Das Thema mit der Bockwurst hat mich jetzt doch noch etwas beschäftigt. Ich empfinde das als Schweinerei und frage mich, ob das von den Abmahnern von vornherein so geplant war? Eine Website erstellen, die Bilder ungeschützt in Suchmaschinen gut positionieren, warten bis ein paar Blogger diese Bilder verwenden und dann eiskalt zuschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bilder 6000 Euro wert sind…
Wenn ich nicht will, dass meine Bilder verwendet werden, dann stelle ich diese nicht ins Internet – oder ich sorge dafür, dass diese in der Bildersuche nicht gefunden werden. Für mich sieht es so aus, als hätten die Betreiber ein Ein-Euro-Stück auf die Strasse gelegt und dann aus sicherer Entfernung gewartet, bis das jemand findet und hochhebt. Und dann wird abgemahnt. Das ist doch bescheuert, oder? Ist das der Gedanke von Geld machen mit Web 2.0?
Was kann man jetzt gegen solchen Fallen unternehmen? Als Blogger kann ich natürlich interessantere und seriösere Seiten über Kochrezepte verlinken. Was kann eigentlich der Staat machen? Okay, dumme Frage. Der Staat ist eher damit beschäftigt, seine Bürger noch mehr auszuspionieren (z.B. Bundestrojaner). Es werden Braunbären abgeknallt und die Abzocke der GEZ weiterhin zugelassen.
Eventuell wäre eine Rechtsschutzversicherung für Blogger interessant. Als Schutz gegen solche Abmahnungen. Aber welche Versicherung bietet sowas an?
Oder wir Blogger müssen uns organisieren. Ein Verein wie Abmahnwelle e.V. gründen. Ob jetzt die Mitglieder vor Abmahnungen geschützt werden, konnte ich auf die Schnelle nicht erkennen. Ich würde mir vorstellen, dass dieser Verein den Mitgliedern einen Rechtsanwalt zur Verfügung stellt, wenn dieses Mitglied abgemahnt wurde. Ob das mit den aktuellen Gesetzen zulässig ist, weiß ich nicht. Vermutlich gibt es da wieder sowas wie illegale Rechtsberatung oder sonstige Hürden, um sowas zu verhindern. Wenn es rechtlich zulässig ist, könnten aber auch unseriöse Blogger das ganze wieder missbrauchen… Es ist nicht leicht.
Ob Rechtsschutzversicherung oder Verein, wir Blogger müssten auf jeden Fall für unsere Meinungsfreiheit bezahlen. Danke, Deutschland.