Überwachungsstaat. Und wir – ca. 5.000 Demonstranten in München – wollen das nicht. Wir wollen unsere Freiheit behalten. Wir wollen unsere Demokratie behalten. Wir wollen unsere Grundrechte und auch die Meinungsfreiheit behalten.

Anbei einige Fotos von der Demo, damit ihr Euch ein Bild machen könnt.

Start am Marienplatz - mehrere Tausend Demonstranten sind gekommen Der Anfang vom Demonstrationszug Freiheit statt Angst Zahlreiche Demonstranten in München Sehr viele Demonstranten Die Demo ist auch auf Internationaler Ebene interessant Stoppt den Überwachungswahn Werden es immer mehr Demonstranten? Licht für die Freiheit Ob dieser Schatten Erwin Huber ist, der auf uns herabblickt? Eine Variante des Bundestrojaners…

Ich habe die Gesichter der Demonstranten verfälscht.

Hier noch ein Zitat von Friedrich Dürrenmatt: “Die Herrschenden müssen überwacht werden, nicht die Beherrschten.”

Suchbegriffe

Sonntag, den 4. November 2007

Es ist doch immer wieder interessant, mit welchen Suchbegriffen meine Seite gefunden wird. Da sind solche Stilblüten wie “wichs action“, “sexgierige Jungfrauen“, “horse sex” oder auch “gez” in verschiedensten Kombinationen dabei. Ich frage mich immer, was erwarten diese Leute. Und wissen die auch, dass jeder Suchbegriff bald mindestes sechs Monate gespeichert wird? Okay, vom Suchmaschinenbetreiber wird das natürlich schon länger gespeichert. Aber bald müssen das auch die Provider machen – und die können/müssen dass dann auch noch mit Namen und Adressen verbinden und für Schäuble & Co vorhalten. Ein Berliner Soziologe wurde bereits vor kurzem wegen seinen Suchbegriffen verhaftet.

Wir wollen aber nicht, dass es soweit kommt. Genau diese totale Überwachung des Volkes (nicht der Politiker) wollen wir nicht. Daher finden am Dienstag, 6. November bundesweit Demonstrationen “Freiheit statt Angst” statt. Auch in München.

Hier noch die Serverseitige Statistik (basierend auf den Serverlogfiles) der Suchbegriffe für Oktober 2007:

Über diese Suchbegriffe wurden meine Seiten spitzohr.de und fh-o.de (Weiterleitung auf spitzohr.de) gefunden

Ihr fragt Euch, warum meine Seite mit diesen Suchbegriffen so gut gefunden wird? Ganz einfach, ich hatte über den Film “Jungfrau (40), männlich sucht…” geschrieben und hatte dabei – gaudihalber – beim Begriff “Sex” auf aktive Pferde verlinkt gehabt… So kann es gehen.

So überholen Augsburger

Samstag, den 3. November 2007

Gestern waren wir beim Fahrsicherheitstraining des ADAC. Das Trainingszentrum ist in der Nähe von Augsburg. Auf der Rückfahrt ist uns ein Auto mit Augsburger Nummer negativ aufgefallen. Dieser Vollidiot hat einen sehr gefährlichen Fahrstil. Ich habe es euch mal als Gif-Animation zusammengebaut.

Augsburger Fahrstil

Auf dem bild ist ein weißer LKW, ein weißer Lieferwagen, unser Auto (in blau) und der Augsburger als weißer PKW mit Dachfenster.

Über das Sicherheitstraining werde ich demnächst noch bloggen ;-)

Linux Stammtisch

Freitag, den 2. November 2007

Gestern war wieder Linux-Stammtisch in der Dorfener Stube. Auch diesmal war meine Sandra und auch Farid wieder mit dabei. Außerdem waren Johnny mit seiner Birgitt und Thomas da.

Sandra telefoniert mit Noah, Farid spielt Lego Star Wars auf seinem Nintendo DS Der Linux Pinguin Tux in Starfleet Uniform Sandra und Tux

Wir haben uns zuerst die Ubuntu Desktop-Effekte auf meinem Uralt-Aldi-Notebook (Pentium 4 mit 1,5GHz und 256MB RAM) angeschaut. Ist zwar etwas Spielerei, aber läuft – trotz des eigentlich relativ schwachen Rechners – sehr flüssig. Windows XP Home läuft da schon wesentlich langsamer – selbst mit deaktivierten Desktop-Effekten.

Auch die standardmäßig vorinstallierte Büro-Anwendung OpenOffice.org 2.3 läuft einwandfrei und macht teure Anwendungen wie MS Office überflüßig. Jedoch wirkt die Oberfläche von MS Office noch etwas runder. IBM hat vor kurzem mit Lotus Symphony eine OpenOffice.org 1.x basierte Büroanwendung herausgebracht, welche genau dieses Problem behebt – aber auch wesentlich mehr Ressourcen benötigt.

Die Installation von Ubuntu ist sehr einfach. Man muß es nicht einmal installieren, um es zu testen. Die Installations-CD bootet mit einer vollwertigen Live-Umgebung (inkl. OpenOffice.org) und man kann eigentlich so ziemlich alles testen. Die Installation startet man mit einen Klick auf das Icon “Installieren” und muß dann eigentlich nur noch Sprache, Zeitzone, Benutzername, Passwort und gewünschte Partition/Festplatte angeben. Fertig. Bei der Wahl der Partition bietet Ubuntu an, die vorhandenen (Windows-)Partitionen zu verkleinern. Die anderen Betriebssysteme funktionieren weiterhin ohne Probleme. Als ich vor ca. 9 Jahre SuSE 5.3 installiert hatte, war das noch viel aufwändiger…

Meine Ubuntu-Installation inkl. der Standard-Anwendungen (z.B. OpenOffice.org, Firefox, Evolution) und der von mir zusätzlich nachinstallierten Spiele belegt 4,9 GB Festplattenspeicher. 1,4 GB davon sind im Ordner /usr/share/games zu finden. Das ganze läßt sich mit dem Programm “Festplattenbelegung analysieren” gut visualisieren.

Festplattenbelegung analysieren unter Ubuntu 7.10 Zum Vergleich das Programm Treesize Free für Windows

Wir haben das ganze dann mal mit einem aktuellen DualCore-Notebook mit Windows Vista verglichen. Windows alleine hat da schon ca. 7,5 GB Festplatte belegt… Und für die Effekte wird einfach wesentlich mehr Rechenpower benötigt. Zur Festplattenbelegung analysieren muß man sich erstmal zusätzliche Programme wie z.B. TreeSize Free oder wenn man es auch grafisch aufbereitet haben will, TreeSize Professional (ab 39,95 Euro – ist es aber auch Wert!) installieren.

Neben Ubuntu 7.10 (Linux) und Vista (Windows) gab es natürlich auch noch etwas zum Essen. So haben Sandra und ich uns durch die Grillplate “Dorfener Stube” gekämpft. Sehr lecker (33 242 34). Aber ob das wirklich nur für zwei Personen sein soll. Es ist sehr viel. Aber halt auch sehr lecker (33 242 35).

Die Grillplatte Sandra kämpft sich durch die Grillplatte ‘Dorfener Stube’ Florian kämpft sich durch die Grillplatte ‘Dorfener Stube’

Johnny und Thomas haben sich dann noch die Boogie-Woogie Website näher betrachtet und die Wirkung auf Suchmaschinen überprüft. Ja, Linux-Freaks sitzen nicht nur vor ihren Kisten – sie können auch Tanzen. Ich kann übrigens nicht tanzen … bin auch erst ein Linux-Anfänger. Nebenbei: Die Website basiert auf Joomla und wird beim IIVS gehosted.

Online-Erziehung als Schulfach

Freitag, den 2. November 2007

Vor kurzem habe ich bei einem Heise online Artikel von einer Forderung nach einem Schulfach “Online-Erziehung” gelesen. Ich kann Sascha Lobo in diesem Punkt nur zustimmen. Allerdings ist das Spektrum sehr umfangreich und wird sicher nicht sehr einfach.

Inzwischen findet man auf jeder größeren Chatcommunity entsprechende Hinweise zum Thema Jugendschutz. Das ist für den Anfang nicht schlecht. Ob das von Jugendlichen auch gelesen wird, kann ich nicht beurteilen, glaube aber nicht daran.

Weiterhin halte ich es für wichtig, die unterschiedliche Informationsquellen im Internet richtig bewerten zu können. Inhalte von Blogs stellen z.B. immer Meinungen da. Auch einige News-Seiten sind politisch eingefärbt und spiegeln nicht umbedingt immer die ganze Wahrheit wieder. Umso wichtiger ist es daher, dass man zu einem Ereignis auch unterschiedliche Newsseiten durchschaut. Durch Google News oder auch DNND hat man da schon einen guten Überblick.

Noch ein Wort zu den klassischen / altmodischen Medien wie Zeitung oder Fernseher. Ich hatte neulich den Spruch gelesen: “Es ist schon faszinierend, dass genau soviel in der Welt passiert, wie in die Zeitung reipaßt!”. Es ist jedoch genau andersrum. Es werden nur soviel News veröffentlicht, wie in eine Zeitung (oder Nachrichtensendung) reinpaßt. Die Redaktion wird die News entsprechend vorselektieren oder auch einfach verkürzen. Eventuell auch News ungünstig (bewußt?) zusammenfügen. Dadurch werden nur Teilwahrheiten veröffentlicht, die Wahrheit verfälscht oder gar zensiert. Und dann gibt es noch die Lückenfüller im Sommerloch… Deswegen ist es sinnvoll, sich News im Internet durchzulesen – und dabei immer darauf achten, wer die Quelle dieses News ist.

Aber zurück zum Thema Online-Erziehung. Neben dem Bewußtsein, auf seine eigenen Daten zu achten und Inhalte im Internet anhand der Quellen bewerten zu können, sollten auch die Möglichkeiten, was das Internet den Jugendlichen und Heranwachsenden anbietet auch betrachtet werden. Es gibt verschiedene Rollenspiele wie z.B. virtuelle Reiterhöfe.

Das Internet enthält Gefahren, bietet aber auch Möglichkeiten. Beides sollte in dieses Unterrichtsfach einfließen. Das Fach sollte ab der zweiten – spätestens aber ab der dritten Klasse (also sobald die Kinder lesen können) unterrichtet werden.

Update: Auch wenn es mit dem Unterrichtsfach noch etwas dauert, können wir ja schonmal etwas machen. Meine Sandra hat dazu einen Adventskalender für Kinder ins Netz gestellt.

Ich reite

Donnerstag, den 1. November 2007

Sandra hat ein neues Spiel entdeckt. Und ich habe es jetzt auch schon gespielt. Inzwischen bin ich bei Level 4 angelangt ;-)

Florian ist bei Level 4

Hier geht’s zum Spiel.


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: