Über das Ende der Galileo 7 Convention
Freitag, den 25. Mai 2007 um 17:34Meine Website wurde heute mit dem Suchbegriff “Rene Ahlberg Betrüger” gefunden. Um eines klar zu stellen. Ich bin der Meinung, dass Rene Ahlberg alles mögliche versucht hat, um die Con am Leben zu erhalten. Ich bin überzeugt, dass er niemanden betrogen hat.
Meine Seite wurde nur durch Zufall gefunden. Im Oktober 2006 hatte ich über Galileo 7 und auch über die GEZ gebloggt. Google hat die Wörter kombiniert und mich auf an erster Stelle im Suchergebnis platziert.
Ich war vor Jahren auf einer der Galileo-Conventions. Es gibt zwar einige “Geschäftsleute”, die sich an den Star Trek Fans bereichern oder bereichert hatten – Rene gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Er und sein Team haben in mühevoller Arbeit die Galileo 7 Convention zu einer einzigartigen Star Trek Veranstaltung gemacht. Eine Veranstaltung für die Fans.
Ich bin richtig schockiert, als ich in einem Forum eine Diskussion über das Ende der Galileo 7 durchgelesen hatte. Was da teilweise für Unterstellungen und Aussagen auftauchen ist eigentlich eine Schweinerei. Es wird teilweise sogar über persönliches von ihm diskutiert. Das finde ich nicht in Ordnung. Eigentlich sollte man Rene erstmal für seine Arbeit danken und ihm helfen. Er hat für die Fans Conventions organisiert und dabei immer am finanziellen Limit (= knapp kalkuliert) gearbeitet. Durch die Geschichte mit dem Hotel ist das Ganze zusammengebrochen. Das ist sehr Schade. Aber er ist kein Betrüger. Er ist ein Opfer – wie auch die anderen Fans, die Geld in die Convention investiert hatten.
Bitte nicht vergessen: Wir sind alle Star Trek Fans!



Am 26. Mai 2007 um 17:23 Uhr
Komisch: Immer, wenn plötzlich Geld ins Spiel kommt, heißt es: Wir sind doch alle Fans. Ich bin kein Betroffener. Aber wenn ich einen dreistelligen Betrag für eine Con zahle und dann nichts mehr bekomme, dann ist Verärgerung verständlich. Und wenn man dann erfährt, in welch aussichtsloser Lage sich seine GmbH befand, muss man sich doch fragen, wie er es vertreten konnte, eine weitere Con zu versprechen. Und dann war er noch überrascht, dass er die Gelder, die er nicht freiwillig zurückzahlte, versteuern musste. Ja LOGISCH!
Und ich bin doch erstaunt, wie massiv jetzt gegen Fans gehetzt wird, die es nicht in Ordnung finden, wenn sich ein Veranstalter offensichtlich übernimmt. Und dann die Märchen, die er erzählt: Schuld sind die vielen bösen Fans, die mit ihren Anwälten das Geld eintrieben. Aber sicher, sind ja immer die bösen Gläubiger schuld, die ihr Geld wollen! Und diese teueren Anwälte, die die Fans beauftragt haben und die ihn ja angeblich ruiniert haben! Vielleicht hätte ich doch Anwalt werden sollen, wenn die bei einem Streitwert von über 100 Euro 800 Euro Kosten verlangen können – und das ohne Prozess. Nur: Bei einem Streitwert unter 300 Euro betragen die Anwaltskosten laut RVG 25 Euro. Und selbst da muss man SEHR lange stur sein und nichts bezahlen, dass es überhaupt so weit kommt.
Ich meine, ich zitiere hier mal aus einem Text, den Rene vor der endgültigen Insolvenzerklärung an die Fans geschrieben hat: “1. Die Con wird stattfinden! 2. Die Con wird stattfinden! 3. Die Con wird stattfinden! 4. Für alle, die Sorge um ihr Geld haben, werden wir eine Lösung finden. Alles wird im Einzelgespräch geklärt werden, niemand muß Angst haben, sein Geld zu verlieren.”
Am 26. Mai 2007 um 17:52 Uhr
Okay, Rene hat versucht etwas auf die Beine zu stellen und ist dabei gescheitert. Das einige Fans dabei Geld verloren habe ist natürlich auch ärgerlich. Rene hat aber auch jede Menge Geld verloren.
Was mich aber stört ist die Tatsache, dass einige Rene Ahlberg gleich als “Betrüger” darstellen. Als hätte er von Anfang an nur die Fans ausnehmen wollen. Und das ist einfach daneben.
Mit “Wir sind doch alle Fans” meine ich nicht, “Geld weg – paßt schon”, sondern bitte darum freundlich und tolerant zu bleiben.
Gruß,
Florian
Am 6. Juni 2007 um 18:22 Uhr
Hallo Ihr,
ich gehöre zu den Fans, deren Geld weg ist. Das ist blöd. Aber was tatsächlich so richtig weh tut, ist nicht das Geld, sondern dass es die Galileo7 nicht mehr gibt!
Und ich glaube, dass René nicht gesehen hat, was ein Außenstehender vielleicht eher gesehen hätte: dass die finanziellen Belastungen einfach zu hoch wurden.
Renés Herzblut steckte in der Galileo7 – das glaube ich ihm durchaus!! – und deshalb wollte er nicht glauben, dass es nicht klappt, deshalb hat er versprochen, dass es eine nächste Convention geben wird und deshalb hat er alles (auch sein privates Vermögen) da rein gesteckt, um sie zu retten.
Hat leider trotzdem nicht gereicht… :-(
Können wir nicht was tun, um sie wieder zu beleben?!? Eine Stiftung gründen z.B.?? Wer kennt sich da aus?
Viele Grüße
Andrea