Bei der Polizei
Samstag, den 4. Februar 2006 um 17:00Die letzten Tage habe ich die Ereignisse mit der Telecall Services GmbH nicht ins Weblog geschrieben. Inzwischen hat mir deren Anwaltskanzlei eine Mahnung geschickt. Da bin ich lieber etwas vorsichtiger.
Da mir die Sache langsam zu bunt wird, sind wir am Freitag zur Polizei gegangen. Eigentlich wollte ich Anzeige gegen die Telecall Services GmbH stellen, da ich das Verhalten dieser Firma mir gegenüber – als Unbeteiligten – als moralisch fragwürdig empfinde. Ich habe das Gefühl, dass man mich mit den Mahnungen, Ablehnung meines Widerspruchs, Drohung mit Mahnverfahren und schließlich der Mahnung vom Anwalt einschüchtern will. Außerdem leidet natürlich mein Ruf darunter. Mir wurde unterstellt, dass ich im Internet deutschsprachige kostenpflichtige Erotikangebote (Pornofilmchen? Wichsvorlagen?) wahrnehmen würde. Ich bin seit 1998 im Internet aktiv. In meiner Vergangenheit habe ich so manche kostenlose internationale Angebote kennengelernt. Aber das gehört der Vergangenheit an!! ;-)
Außerdem wollte ich – um mich rechtlich abzusichern und wie es in der Telecall-E-Mail hieß – Anzeige gegen Unbekannt wegen Mißbrauch meiner Daten erstatten. Das ist aber wohl eigentlich Aufgabe des “Geschädigten”. Und das bin nicht ich, sondern die Telecall Services GmbH. Ich war auch verwundert, dass zu hören. Das Verhalten der Firma mir gegenüber erweckt nicht den Eindruck, dass sie eigentlich die Opfer sind.
Ich finde es eigentlich nicht in Ordnung, dass die “Geschädigten” mit Hilfe von Rechtsanwälten ihren “Schaden” auf die unbeteiligten Personen abwälzen. Stattdessen wäre es vielleicht gut, das Identifikationsverfahren deutlich zu verbessern, um solche Probleme schon im vornherein zu verhindern.
Dies ist meine persönliche Erfahrung mit dieser Firma. Ich bin natürlich kein Rechtsanwalt. Daher kann und darf ich Euch keine Empfehlung geben, wenn Euch ähnliches passiert.




